Sabines völlig subjektiven Buchtipps

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Autoren beginnend mit D

Autor

Titel

Genre

Meine
Bewertung

Monika Dahlhoff Eine Handvoll Leben -
Meine Kindheit in Gulag
Biografie
Celia Dale Ein ehrbares Ehepaar Krimi
C. J. Daugherty Night School - Du darfst keinem trauen Jugend-Thriller
C. J. Daugherty Night School - Denn Wahrheit musst du suchen Jugend-Thriller
C. J. Daugherty Night School - Um der Hoffnung willen Jugend-Thriller
C. J. Daugherty Night School - Und Gewissheit wirst du haben Jugend-Thriller 2 Stern
Alexandra David-Néel Mein Indien Erfahrungsbericht
Richard Dawkins Der Gotteswahn Religion 1 Stern
Jeffery Deaver Nachtschrei Thriller
Jeffery Deaver Der Täuscher Thriller
Jeffery Deaver Die Menschenleserin Thriller
Warwick Deeping Hauptmann Sorrell und sein Sohn Roman
Warwick Deeping Frau Buck und ihre Töchter Roman
Warwick Deeping Die verheißungsvolle Ehe Roman
Warwick Deeping Außenseiter der Gesellschaft Roman
Warwick Deeping Kitty Roman
Daniel Defoe Robinson Crusoe Roman
Monika Devdassi Karma Masala Erlebnisbericht
Karl Heinz Dienstl Afrika pur Reisebericht
Lutz van Dijk Afrika - Geschichte eines bunten Kontinents Geschichte
Waris Dirie Desert Flower Erlebnisbericht
Waris Dirie Desert Dawn Erlebnisbericht
Garry Disher Drachenmann Krimi Australien
Citra Banerjee Divakaruni Der Duft der Mangoblüten Erzählungen
Andrea Dornseif Kopfüber (Ein Blick auf die Geheimnisse Australiens) Geschichten
Renate Dorrestein Der Ausflug Roman
Renate Dorrestein Das Erdbeerfeld Roman
Heike Dorsch Blauwasserleben - Eine Weltumseglung, die zum Albtraum wurde Reiseerlebnisse
Margaret Drabble Der Mühlstein Roman
Theodore Dreiser Eine amerikanische Tragödie Roman
Theodore Dreiser Schwester Carrie Roman
Gerald Drews und Pat Lauer Allgemeinbildung für Angeber Sachbuch
Sabine Durrant Stilles Vermächtnis Thriller?
Annette Dutton Selling Bratwurst in Down Under Erlebnisbericht
Annette Dutton Das Geheimnis jenen Tages Thriller

Monika Dahlhoff

Eine Handvoll Leben -
Meine Kindheit im Gulag

Monika Dahlhoff

5 Sterne

Gelesen als eBook im Juli 2015
Copyright 2013/2015 by Bastei Lübbe AG, Köln.

Die Autorin schreibt über ihre nicht gerade altägliche Kindheit und Jugend bis zum 18. Lebensjahr. Sie wurde im Alter von 4 Jahren, im Jahre 1944 von russischen Soldaten aus Königsberg nach Russland verschlepp, nachdem man ihre Großeltern erschossen hatte. 1948 wurde sie aus dem Lager zurück in die sowjetische Besatzungszone gebracht, wo sie in einem Krankenhaus und einem Kinderheim  gesund gepflegt wurde, als sie schon bald von Pflegeeltern in Zuchau aufgenommen wurde. Nach weiteren 7 Jahren wurde sie von ihrer Familie gefunden und verbrachte ihre Jugend in Oberstorf und Winterberg.

Man fragt sich beim Lesen des Buches oft, wieviel Leid erträgt ein einzelnes Kind eigentlich? Was ich nicht wusste und ich auch sehr geschockt war, dass Kinder von russischen Soldaten verschleppt und im Lager schlimmer als Tiere behandelt wurden oder wenn sie zu einer Last wurden, auch gleich erschoss. So mancher Soldat wird im Krieg nicht so brutale Dinge erlebt haben wie die Autorin. Als dann schließlich die Kinder wieder aus dem Lager entlassen wurden, denkt man, nun wird alles gut, aber von wegen! Ich finde es sehr mutig von der Autorin ihre Geschichte für die interessierten Leser aufzuschreiben. Ich hoffe dies hat ihr auch bei der eigenen Bewältigung der schrecklichen Erlebnisse geholfen, wenn das überhaupt jemals möglich ist.

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Ein ehrbares Ehepaar

Celia Dale

Gelesen im Mai 2002
Droemersche Verlagsanstalt, deutsche Erstausgabe 1992 (die Originalausgabe erschien 1971 unter dem Titel: A dark corner)

Krimi: An einem regnerischen Abend steht in einem Londoner Vorort ein Schwarzer vor der Haustür eines älteren Ehepaares. Er ist auf der Suche nach einem Zimmer. Das Ehepaar nimmt ihn auf. Doch was nach Gastfreundschaft aussieht, entpuppt sich als Netz aus mehr oder weniger sanften Zwang, aus dem es kein Entrinnen gibt.

Man weiß zu Beginn des Buches nicht, wie sich die Geschichte entwickelt. Der Krimi wird erst ziemlich zum Schluß spannend. Das Buch war für mich eine nette Urlaubslektüre.

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C. J. Daugherty

Night School - Du darfst keinem trauen

C. J. Daugherty

5 Sterne

Gelesen als eBook im Januar 2013:
Verlag Friedrich Oetinger (1. Oktober 2012).

Allie, ein aufmüpfiges Mädchen, wird zum wiederholten Mal aus der Schule verwiesen. Ihre Eltern schicken sie auf das Internat Cimmeria, wo weder Handys, noch Computer noch Fernseher zu finden sind. Schon bald freundet sie sich mit einer Clique an und wird von zwei Jungen umworben. Auf Cimmeria häufen sich eigenartige Vorfälle, und als ein Mord geschieht, taucht das Gerücht auf, dass Allie etwas damit zu tun haben könnte. Auf der Suche nach den Hintergründen der merkwürdigen Vorfälle, gerät Allie in Lebensgefahr. Wem soll sie überhaupt noch trauen, nachdem sogar ihre Freundin Jo ins Gegenlager gewechselt ist?

Das eBook wurde mir in einer 0-Euro-Weihnachtsaktion von Amazon angeboten. Ich habe schon sehr viel schlechte Erfahrungen mit 0-Euro-eBooks gesammelt, aber dieses Buch ist eine große positive Ausnahme, ein Supertreffer! Es ist spannend, interessant vom Thema, nicht in den Fantasy-Bereich abschweifend, sondern richtig schön zu lesen. Man kann es auch als Jugendbuch einordnen, aber mir gefällt es trotzdem sehr. Ich kann es kaum erwarten, den nächsten Band zu lesen, der am 1. Februar herauskommen soll.

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C. J. Daugherty

Night School - Denn Wahrheit musst du suchen

C. J. Daugherty

4 Sterne

Gelesen als eBook im November/Dezember 2013:
Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg (16. September 2013).

Nach der Ermordung von Allies Freundin Jo, ist Allie am Boden zerstört. Sie glaubt nicht mehr daran, dass die Schulleitung und die Polizei ernsthaft daran interessiert sind, Jos Mörder zu fassen. Allie begibt sich selber auf die Suche. Ihre Großmutter offenbart ihr schließlich, was es mit der Night School auf sich hat.   

Dieser Band des Jugendthrillers gefällt mir nicht ganz so gut wie die ersten beiden Bände. Wahrscheinlich fällt der Autorin auch nicht mehr allzuviel Neues ein. Aber trotzdem ist es nett und auch spannend geschrieben.

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C. J. Daugherty

Night School - Um der Hoffnung willen

C. J. Daugherty

4 Sterne

Gelesen als eBook im Juni 2014
Verlag Friedrich Oetinger GmbH, Hamburg 2014. E-Book-Umsetzung: Dörlemann Satz, Lemförde 2014.
Die englische Originalausgabe erschien unter dem Titel "Night School. Resistance".

Dies ist der vierte Band der Reihe Night School. Das Internat Cimmeria befindet sich immer noch im Ausnahmezustand. Allie und Rachel werden vorsichtshalber vor Nathaniel bei Sylvains Eltern in Frankreich in Sicherheit gebracht. Als Nathaniel sie dort entdeckt und ein Anschlag auf sie verübt wird, werden die Jugendlichen wieder ins Internat geholt, wo die Sicherheitsvorkehrungen verschärft werden. Nathaniel versucht immer noch die Macht über Cimmeria zu bekommen. Neben dem ganzen Machtkämpfen, verlieben sich Sylvain und Allie ineinander. Aber ist er tatsächlich der Richtige?

Obwohl das Buch ein Jugendthriller ist, gefällt es mir richtig gut, es ist spannend, wird auf keiner Seite langatmig und hat mich gut unterhalten. Hat man allerdings die 3 Bände davor nicht gelesen, blickt man bestimmt nicht durch, was das ganze soll. Sicher werde ich auch den letzten Band lesen, der im Mai 2015 erscheinen soll.

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C. J. Daugherty

Night School -
Und Gewissheit wirst du haben

C. J. Daugherty

2 Sterne

Gelesen als eBook im September 2015.
Die Originalausgabe erschien 2015 unter dem Titel "Night School. Endgame".

Während Allie sich große Sorgen um den von Nathaniel gefangen gehaltenen Carter macht, droht die Night School auseinanderzufallen. Es werden Pläne geschmiedet, wie man Carter befreien kann und wie man es anstellt, die Schule nicht an Nathaniel zu verlieren. Mehr Inhalt fällt mir zu dem Buch nicht ein.

Gut, ich bin aus dem jugendlichen Alter herausgewachsen und dieses Buch ist ein Jugendbuch, aber mir scheint, dass der Autorin die Ideen zu dem Thema so langsam ausgehen. Besonders die Sorge um Carter zieht sich am Anfang endlos in die Länge. Sollte es noch einen Band geben, ich würde ihn nicht mehr lesen.

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Mein Indien
Der legendäre Bericht über die erste große Reise der berühmten Asienforscherin

Alexandra David-Néel

Gelesen im Dezember 2008:
Fischer Taschenbuch Verlag, Januar 2009, die Originalausgabe erschien 1979 unter dem Titel "L'Inde où j 'ai vécu".

Das Autorin, die zum ersten Mal 1891 im Alter von 23 Jahren allein nach Indien reiste, beginnt ihr Buch mit der Reisebeschreibung an ihr Ziel, anschließend berichtet sie nach Kapiteln sortiert über folgende Themen:
Die Götter in der Vorstellung der Inder
Heiligtümer und Stätten der Begegnung...
Das alte religiöse Kastensystem
Beim Hochzeitsfest des göttlichen Rama
Hungersmot - Epidemien - Aberglauben
Shakti, die "Göttliche Mutter"...
Gurus...
Die "berufsmäßigen Heiligen" - Scharlatane, Erleuchtete ...
Probleme und Konflikte nach der Unabhängigkeit
Aufbruch in die Zukunft

Eins vorweg: Ich finde es beachtlich und mutig, dass eine Frau zu der Zeit alleine nach Indien reiste und dort auch einen großen Teil ihres Lebens verbrachte. Was mich an dem Buch stört, ist der deutsche Untertitel. Wenn ich dem Glauben schenke, dann erwarte ich einen Reisebericht. Dem ist aber gar nicht so, man erfährt nichts über unterschiedliche Regionen, wie die Autorin reiste und wohin, sondern der größte Teil des Buchs befasst sich mit dem, für mich, sehr komplizierten Hinduismus. Die beiden letzten kurzen Kapitel gehen dann ein bisschen auf allgemeinere Themen ein (Probleme und Konflikte nach der Unabhängigkeit und Aufbruch in die Zukunft). Ob ich ein weiteres Buch der Autorin lesen würde, weiß ich noch nicht, dazu muss ich mich vorher etwas genauer mit dem Buch befassen.

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Der Gotteswahn

Richard Dawkins

1 Stern

174 von 492 Seiten gelesen als eBook im Februar 2014
Ullstein eBooks (12. August 2011). Die Originalausgabe erschien im Oktober 2006 unter dem Titel: "The God Delusion".

Der Autor hält in diesem Buch ein Plädoyer für die Vernunft und gegen die Religion. Er will dem Leser damit beweisen, dass der Glaube an eine übernatürliche Macht keine Grundlage für das Verständnis der Welt ist und schon gar nicht für die Erklärung ihrer Entstehung. Er will dem Leser das Bewusstsein schärfen, dass Atheist zu sein ein realistisches Ziel ist. (So steht es im Umschlag des Buchs).

Das Buch habe ich mir gekauft, in der Hoffnung ein bisschen über Religionen der Welt zu erfahren und weil mir eine Freundin erzählte, sie hätte sich dieses Buch auf ihre Wunschliste gesetzt, da ihr das Buch mehrfach empfohlen wurde. Das war wohl mein Fehler es daraufhin zu kaufen und nicht auf eine direkte Empfehlung von ihr zu warten bzw. ich hätte mich auch vorher selber ein bisschen über den Inhalt informieren können. Zu spät!

Der Autor beginnt erst mal Begriffe zu klären wie Theismus, Atheismus, Deismus, Pantheismus und was er unter Religion versteht (jedenfalls gehören seiner Meinung nach der Buddhismus und der Konfuzianismus nicht dazu, die zählt er zu den ethische Systemen oder Lebensphilosophien, weshalb man darüber im Buch auch leider nichts mehr erfährt). Das Buch ist in Kapitel unterteilt und man mag meinen ein so bekannter Autor versteht es sein Buch ordentlich und aufbauend zu gliedern. Aber ich habe den Eindruck, er erzählt das gleiche in verschiededenen Kapiteln mehrmals wild hin und her springend, wie zum Beispiel die ständig erwähnte Evolution, als ob diese eben gerade erst entdeckt worden wäre. Mir scheint der ganze Text eher wie eine Missionspredigt für den Atheismus. Der Autor kling ziemlich fanatisch, ich hätte mir ein bisschen mehr Neutralität und Objektivität gewünscht. Auf Seite 174 von 492 Seiten habe ich nach zwei Anläufen endgültig das Handtuch geworfen, missioniert werden muss ich wirklich nicht mehr, vor allem nicht von Fanatikern. Ich weiß meine Zeit besser zu nutzen. Mein Vater würde zu dem Buch sagen: Der falsche Autor schreibt für die richtige Sache.

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Nachtschrei

Jeffery Deaver

Gelesen im Dezember 2010:
Deutsche Erstausgabe November 2010 bei Blanvalet. Die Originalausgabe erschien unter dem Titel "The Bodies Left Behind"

In einer Polizeistation in Wisconsin geht ein, mitten im Satz, abgebrochener Notruf ein. Die Polizistin Bryon McKenzie wird gebeten bei dem Handybesitzer, von dem der Notruf ausging, nach dem Rechten zu sehen. Als sie in der abgelegenen Gegend eintrifft, stößt sie auf einen gerade begangenen, brutalen Doppelmord. Sie trifft hier auf eine verängstigte Zeugin. Gemeinsam beginnt ihre abenteuerliche Flucht durch die Wälder vor den Mördern.

Per Zufall habe ich den Autor entdeckt, meine Tochter hat ihn mir empfohlen. Das Buch finde ich sehr spannend und wartet mit einigen überraschenden Wendungen auf. Gefallen hat mir auch der logische Handlungsablauf ohne unsinnige Alleingänge. Dies ist bestimmt nicht der letzte Thriller, den ich von dem Autor gelesen habe.

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Der Täuscher

Jeffery Deaver

Gelesen im März 2011:
1. Auflage Taschenbuchausgabe August 2010 bei Blanvalet. Die Originalausgabe erschien 2008 unter dem Titel "The Broken Window".

Arthur wird wegen Mordes verhaftet, obwohl er behauptet die Tote nicht mal zu kennen. Aber die Beweise deuten alle auf Arthur hin, das Fluchtfahrzeug wird als Arthurs Wagen identifiziert, in seinem Wagen findet man Blutspuren des Opfers, er hat kein Alibi... Zufällig ist Arthur der Cousin des Kriminalisten Rhyme und er und seine Partnerin Amelia Sachs erkennen schon bald, dass sie es mit einem skrupellosen Killer zu tun haben, der die Daten seiner Kunden wie besessen sammelt, um sich so die Identitäten seiner Opfer zu eigen zu machen, um seine falschen Fährten zu legen.

Es beginnt spannend und die Idee, die dahinter steckt ist mal eine ganz andere, als man sie in "normalen" Thrillern findet. Aber nach meinem Geschmack zieht sich die Geschichte zu sehr in die Länge, sie wird zu sehr ausgeschlachtet. Für die ersten 500 Seiten brauchte ich 2 Wochen, für die letzten 50 Seiten auch. Wäre dies mein ersten "Deaver" gewesen, würde ich keine weiteren lesen.

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Die Menschenleserin

Jeffery Deaver

Gelesen im Juni 2011:
1. Auflage der deutschsprachigen Ausgabe 2008 im Blanvalet Verlag, München. Die Originalausgabe erschien unter dem Titel "The Sleeping Doll".November 2010 Piper Verlag GmbH.

Massenmörder Daniel Pell, der vor ein paar Jahren eine ganze Familie auslöschte bis auf ein, im Haus schlafendes Mädchen, wird von Kathryn Dance vom Bureau of Investigation zu einem anderen Mordfall befragt. Dance ist Expertin für Körpersprache, aber Pell zeigt keinerlei verräterische Zeichen. Pell initiierte den Beweisfund selber, um aus dem Hochsicherheitstrakt in ein weniger ausbruchssicheres Gefängnis verlegt zu werden, wo ihm tatsächlich die Flucht gelingt. Mit Hilfe eines Kultexperten und ehemaliger Freundinnen des Kultführers Pell, beginnt die Jagd auf ihn.

Diesen Thriller von Deaver fand ich zur Abwechslung mal wieder einigermaßen spannend, wenn auch einiges etwas übertrieben ist nach meinem Geschmack. Für Bahnfahrten oder Urlaube ein unterhaltsames Buch.

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Hauptmann Sorrell und sein Sohn

Warwick Deeping

Gelesen im März 2005:
Volksverband der Bücherfreunde Wegweiser-Verlag G.M.B.H. Berlin, Copyright: Grethlein & Co., Leipzig 1927

Die Geschichte beginnt ein paar Jahre nach dem Ende des 1. Weltkrieges. Hauptmann Steven Sorrell freut sich, endlich eine Stelle gefunden zu haben in Staunton, um sich und seinen 11-jährigen Sohn am Leben zu erhalten. Seine Frau hat ihn gerade verlassen. Angekommen in Staunton kann er seine neue Stelle im Antiquitätengeschäft wegen eines Todesfalls nicht antreten. So arbeitet er sich zäh mit Verlässlichkeit und Arbeitseifer vom Hausknecht in einer üblen Spelunke bis zum Hoteldirektor hoch. Sein größtes Ziel, auf das er hinarbeitet ist, seinem Sohn einen Beruf nach Wunsch zu ermöglichen. Dieser wird schließlich Arzt.

Immer wieder bin ich beim Lesen der Bücher von Warwick Deeping überrascht, wie aktuell seine Romane auch noch 80 Jahre später sind. Schon damals sorgte man sich über die rasche Bevölkerungszunahme, regte man sich über die Dummheit der Massen auf, wollten Patienten keine jungen Ärzte aufsuchen, weil man sie für profilierungssüchtig und geschäftstüchtig hielt. Auch wundert es mich, wie einfühlsam Herr Deeping aus Frauensicht schrieb. Vor 80 Jahren schon meinte er, dass die Ehe von den Frauen alles fordere. Sie müssen ihr bisheriges Leben aufgeben und sich um Kinder und Mann sorgen, während der Mann so weiterleben kann wie bisher. Er meint, dass die meisten Männer es nicht verstehen, dass auch Frauen eventuell lieber einer anderen Lebensaufgabe nachgehen, als Kinder zu bekommen und ihre Arbeit aufzugeben. Dieses Buch ist für mich eindeutig das beste Buch, was ich von dem Autor gelesen habe und ich freue mich schon auf die restlichen. Ich hoffe es sind noch viele!

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Frau Buck und ihre Töchter

Warwick Deeping

Gelesen im Januar 2005:
Carl Schünemann / Verlag / Bremen 1937 (Die englische Originalausgabe erschien im Verlag Cassell & Co. Ltd. London unter dem Titel "The Road")

England 1937: Frau Buck betreibt mit ihren beiden Töchtern ein Ausflugslokal in einer kleinen Mühle. Eines Tages geschieht das Unglück: eine Tochter ist nach einem Motorradunfall querschnittsgelähmt. Der Autor schildert eindrucksvoll, was es für einen jungen Menschen bedeutet, seinen Körper verloren zu haben und ein Pflegefall zu werden. Da die zweite Tochter heiratet und fortzieht, muss die Mutter fortan alles alleine erledigen bzw. managen von der Pflege bis zum Gasthausbetrieb.

Meine Mutter schwärmte schon lange von dem Autor, aber bisher habe ich noch nie etwas von Warwick Deeping gelesen. Nun ergab sich die Gelegenheit, als ich meiner Mutter aus dem modernen Antiquariat zu ihrem Geburtstag zwei Bücher dieses Autors bestellte. Eigentlich wollte ich nur einen Blick in eines der beiden Bücher werfen, aber mir gefiel die Sprache des Autors und seine detaillierten Beschreibungen so gut, dass ich das ganze Buch lesen musste. Ich bin sehr erstaunt, wie sich die Einstellung zur Jugend und zur modernen Zeit damals (vor 70 Jahren) und heute ähneln. Man schüttelte den Kopf über die sich rasch ändernden Moden, über die grässliche Musik, über die immer zunehmende Motorisierung usw.. Auch damals schon damals fühlte sich die Jugend unverstanden.

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Die verheißungsvolle Ehe

Warwick Deeping

Gelesen im Februar 2005:
Carl Schünemann / Verlag / Bremen 1935 (Die englische Originalausgabe erschien im Verlag Cassell & Co. Ltd. London unter dem Titel "The Prophetical Marriage")

Todd Western verliert schon in jungen Jahren seine Eltern, die zwar arm, aber sehr glücklich miteinander verheiratet waren. Er wird von seinem Onkel in die Stadt in die Lehre zu einem Antiquitätenhändler geschickt. Doch bald merkt Todd, dass er ohne zu betrügen hier nicht arbeiten kann. Daraufhin beginnt er eine Lehre in einer Drogerie. Hier ergeht es ihm nicht anders. Per Zufall gewinnt er einen guten väterlichen Freund für sich, der große Pläne mit ihm vorhat. Aber Todd heiratet seine Jugendliebe, die sein Unglück zu werden scheint. Diese Frau hat es nur auf sein Geld abgesehen. Sein väterlicher Freund stellt ihn vor die Wahl, heiraten oder Karriere.

Ich bin auch bei diesem Roman überrascht, wie wenig sich die Zeiten geändert haben seit ca. 1920. Auch heute nimmt das Geldverdienen bei den meisten Menschen den wichtigsten Stellenwert ein und dies kann man nur schwerlich ohne zu betrügen. Wie im letzten Roman gefällt mir auch hier seine Art zu schreiben und die Sprache.

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Außenseiter der Gesellschaft

Warwick Deeping

Gelesen im Mai 2005:
Volksverband der Bücherfreunde Wegweiser-Verlag G.M.B.H. Berlin, Copyright 1930 by Carl Schünemann, Bremen 

Christopher Hazzard lebt in London, um Arzt zu werden. Sein Vater lebt nicht mehr, seine Mutter kann ihn finanziell nicht unterstützen, so muss er sich seinen Unterhalt zum Studium durch Jobben selber verdienen. Seit seiner Geburt lahmt er. Für seine Mitmenschen ist er ein Außenseiter, da er durch seine körperliche Behinderung nicht am Sport teilnehmen kann und auch sonst liebt er das gesellige Leben nicht. Mit größtem Ergeiz widmet er sich lieber seinem Studium und der Forschung. Seine Strebsamkeit stempelt ihn auch bei dem Ärztekollegium im Krankenhaus zum unliebsamen Außenseiter. Durch den Tod seiner geliebten Mutter, zieht er sich noch mehr von der Außenwelt zurück. 

Auch in diesem Roman stolpert man wieder über die Dummheit der Massen. Der Autor zeigt, wie ein Außenseiter mit der Bösartigkeit seiner Mitmenschen fertig wird, ja, wie es diesem Außenseiter sogar gelingt, ein geachtetes Mitglied der Gesellschaft zu werden.  Immer wieder bin ich überrascht, wie die damaligen Probleme den heutigen gleichen, z.B. Übervölkerung, dreckige Großstädte, ausbeutende Arbeitgeber, Mitmenschen, die möglichst alles kostenlos haben wollen ... 

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Kitty

Warwick Deeping

Gelesen im Juli 2005:
Volksverband der Bücherfreunde Wegweiser-Verlag G.M.B.H. Berlin, Copyright 1929 by Carl Schünemann, Bremen 

Der Roman spielt wieder in London, zur Zeit des ersten Weltkriegs. Alex, Sohn einer Witwe aus gutem Hause wird als Soldat in den Krieg einberufen. Zum Unverständnis seiner Mutter, die es nicht gewohnt ist, jegliche Gefühlsregungen zu zeigen,  fürchtet er sich und sucht Trost bei Kitty, der Tochter der Ladenbesitzerin Mary Greenwoods. Bevor er in den Krieg zieht, heiraten Kitty und Alex. Seine Mutter erkennt diese Ehe nicht an und glaubt, Kitty hat es nur auf Alex Geld abgesehen. Behindert kehrt er aus dem Krieg zurück, seine Mutter nimmt ihn zu sich, pflegt ihn und hält ihn mit allen Mitteln von seiner Ehefrau fern. Kitty hingegen baut für sich und Alex schon an einer gemeinsamen Zukunft.

Ein nett geschriebener Roman, aber bei weitem nicht so interessant geschrieben, wie beispielsweise "Außenseiter der Gesellschaft". Was ich an diesen alten Romanen besonders mag, ist die Sprache. Man konnte sich früher ohne maßlose Übertreibungen ausdrücken.

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Robinson Crusoe

Daniel Defoe

Gelesen im April 2008:
11. Auflage als Arena-Taschenbuch 2005, die Originalausgabe des Romans erschien im Jahr 1719 unter dem Titel "The life and strange surprizing adventures of Robinson Crusoe".

Der Inhalt ist wahrscheinlich jedem bekannt, trotzdem in Kürze:
Robinson Crusoe, verschlägt es bei einem Schiffsunglück, als einzigen Überlebenden auf eine einsame Insel in der Karibik. Mit primitiven Hilfsmitteln muss sich Robinson Crusoe hier ein neues Leben aufbauen. Er lebt dort 28 Jahre bis er endlich die Möglichkeit bekommt die Insel zu verlassen.

Das Buch wurde im vorher von mir gelesenen, also von Schwanitz empfohlen, um mal ein wenig "ordentliche" Literatur zu lesen. Niemals würde ich mir erlauben so ein Buch zu beurteilen, denn dazu ist meine Unkenntnis an bedeutender Literatur viel zu groß. Hätte es mir nicht gefallen, hätte ich es an dieser Stelle gar nicht eingestellt. Aber ich war überrascht, wie "modern" der Autor schon im Jahre 1719 dachte. Seine, bzw. Robinsons ausführlichen Gedanken über sein Schicksal, seine Überlegungen, ob er nun gestraft wurde von Gott oder im Gegenteil belohnt, haben mich überrascht. Es liest sich auch sehr locker und ist in einem netten Sprachstil geschrieben.

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Karma Masala

Monika Devdassi

Gelesen als eBook im November 2016.
Copyright 2016 Monika Devdassi.

Die Autorin reist 1988 mit ihrem Freund nach Goa in Indien und lebt dort neben vielen anderen Aussteigern, Hippies, Touristen und Einheimischen. Schon wenige Tage später lernte sie einen Sadhu Baba kennen und verliebt sich in ihn. Die beiden heiraten, reisen viel herum und leben schließlich im Norden, in den Bergen Indiens.

Die Autorin erzählt von ihrem bisherigen Leben. Abgesehen von vielen Rechtschreibfehlern ertrug ich ihren Schreibstil nicht mehr und entfernte das Buch nach 160 Seiten von meinem Kindle. Man erfährt wenig bis gar nichts vom kulturellen Hintergrund der Inder und warum sie sich so verhalten wie sie sich verhalten, sondern sie meckert zum Beispiel über das Verhalten der Polizei, die natürlich zu Unrecht ihr Hotelzimmer durchsucht, denn was ist schon gegen ein bisschen Rauschgift einzuwenden, dass ihr Mann dabei hat? Sie meckert, dass ihr Mann abends faul ins Kino geht, während sie rackern muss. Ich glaube, am liebsten wäre es ihr, wenn sich ihre indische Umwelt ihrem Lebensstil anpasst und nicht umgekehrt. Mag eine Unterstellung sein, aber es kommt bei mir so rüber.

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Karl Heinz Dienstl

Afrika pur -
500 Tage Abenteuer und Erlebnisse aus 30 Ländern auf dem Schwarzen Kontinent

Karl Heinz Dienstl

Die ersten 40 Seiten des eBooks gelesen im Juli 2012:
Asaro Verlag April 2011. Die Originalausgabe erschien im selben Verlag 2008.

Mit seiner Hündin Vega begibt sich der Autor in einem Allrad-LKW auf die Reise quer durch Afrika. Ab hier habe ich den Inhalt der Buchrückseite kopiert: "…Von dort aus führt ihn sein Weg über die Ostroute zurück nach Deutschland. Abseits der Touristenrouten findet er atemberaubende Landschaften und taucht ein in fremde Kulturen. Zahlreiche Abenteuer, skurrile Geschichten und gefährliche Begegnungen warten auf ihn, doch auch unglaublich faszinierende Erlebnisse mit Tieren in freier Wildbahn…." (Wie gesagt, kopierter Originaltext)

Zwar habe ich mir vorgenommen mindestens 50 Seiten eines Buchs zu lesen, bevor ich es aufgebe, um es beurteilen zu können, aber ich schaffte nur 17% von 233 Seiten, also etwa 40 Seiten. Meine Zeit weiter für das Buch zu verschwenden, war mir einfach zu schade. Der Titel klingt sehr interessant und ebenso der Inhalt der Buchrückseite. Ich habe daher in meinem kindlichen Gemüt erwartet, etwas vom Leben der Bewohner aus den 30 Ländern zu erfahren und von der dortigen Landschaft und den Tieren. Aber ich las und las und alles was ich erfuhr war, dass sich der Autor selber darstellt. Er rühmt sich alle paar Seiten, wie er es schafft, sich nicht von den korrupten afrikanischen, teils selbsternannten Grenzbeamten austricksen zu lassen, ja sogar mal hier und da 10 Euros oder Dollar zu sparen. Na wenn das keine Leistung ist! :-))). Also wer eigentlich ein Buch lesen möchte, wie man am besten spart auf einer Reise und dem Land und Leben unterwegs nicht sonderlich interessiert, dem sei das Buch empfohlen.

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Afrika - Geschichte eines bunten Kontinents

Lutz van Dijk

Gelesen im Dezember 2016.
2. Auflage, Peter Hammer Verlag GmbH, Wuppertal 2015

Der Autor beschreibt für junge Leser die Geschichte unseres ältesten Kontinents. Die Geschichte beginnt mit der Entstehung Afrikas, der Verbreitung der ersten Menschen in Afrika und später auch deren Verbreitung von Afrika über die ganze Welt. Das Buch erzählt von frühen Hochkulturen im islamischen Norden, von den christlich und traditionell geprägten Kulturen im Süden, vom Leben in den Städten, im Busch, in der Wüste, von der Kolonialisierung und der Rolle Chinas im heutigen Afrika. Der Autor geht auch auf Themen ein, die man in herkömmlichen Geschichtsbüchern nicht findet, z. B. wie afrikanische Staaten mit der Homosexualität oder der Gleichberechtigung umgehen, wie viele Frauen die Politik mit bestimmen. Auch Krankheiten, die besonders in Afrika grasieren wie Ebola, AIDS oder Malaria werden angesprochen.

Obwohl dieses Buch für den jungen Leser geschrieben wurde, finde ich es äußerst interessant. So ein ausführliches und mir scheint auch objektives Buch über Afrika habe ich noch nie gelesen. Objektiv deshalb, weil der Autor auch Beteiligte, also Bewohner Afrikas zu Wort kommen lässt. Er hat also nicht über Afrika geschrieben, sondern die Bewohner mit angehört und zitiert beim Schreiben. Wie schreibt der Autor so schön: „Wer Bücher zur Geschichte Afrikas liest, musste in den meisten Fällen den Eindruck bekommen, als habe die Existenz jenes Kontinents erst mit dem Anlanden der europäischen Handelsschiffe vor gut 500 Jahren begonnen. Selbst dort, wo wohlmeinende Historiker einige Kapitel über Afrika als Wiege der Menschheit oder untergegangene Königreiche des Altertums hinzugefügt haben, herrscht die herkömmliche Sichtweise vor: Wer hatte die Macht, wie lange über welches Gebiet? Was ist eigentlich so erhellend an diesen Kategorien?“

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Desert Flower

Waris Dirie

Gelesen im März 2006:
Published by Virago Press 1999, First published by William Morrow and Company Inc., New York 1998

Die Autorin wächst zusammen mit ihren vielen Geschwistern und ihren Eltern als Nomadin in der Wüste Somalias auf. Ihre Aufgabe ist es Ziegen zu hüten. Schon im frühen Kindesalter muss sie sich der Zeremonie der Beschneidung unterwerfen, wenn sie einmal als Frau anerkannt werden will. Das Werkzeug besteht entweder aus einer verrosteten Rasierklinge oder andere genauso unhygienische Gerätschaften. Viele Mädchen sterben daran. Als ihr Vater sie im Alter von 13 Jahren mit einem alten Mann verheiraten will, flieht sie zu Verwandten nach Mogadischu. Ihr Onkel nimmt sie als Hausmädchen mit nach London, wo sie 4 Jahre arbeitet. Als ihr Onkel wieder zurück nach Somalia muss, bleibt Waris in London. Hier beginnt ihre Modellkarriere.

Ich war geschockt, dass sich heutzutage noch so viele Frauen verstümmeln lassen müssen. Im übrigen schreibt Waris Dirie sehr spannend und man kann sich sehr gut in ihr Leben hineinversetzen. Meine Tochter legte mir eines Tages die englische Version einfach auf meinem Nachttisch, so dass ich mich auch nicht vor der englischen Version drücken konnte. Aber, wie sich beim Lesen herausstellte, ist es ein sehr leichtes Englisch, das sogar ich verstehe und das will was heißen!

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Desert Dawn

Waris Dirie

Gelesen im April 2007:
Virago Press, London 2002

Waris Dirie floh als Kind vor über 20 Jahren vor ihrer, in der Wüste Somalias als Nomaden lebenden Familie, da ihr Vater sie mit einem alten Mann verheiraten wollte. In diesem zweiten Buch beschreibt die Autorin, die inzwischen, 1998, in Los Angeles lebt, ihre Familie in Somalia zu besuchen. Sie reist mit ihrem in England wohnenden Bruder Mohammed, um ihre Familie überhaupt zu finden. Nach 12 Jahren Bürgerkrieg und Hungersnöten hat sich das Land sehr verändert. Sie trifft ihre Mutter, ihre Brüder und auch ihren fast blinden Vater. Sie beschreibt das Leben im jetzigen Somalia, mit wie wenig die Bewohner glücklich sind, wie benachteiligt die Frauen sind und erzählt noch viele weitere für uns oft unglaubliche Geschichten.

Meine Tochter legte mir dieses Buch in Englisch auf den Nachttisch und da ich mir nicht die Blöße geben wollte, zu faul für englische Bücher zu sein, da sie es auch las, nahm ich das Buch nun zur Hand und muss sagen, man kann es auch mit weniger guten Englischkenntnissen lesen. Die Geschichte der Autorin ist so unglaublich und interessant, dass ich das Buch regelrecht verschlang.

Waris Dirie ist UN-Sonderbotschafterin und tritt gegen die weibliche Genitalverstümmelung ein (Female Genital Mutilation, kurz FGM). Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind 150 Millionen Frauen weltweit davon betroffen, jährlich werden zwei Millionen weiterer Mädchen Opfer der Verstümmelung. In Europa leben 500 000 verstümmelte oder von FGM bedrohte Mädchen und Frauen. Genauere Informationen findet ihr hier:

http://www.waris-dirie-foundation.com/web/d_index.htm

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Drachenmann

Garry Disher

Gelesen im März 2005:
Unionsverlag Taschenbuch 2003 (Originalausgabe erschien 1999 unter dem Titel "The Dragon Man")

Australien: Peninsula District bei Melbourne. Es ist vor Weihnachten, die Touristensaison hat gerade begonnen. Kurz hintereinander werden zwei Frauenleichen entdeckt. Mordet der Täter immer nach dem gleichen Muster? Inspector Hal Challis, der dies herausfinden soll, hätte sich lieber der Restaurierung seines Flugzeugs gewidmet.

Für meinen Geschmack wird zu viel Trara um die einzelnen Polizeibeamten gemacht, das nimmt die ganze Spannung. Ich finde den Krimi mittelmäßig, ähnlich wie einen Tatort im TV.

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Der Duft der Mangoblüten

Citra Banerjee Divakaruni

Gelesen im Juni 2001
Heyne 2000 (die Originalausgabe erschien 1995)

Erzählungen: Mehrere Geschichten vom Leben indischer Frauen zwischen Chikago und Kalkutta. Die Frauen stammen aus allen Schichten. Sie sind verstrickt in Traditionen und Rollenerwartungen, von denen sie sich kaum befreien können.

Die Autorin, selbst in Indien geboren, lebt heute in Amerika. Sie erzählt daher sehr einfühlsam von den Frauen, die hin- und hergerissen sind von indischer Tradition und amerikanischem Leben.

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Kopfüber (Ein Blick auf die Geheimnisse Australiens)

Andrea Dornseif

Gelesen im Mai 2001
Gelesene Ausgabe: eFeF Verlag 1. Auflage: 2000 (150 Seiten)

Kleine Episoden, wie eine europäische Touristin Australien erlebt. Die Themen sind sehr unterschiedlich und reichen von anderen Touristen, über Aborigines, Einwanderern bis zur Natur.

Dieses Buch werde ich bestimmt noch öfter in die Hand nehmen. Sie beschreibt das Land und deren Bewohner sehr eindrucksvoll. Sie fast genau das in Worte, was ich in Australien fühle. Auch ihre Rückkehr nach Europa könnte nicht treffender dargestellt werden: "Am übernächsten Eingang hockt rauchend ein Europäer in Jeans....Kurz bevor ich ihn erreiche, schaut er auf, mit diesem abweisenden Städterblick, den ich so gut kenne und doch so gründlich vergessen habe, und erschreckt mich zutiefst."
Ein weiteres Zitat am Ende ihres Buches: "Wir reisen, um fremd sein zu dürfen, und suchen doch, so schnell wie möglich mit der Fremde vertraut zu werden."

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Der Ausflug

Renate Dorrestein

Gelesen im April 2008:
btb Verlag, Ausgabe April 2008, das Original erschien 2004 unter dem Titel: "Zolang er leven is"

Die drei Freundinnen Gwen, Beatrijs und Veronica treffen sich seit vielen Jahren mit ihren Familien für eine Woche im Sommer auf dem Lande, um diese gemeinsam zu verbringen. Diesmal ist alles ein wenig anders. Veronica ist kürzlich gestorben, ihr Mann erscheint alleine mit den zwei Kindern, Beatrijs hat einen neuen Lebensabschnittsgefährten, dessen Art für alle etwas gewöhnungsbedürftig ist, ebenso gewöhnungsbedürftig ist seine pubertierende Tochter, schließlich verschwindet auch noch das jüngste Kind von Gwen auf geheimnisvolle Weise.

Mit dem Kauf dieses Romans ist mir ein richtig guter Zufallstreffer in die Hände gefallen. Es bleibt spannend bis zum Schluss des Buchs. Ich habe mir inzwischen schon ein weiteres Buch der Autorin bestellt.

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Das Erdbeerfeld

Renate Dorrestein

Gelesen Mai 2008:
btb Verlag 2. Auflage, Januar 2007. Die Originalausgabe erschien 2003 unter dem Titel "Het duister dat ons scheidt" bei Uitgeverij Contact, Amsterdam

Der Roman beginnt in einer kleinen beschaulichen Neubausiedlung am Rande einer Großstadt, wo die Mütter mit der Verschönerung von Haus und Garten und der Umsorgung der Kinder beschäftigt sind, während die Väter tagsüber in die Stadt zum Arbeiten fahren, also eine typische Vorstadtidylle. Das sechsjährige Mädchen Loes hingegen wohnt mit ihrer unverheirateten Mutter und den beiden Männern, den Lucos, im alten Pfarrhaus. Die anderen Kinder spielen gerne bei Loes, da man dort alles darf, ein umgeschütteter Saft bedeutet hier kein Weltuntergang, im Gegensatz bei ihren eigenen Müttern. Eines Nachts wird der Vater von Loes Freund Thomas tot aufgefunden. Loes Mutter wird des Mordes beschuldigt. War sie es wirklich, was steckt dahinter? Für Loes beginnt jedenfalls ein Alptraum.

Der Spiegel schrieb "Einfühlsam und fesselnd", der Deutschlandfunk: "Renate Dorrenstein ist eine Meisterin des psychologischen Thrillers". So steht es auf den Buchumschlagseiten. Und ich finde, besser kann man es nicht ausdrücken. Ich habe von der Autorin kürzlich "Der Ausflug" gelesen und bin so auf sie aufmerksam geworden. Dieses Buch finde ich mindestens ebenso fesselnd und wenn ich weitere Bücher von ihr finde, lese ich sie gewiss auch. Man fühlt sich beim Lesen in die Hautdarstellerin Loes hineinversetzt und hofft natürlich auf ein gutes Ende.

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Blauwasserleben

Blauwasserleben - Eine Weltumseglung, die zum Alptraum wurde

Heike Dorsch

5 Sterne

Gelesen als eBook im August 2014.
Vollständige E-Book-Ausgabe der im Piper Verlag erschienenen Buchausgabe 1. Auflage 2012.

Bei Heike Dorsch und Stefan Ramin reift immer stärker der Gedanke, eines Tages ihr altes "erfolgreiches" Leben hinzuwerfen und mit einem Katamaran die Weltmeere zu bereisen. Eines Tages wird aus ihrem Traum endlich Wirklichkeit. Sie entdecken auf ihrer Reise viele wunderschöne Orte, reisen übers Mittelmeer, auf den Atlantik, besuchen die Karibik, lassen sich durch den Pananmakanal auf den Pazifik schleusen und besuchen die traumhaften Südseeinseln. Auf der Marquesas Insel Nuku Hiva passiert dann am 9. Oktober 2011 das Unfassbare, Stefan wird ermordet.

Man mag sich fragen, warum die Autorin so ein grauenvolles Ereignis in einem Buch der Öffentlichkeit schildert. Sie schreibt in ihrer Einleitung, dass sie dies tut, um etwas in den Händen zu halten, aber auch, um loslassen zu können. Je mehr Menschen sie diese furchtbare Geschichte erzählt, desto realer wird es für sie. Ich habe dieses Buch gelesen, da mich die Themen Weltreisen oder Reisen zu entlegenen Teilen der Welt immer sehr interessieren. Dass diese Reise nun so endet ist schrecklich. Aber ich glaube nicht, dass es an der Reise oder an den Menschen auf den bereisten Inseln liegt, dies oder ähnliches hätte überall auf der Welt und auch zuhause passieren können. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir übrigens sehr gut, man erfährt viel über Land und Leute der bereisten Ziele.

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Der Mühlstein

Margaret Drabble

Gelesen: Februar 2005 / Knaur Taschenbuch 1987 - die Originalausgabe erschien 1965 unter dem Titel "The Millstone"

Rosamund lebt in London in der Wohnung ihrer Eltern, die zur Zeit in Afrika arbeiten. Plötzlich ist sie schwanger. Sie bringt ihr Kind zur Welt und schließt ihr Studium mit einer Doktorarbeit ab.

Tja, mehr kann man eigentlich zum Inhalt des Buchs nicht sagen, denn es enthält nicht mehr auf seinen 300 Seiten. Ich fand es ganz nett bis langweilig.

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Eine amerikanische Tragödie

Theodore Dreiser

Gelesen im August / September 2002
Paul Zsolnay Verlag 1927 in 3 Bänden

Es ist die traurige Geschichte eines jungen Amerikaners, Sohn einer Predigerfamilie. Er verliebt sich in die Tochter eines armen Bauern, das er verführt. Eines Tages sieht er seine Chance zum sozialen Aufstieg, aber die Folgen seiner Liebe zu dem Mädchen hindern ihn daran. Er sieht keinen anderen Ausweg sie loszuwerden, als sie zu ermorden.

Der 3 bändige Roman ist fesselnd vom Anfang bis zum Schluss. Einer der besten Romane, die ich überhaupt gelesen habe! Der Autor versteht es durch seine detaillierte Beschreibung den Leser in die Hauptperson so gut hineinzuversetzen, dass man vollstes Verständnis für ihn aufbringt. Ich kenne wenig Autoren, die so treffend beschreiben können. Die Haupthandlung des Romans spielt in und in der Nähe der Adirondacks im Staate New York.

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Schwester Carrie

Theodore Dreiser

Gelesen im Oktober 2002
Rowohlt Hamburg, 1953 (Originalausgabe erschien: 1907 "Sister Carrie")

Carrie, aus armen Verhältnissen stammend, versucht in Chicago einen Job zu bekommen. Aus finanzieller Not wird sie die Geliebte eines Handelsreisenden. Sie gibt ihn auf, um seinen reichen Freund zu heiraten, der um ihretwillen Familie und Vermögen im Stich lässt. Sie fliehen nach New York, wo er, früher angesehener Geschäftsführer ohne Arbeit bleibt, während sie eine Schauspielkarriere startet und ihren Mann verlässt.

Kein Vergleich zu dem Buch "Eine amerikanische Tragödie". Es ist langweilig vom Anfang bis zum Ende. Zwischendurch läßt der Autor ein paar weise Sprüche vom Stapel.

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Allgemeinbildung für Angeber

Gerald Drews und Pat Lauer

Gelesen im November 2002
Orbis Verlag 2002

Sachbuch/Geschichte: In ironisch-unterhaltsamen Stil werden die letzten 3000 Jahre Geschichte Europas im Schnelldurchgang durchlaufen. Weiterhin werden auch berühmte Namen, Kunst, Literatur und Naturwissenschaften gestreift.

Das Buch soll allen dienen, die beim nächsten Party-Smalltalk brillieren wollen. So drücken es zumindest die beiden Autoren aus. Ihre Schreibweise schläfert nicht ein, wie es bei manchen Geschichtsbüchern der Fall ist, sondern man freut sich wirklich auf die nächsten Kapitel.

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Stilles Vermächtnis

Sabine Durrant

Gelesen als eBook im November 2015
Verlag: Pendo am 30. März 2015.

Vor einem Jahr wurde Lizzies Mann Zach beerdigt, der bei einem Autounfall ums Leben kam. Lizzie entdeckt an der Unfallstelle einen Zettel mit den Worten: "Für Zach - Xenia". Wer ist Xenia? Hatte Zach eine heimliche Freundin? Lizzie versucht der Sache auf die Spur zu kommen und macht dabei Entdeckungen, die sie glauben lässt, dass Zack noch am Leben ist. Aber wer ist dann die Leiche aus dem Auto?

Die Autorin wechselt in ihrem Thriller immer zwischen Lizzie in der Gegenwart und Zack in der Vergangenheit, bis sich die Kapitel dem Tag des Unfalls nähern. Man kann nicht gerade sagen, dass ich das Buch spannend finde, auch kann ich mich nicht in die Hauptdarstellerin hineinversetzen. Noch ein Buch der Autorin werde ich wohl nicht lesen.

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Selling Bratwurst in Down Under -
Wie ich der Liebe wegen nach Australien auswanderte

Annette Dutton

Gelesen im Juni 2010
2010 Knaur Taschenbuch

Die Autorin lernt auf ihrem ersten Australienurlaub einen Australier kennen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Als ihr Urlaub endet, korrespondieren die beiden in endlosen Mails miteinander. Nachdem ihr Traummann sie schließlich in Deutschland besuchte, entschließt sich Annette in Deutschland alles hinter sich zu lassen und nach Australien an die Great Ocean Road zu ziehen. Es ist nicht einfach, sich in die neue kleine Familie einzugewöhnen. Auch fehlt ihr die Arbeit. Doch eines Tages kommt ihr die Idee...

Die Autorin beschreibt in einem netten, humorvollen Stil über die Schweirigkeiten, die einen als Auswanderer nach Australien erwarten. Das Buch lässt sich wunderbar lesen und ich würde mich über ein Folgebuch aus Cairns, wo sie jetzt lebt, sehr freuen.

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Das Geheimnis jenes Tages

Annette Dutton

Gelesen als eBook im November 2016
Verlag: Knaur Taschenbuch: 1. September 2015.

Die Archäologin Nadine möchte Knochenfunde an einen Aborigine-Stamm zurückgeben, die deutsche Wissenschaftler im 19. Jahrhundert auf nicht ganz legale Weise an sich brachten und nach Deutschland verfrachteten. Unter diesen Wissenschaftlern befand sich die bekannte Sammlerin und Naturforscherin Amalie Dietrich, wobei man ihr bisher nie nachweisen konnte, ob sie daran beteiligt war oder nicht. Jedenfalls weist eines der Skelette Schussspuren auf. Wurde der Mensch etwa aus Forschungszwecken ermordet? Nadine und ihre Tochter Alina reisen nach Australien, Nadine, um die Skelette zurückzugeben und Alina, um Australien auf eigene Faust als Backpackerin zu erkunden. Plötzlich verschwindet Alina spurlos. Die Polizei vertröstet Nadine und glaubt nicht recht an ein Verbrechen. Nadine begibt sich daraufhin selber auf die Suche nach ihrer Tochter.

Die Autorin wechselt in dem Buch mit ihren Erzählungen zwischen dem Lebenslauf der Naturforscherin Amalie Dietrich und der Geschichte von Alina und ihrer Mutter Nadine. Zwar finde ich den Thriller ganz interessant und spannend geschrieben, aber die Geschichte von Alinas Verschwinden finde ich ein bisschen zu dick aufgetragen. Ich hätte es besser gefunden, wenn Amalie Dietrichs Geschichte mehr in den Vordergrund gerückt wäre, zumal ja auch der größte Teil des Buchs von dieser Geschichte in Anspruch genommen wird.

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