Sabines völlig subjektiven Buchtipps

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Autoren beginnend mit K

Autor

Titel

Genre

Meine
Bewertung

Nicola Kaulich-Stollfuß Ein Jahr in Singapur - Reise in den Alltag Reiseerlebnisse
Erich Kästner Pünktchen und Anton Jugendroman
Bernd Keiner Quer durch den roten Kontinent Reiseerlebnis
Claire Kendal Du bist mein Tod Thriller
Kevin Kertscher Afrika solo Reiseerlebnis
Andreas Kieling /
Irena Bischoff
Yukon-River-Saga Reiseerlebnis
Andreas Kieling Meine Expeditionen zu den Letzten ihrer Art Expeditionen
Carol Kloeppel Dear Germany Erfahrungsbericht
Klüpfel / Kobr Milchgeld Krimi
Mario Ludwig & Friedrich Kögel Natur - Rätsel, Fakten und Rekorde Natur
Juliane Koepcke Als ich vom Himmel fiel Erlebnisbericht
Sabine Kornbichler Majas Buch Roman
Sabine Kornbichler Der gestohlene Engel Roman
Sabine Kornbichler Die Todesbotschaft Roman
Sabine Kornbichler Das Verstummen der Krähe
(Mahlo-Reihe, Band 1)
Krimi
Sabine Kornbichler Die Stimme des Vergessens
(Mahlo-Reihe, Band 2)
Krimi
Sabine Kornbichler Das böse Kind
(Mahlo-Reihe, Band 3)
Krimi
Sabine Kornbichler Wie aus dem Nichts Krimi
Ramon Kramer Ich weißer Mann, du Indianer gut! Erlebnisbericht
Rudi und Bettina Kretschmer Südwärts durch Lateinamerika Reiseerlebnis
Dieter Kreutzkamp Rund um den roten Kontinent Reiseerlebnis
Dieter Kreutzkamp Am schönsten Ende der Welt Neuseeland Reiseerlebnis
Andrian Kreye Geschichten vom Ende der Welt Erzählungen
Kobie Krüger Ich trage Afrika im Herzen Erlebnisbericht
Sabine Kuegler Dschungelkind Erlebnisbericht
Sabine Kuegler Ruf des Dschungels Erlebnisbericht

Nicola Kaulich-Stollfuß

Ein Jahr Singapur - Reise in den Alltag

Nicola Kaulich-Stollfuß

4 Sterne

Gelesen als E-Book im Juni 2014,
Die Originalausgabe erschien im Herder Verlag 2013.

Eines Tages wurde die Autorin von ihrem Mann gefragt, was sie davon halten würde zusammen mit ihm für eine Zeit nach Singapur zu ziehen. Seine Firma wird ihm dies wahrscheinlich anbieten. Die Grundschullehrerin fragt sich "Singapur??? Wo um Himmels Willen liegt das". Schließlich ist es soweit, die beiden packen ihre sieben Sachen und ziehen nach Singapur. Sie berichtet, wie es ihnen in dem Stadtstaat ergeht, von der Wohnungssuche, dem Oktoberfest, den Eigenheiten der Singapurer, von den Gegensätzen, auf der einen Seite Konsumtempel und der anderen Seite werden uralte Traditionen gepflegt, von der vollen Stadt und dem gemütlichen Naturreservat nebst Krokodilen. Sie erzählt von dem Vielvölkergemisch und wie gut das funktioniert.

Eine nette Lektüre für Zwischendurch, nicht sehr tiefgreifend, aber unterhaltsam und für mich dient es zur Einstimmung eines 2-tägigen Stopovers in Singapur in diesem Jahr.

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Pünktchen und Anton

Erich Kästner

Gelesen im Dezember 2003
Cecilie Dressler Verlag Berlin (eine Jahresangabe finde ich nicht).

Pünktchen ist die Tochter des reichen Spazierstockfabrikanten Pogge und Anton ist ihr bester Freund. Jeden Abend steht Pünktchen mit ihrem Kindermädchen, Fräulein Andacht auf der Straße um Geld mit dem Verkauf von stibitzten Streichhölzern für Fräulein Andachts Bräutigam zu erbetteln. Anton, der seine arme und kranke Mutter versorgen muss verkauft auf der anderen Straßenseite Schnürbänder. Dabei lernten sich die beiden Kinder kennen.

Eigentlich ist es ein Kinderbuch, aber es soll auch für diejenigen Erwachsenen geeignet sein, die "Sinn für junge Menschen haben". So steht es auf dem Schutzumschlag der Originalausgabe. Ich habe das Buch eigentlich per Zufall aus dem Regal gezogen, weil ich einen kurzen Roman für vier Tage (bis Heiligabend) suchte und las es aus Versehen in zwei Stunden an einem Tag durch. Mit anderen Worten, es ist humorvoll und wirklich nett geschrieben.

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Quer durch den roten Kontinent

Bernd Keiner

Gelesen im Dezember 2000
1999 6. Auflage / (Originalausgabe: 1989).

Erlebnisbericht: Kreuz und quer durchstreift der Autor monatelang Australien. Er paddelt alleine durch den Kakadu Nationalpark, schürft mit einem Freund in Coober Pedy nach Opalen, reist per Anhalter mit einem Truck usw.

Ganz informativ und unterhaltend.

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Du bist mein Tod

Du bist mein Tod

Claire Kendal

Gelesen als eBook im August 2015.
Ullstein Buchverlag GmbH, Berlin 2014.
Die Originalausgabe erschien 2014 unter dem Titel "The Book of You".

Clarissa wird seit einiger Zeit von ihrem Kollegen Rafe gestalkt. Es wird so schlimm, dass sie sich bald nicht mehr aus ihrer eigenen Wohnung traut. Täglich warten Briefe, Blumen, Pakete auf sie. Rafe scheint alles über sie zu wissen, er durchsucht ihren Müll, lauert ihr in Hauseingängen und in Parks auf und droht ihr immer häufiger. Langsam wird ihr bewusst, dass sie in Lebensgefahr schwebt. Aber was soll sie der Polizei erzählen? Nach außen verhält Rafe sich wie ein Gentleman.

Mal ein etwas anderes Thema für einen Thriller! Mir gefällt der Schreibstil der Autorin, auch ist das Buch nach meinem Geschmack sehr spanned geschrieben. Was mir an dem Buch nicht so gut gefällt und ich etwas nervig finde, ist die ausführliche Beschreibung der Gerichtsverhandlung, der Clarissa als Geschworene beisitzt.

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Afrika solo (Eine Reise)

Kevin Kertscher

Gelesen im Juli 2001
Ulstein Taschenbuchverlag 1. Auflage 2001 (die Originalausgabe erschien 1998).

Reisebericht: In den achziger Jahren reiste der amerikanische Autor teils zu Fuß, teil per Bus und teils per Anhalter ganz alleine durch die Sahara und anschließend durchquerte er Afrika von West nach Ost. Er begegnete den verschiedensten Menschen, traf auf Berggorillas und vieles mehr.

Er schildert seine Erlebnisse recht spannend. Nach diesem Buch weiß ich ganz sicher, dass ich solche Reiseberichte zwar regelrecht verschlingen kann, aber niemals so etwas selbst erleben möchte.

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Yukon-River-Saga

Andreas Kieling / Irena Bischoff

Gelesen im Apil 2009
Weltbild Buchverlag 2008, die Originalausgabe erschien 1995 im Schweizer Verlagshaus.

Andreas (der Autor), Birgit (seine Freundin), Michael (ein Freund) und Kim (der Hund von Andreas) brechen zu einer abenteuerlichen Safari auf und zwar wollen sie mit dem Kanu den 3200 km langen Yukon River in seiner vollen Länge von seiner Quelle in Kanada bis zur Mündung in Alaska befahren. Michael begleitet die beiden nur ein Stück weit, dann fährt das Paar alleine weiter. In der rauhen, kalten Wildnis erleben sie hautnahe Tierbegegnungen mit Wölfen, Bären, Elchen und natürlich auch Mückenschwärmen..

Da ich diesen Teil der Erde überhaupt nicht kenne, hat mich das Buch gereizt. Ich wollte etwas über Alaska lesen. Der Autor hat die Gabe sich so auszudrücken, dass man sich gedanklich in das Geschehen hineinversetzen kann. Man fühlt beim Lesen die Kälte, die Einsamkeit, freut sich über die Tierbegegnungen, kann sich den rauhen Menschenschlag dort vorstellen. Ich habe einige Kritiken zu dem Buch gelesen, in denen behauptet wird, die geographischen Angaben stimmen nicht ganz, das kann ich aber nicht beurteilen, ist mir eigentlich auch egal, da ich die Ecke nicht kenne. Das Buch eignet sich hervorragend zum einfach vor sich hinzulesen am Strand, im Bett, im Zug, ohne dass man sich aufregen oder zu sehr konzentrieren muss. Ich will damit nicht sagen, dass ich es schlecht finde, ich finde es ganz unterhaltsam, aber nicht gerade prickelnd.

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Meine Expeditionen zu den Letzten ihrer Art

Andreas Kieling

Gelesen im Mai 2011
Malok National Geographic, ungekürzte Taschenbuchausgabe Piper Verlag GmbH, Januar 2011. Die Originalausgabe erschien 2009.

Dokumentarfilmer Andreas Kieling erzählt in diesem Buch über seine Expeditionen zu folgenden Zielen:
- Eisbären in Kanada und Spitzbergen
- Asiatische Löwen in Indien
- Leistenkrokodile in Australien
- Braunbären und Wölfe in Rumänien
- Marco-Polo-Argalis und Schneeleoparden in Kirgisistan
- Komodowarane in Indonesien
- Berggorillas in Ruanda.

Man mag meinen, dass Erzählungen über Expeditionen lange nicht so interessant sind wie Filme oder Bilder. Aber mir gefällt der Erzählstil des Autors und auch seine Abenteuer selber. Besonders erstaunt war ich über die Komodowarane, die Braunbären in Rumänien, die dort zum täglichen Leben gehören und die Berggorillas. Man erfährt nebenbei auch eine Menge über die Lebensumstände der Menschen in den jeweiligen Gebieten. Ich kann das Buch nur wärmstens weiterempfehlen.

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Dear Germany

Carol Kloeppel

Gelesen im Mai 2008
Gustav Lübbe Verlag, 2008, Originalausgabe.

Die Amerikanerin Carol Kloeppel lernt in den USA ihren jetzigen Mann kennen, einen Deutschen, und zieht mit ihm 1992 nach Deutschland. Inzwischen hat sie sich hier eingelebt und ein zweites Zuhause gefunden, aber die Eingewöhnung war nicht immer einfach. Manches erscheint merkwürdig für Amerikaner. Es beginnt schon mit sprachlichen Problemen bzw. Mißverständnissen, wenn die Autorin versehentlich behauptet, ihre Tochter wäre erstochen worden, statt von einer Biene gestochen. Kostspielig und umständlich findet sie auch die Sitte der Deutschen bei Umzügen sogar die Küche und die Lampen mitzunehmen usw..

Was wir Deutschen so für Eigenheiten haben, erfährt man natürlich am besten von Außenstehenden. Die Autorin schreibt sehr witzig und bei vielen Punkten denkt man sich "Ach - diese Sache wäre mir nie als etwas Besonderes aufgefallen". Sie schreibt auch, was ihr hier besser gefällt und was in den Staaten. Also ein richtig nettes Buch für zwischendurch.

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Milchgeld

Volker Klüpfel, Michael Kobr

Gelesen im März 2007
Piper Verlag GmbH, München - 11. Auflage 2007 (1. Auflage erschien im Januar 2005).

Kaum hat Kommissar Kluftingers seine geliebten Kässpatzen verspeist und sich für die unliebsame Musikprobe umgezogen, wird er zu einem Mord in seinem Allgäuer Heimatort Altusried gerufen. Das gab es in seiner Amtszeit noch nie! Vor dem Hintergrund des schönen Allgäus, klären Kluftinger und sein Team den Mord des Lebensmittelchemikers des hiesigen Milchwerks auf. Sie entdecken dabei einen scheinbar vergessenen Verrat, stoßen auf Betrug, aber lesen Sie selbst ...

Derselbe Fall in einer anderen Umgebung wäre ein 08/15-Krimi geworden, mit einer Handlung, wie man ihn in jedem dritten Tatort verfolgen kann. Aber was mir an dem Buch gefällt, sind einmal die Beschreibung des Allgäus, es tauchen immer wieder bekannte Orte auf und zum anderen der Kommissar, der sehr menschlich und liebenswert dargestellt wird. Diese Punkte haben mich zu der Vergabe von vier Punkten veranlasst. Außerdem ist es ein besonderes Buch für mich, weil es ein Geschenk für Manfred und mich ist.

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Natur - Rätsel, Fakten und Rekorde

Mario Ludwig, Friedrich Kögel

Gelesen im April 2007:
BLV Buchverlag GmbH & Co.KG, München - Originalausgabe 2005.

In dem Buch erfährt man in lockerer Form viele staunenswerte und interessante Dinge aus dem Bereich der Natur. Es ist in 15 Kapitel unterteilt:
Säugetiere, Vögel, Tiere der Urzeit, Amphibien und Reptilien, Fische, Insekten und Spinnen, Wirbellose Meerestiere, Einzeller, Alles über Sex, Die Welt der Sinne, Bäume und Sträucher, Blumen, Gräser-Farne-Moose, Pilze-Algen-Flechten, Leben im Extremen.

Da der Stil recht locker gehandhabt wird, lassen sich die einzelnen Artikel in den Kapiteln recht gut zwischendurch lesen. Wussten Sie, dass Pottwale bis zu 3000 Meter tief tauchen können, Menschen nur 168 Meter? Oder dass man unter einer Algenblüte nicht ein Blühen einer Pflanze versteht, sondern die plötzliche massenhafte Vermehrung der Algen? Oder wussten Sie, dass der Kiefer eines Krokodils mit einem Gummiband verschlossen werden kann? ;-) Solche und viele andere Artikel findet man in diesem Buch.

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Als ich vom Himmel fiel

Juliane Koepcke

Gelesen im September 2012 als E-Book
Vollständige E-Book-Ausgabe der im Piper Verlag erscheinenden Buchausgabe. 1. Auflage 2011

Am 24. Dezember 1971 wollten die 17-jährige Juliane Koepcke und ihre Mutter von Lima in den Dschungel zu ihrem Vater fliegen. Mitten über dem peruanischen Regenwald stürzte die Maschine ab. Die 17-jährige überlebte als einzige das Unglück. Während sich Juliane verletzt durch den Dschungel kämpfte, um Hilfe zu suchen, entdeckten die Suchmannschaften keine einzige Spur vom abgestürzten Flugzeug und auch nicht von Juliane. Nach 11 Tagen stieß das Mädchen auf einen zeitweilig bewohnten Unterstand. Sie hatte Glück, Männer, die dort arbeiteten fanden sie und brachten sie zur nächsten Stadt. Juliane Koepckes Vater wollte seine Tochter vor dem schrecklichen Medienrummel in Lima schützen und schickte sie anschließend zum Studium nach Deutschland. Jetzt setzt sich die Biologin für den Erhalt des Peruanischen Urwaldes ein.

Vor knappen 4 Wochen hörte ich zum erstenmal von der Autorin. Mein Mann und ich verbrachten kürzlich einen 3-wöchigen Urlaub in Peru, unter anderem besuchten wir am Rio Tambopata die Cayman Lodge Amazonia. Unser Guide erzählte uns von Juliane Koepcke. Zuhause angekommen bestellte ich mir sofort dieses E-Book und habe es nicht bereut. Die Autorin schildert spannend aber sachlich, warum ihre Eltern im Dschungel lebten, wie es zu dem Unfall kam, wie sie überlebte und wie auch ihre eigene Liebe zur Natur gewachsen ist. MIt diesem Buch hat die Autorin bestimmt auch viele Gerüchte, die um sie entstanden sind, ausgeräumt. Ich kann es nur empfehlen, besonders wenn man vor hat, den Urwald Perus zu besuchen.

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Majas Buch

Sabine Kornbichler

Gelesen im November 2003
Knaur 2003 (Originalausgabe erschien 2002 im gleichen Verlag).

Journalistin Ellen erhält den Auftrag den Wiesbadener Maler Philip Sanden in Südtirol zu interviewen. Sie verliebt sich in den 25 Jahre älteren Künstler. Kurze Zeit später kommt er beim Klettern in den Bergen ums Leben. Sie begibt sich auf die Suche nach Philips Leben und erfährt nicht nur Gutes.

Für meinen Geschmack fehlt dem Buch etwas "Pepp". Man liest das Buch bis zum Ende, ohne dass irgendetwas interessantes passiert, es plätschert immer gleichmäßig dahin. Auf alle Fälle leidet man nach dem Lesen nicht an Schlafstörungen. Ich glaube, dass ich mich in vier Wochen nicht mehr an diesen Roman erinnern kann.

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Der gestohlene Engel

Sabine Kornbichler

Gelesen im Mai 2009:
Weltbild Verlag, die Originalausgabe erschien 2008 im Knaur Verlag.

Ariane, gesteht ihren beiden engsten Freundinnen, dass sie unter Krebs leidet und nicht mehr lange zu leben hat. Sie bittet ihre beiden Freundinnen Sophie und Judith dafür zu sorgen, dass ihre 8-jährigen Tochter Svenja bei Judith aufwachsen soll und nicht bei ihrem Exmann. Sie erzählt ihren Freundinnen, dass ihr Exmann nicht der Vater sei, vom richtigen Vater hätte sie als Andenken nur einen Schutzengel. Sophie begibt sich auf die Suche nach dem ursprünglichen Besitzer des Schutzengels und stößt dabei auf allerlei Merkwürdigkeiten.

Der Roman lässt sich ganz gut hintereinander weglesen, aber die Geschichte ist für meinen Geschmack recht weit hergeholt. Auf dem Schutzumschlag wird versprochen "Höchste psychologische Spannung garantiert". Davon habe ich leider nichts bemerkt.

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Die Todesbotschaft

Sabine Kornbichler

Gelesen als eBook im September 2012:
Copyright der Originalausgabe 2010 by Knaur Verlag

Die in Berlin wohnende Finja fliegt nach München zur Beerdigung, da Bruder und Mutter ihres Schwagers bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen sind. Es bleibt leider nicht bei dem Unglück. Bei einer Bergwanderung stürzt eine junge Frau in den Tod und eine weitere wird getötet, als sie Einbrecher auf frischer Tat erwischt. Was verbindet diese Menschen miteinander? Alle Toten sind engste Verwandte der Partner einer Detektei. Wer steckt dahinter?

Trotz vieler Toter ein recht ziemlich in die Länge gezogener Krimi mit sehr langweiligen Passagen. Sogar zum Ende zu muss man als Leser noch ertragen, wie Finja ihrem Vater moralische Vorträge hält. Alles in allem finde ich den Roman lesbar, aber nicht gerade der Hit.

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Das Verstummen der Krähe

Das Verstummen der Krähe -
(Kristina-Mahlo-Reihe, Band 1)

Sabine Kornbichler

Gelesen als eBook im April 2016.
Die 1. Auflage der E-Book-Ausgabe ist im Piper Verlag 2014 erschienen. Die Originalausgabe erschien 2013 im Piper Verlag.

Krimi: Dies ist der 1. Band der Kristina-Mahlo-Reihe von Sabine Kornbichler. Die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo erhält einen nicht ganz gewöhnlichen Auftrag. Eine Verstorbene vererbt fünf Erben ein beträchtliches Vermögen, unter der Bedingung, dass Kristina den Mord aufklärt und jeglichen Zweifel ausräumt, dass einer der fünf Erben den Mord verübt hat, für den ihr Mann, ihrer Meinung nach, unschuldig im Gefängnis saß. Obwohl für Kristina auch eine beträchtliche Summe bei Übernahme des Falls herausspringt, möchte sie den Fall anfänglich ablehnen, denn sie glaubt auch nicht mehr als die Polizei herauszufinden. Als sie aber in der Wohnung der Toten eine Verbindung zu ihrem verschollenen Bruder Ben entdeckt,  nimmt sie den Fall an.

Auf diese Krimireihe bin ich durch den 3. Band der Kristina Mahlo Reihe gestoßen. Der hat mir so gut gefallen, dass ich mir auch den 1. Band gekauft habe. Ich wurde nicht enttäuscht. Mir gefällt das Thema, aus Sicht einer Nachlassverwalterin einen Fall zu bearbeiten und auch das Drumherum gefällt mir, ihre Angestellte, die familiäre Atmoshäre auf dem Hof und vor allem der Handlungs- und Wohnort in den Münchner Stadtteilen Obermenzing und Pasing. Ich kann mich gut in diese Umgebung hineinversetzen, da ich dort lange Zeit mit dem Rad durchgefahren bin. Wäre mir das Umfeld nicht so vertraut, wüsste ich nicht, ob mir der Krimi gefallen würde, denn es sind doch einige unlogische Passagen darin, wie zum Beispiel, dass Kristina nach einem Überfall die Polizei nicht verständigt oder auch nach anderen Vorkommnissen die Polizei außen vor lässt. Den 2. Band werde ich auf alle Fälle auch lesen.

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Das böse Kind -
(Kristina-Mahlo-Reihe, Band 2)

Sabine Kornbichler

Gelesen als eBook im Juli 2016.
Verlag: Piper ebooks (11. August 2014).

Kristina Mahlo erhält einen neuen Auftrag als Nachlassverwaltrerin bei dem Verstorbenen Albert Schettler. Herr Schettler fühlte sich verfolgt und hinterließ nach seinem Tod seiner Nachlassverwalterin die Nachricht, dass er ermordet wurde. Der Name des Mörders stünde auf einem Papier, welches er im Schließfach hinterlegt hätte. Anfangs nahm Frau Mahlo seine Worte nicht ernst, denn er litt ihrer Meinung nach unter Verfolgungswahn. Als sie die Unterlagen jedoch aus dem Schließfach holte wurden sie ihr beim Transport gestohlen. Litt Herr Schettler vielleicht doch nicht unter Verfolgungswahn. Steckt vielleicht doch mehr dahinter? Kristina Mahlo wird neugierig und ermittelt.

Dieser zweite Teil der Kristina Mahlo-Reihe gefällt mir am wenigsten von den dreien, die ich bisher gelesen habe. Die Handlung ist für meinen Geschmack zu weit hergeholt, unübersichtlich und sehr in die Länge gezogen. Ich habe zwei Anläufe gebraucht mich durch das Buch zu kämpfen. Was mir an diesem Band, wie auch an den beiden anderen Bänden jedoch immer wieder gefällt, ist die familiäre Athmosphäre, die in dem Buch herrscht. Inzwischen kenne ich das Umfeld von Frau Mahlo und fühle mich dort fast wie zu Hause :-) Ich hoffe, dass die Handlung im 4. Band (gibt es den eigentlich?) wieder interessanter ist, so wie im ersten und dritten Band.

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Das böse Kind -
(Kristina-Mahlo-Reihe, Band 3)

Sabine Kornbichler

Gelesen als eBook im Februar 2016.
Verlag: Piper ebooks (19. Oktober 2015).

Kriminalroman (Kristina-Mahlo-Reihe, Band 3):
Eine junge Frau rennt plötzlich voller Panik auf die Straße vor ein Auto und stirbt. Der Nachlassverwalterin Kristina Mahlo kommt das merkwürdig vor und beginnt nach HInweisen auf das seltsame Verhalten im Nachlass der Toten zu suchen. Was hat die junge Frau dermaßen in Angst und Schrecken versetzt?

Dieser Krimi von Sabine Kornbichler hat mich angenehm überrascht. Drei Bücher, die ich bisher von ihr gelesen habe, fand ich eher mittelmäßig und deshalb hatte ich auch keine großen Erwartungen an dieses Buch. Gekauft habe ich es mir trotzdem, da ich für eine Bahnfahrt unbedingt einen Krimi/Thriller gesucht habe und keinen anderen auf Anhieb fand, der mir zusagte. Im Nachhinein bin ich froh dieses Buch gelesen zu haben, denn ich finde es richtig schön spannend und was mir nebenbei auch gefällt, ist die Location des Buchs. Die Protagonistin wohnt in einem Stadtteil Münchens, durch das ich ca. 9 Jahre lang, täglich mit dem Fahrad gependelt bin, so dass ich den Stadtteil einigermaßen kenne, was die Handlung für mich noch interessanter macht. Dass dieser Band der dritte Teil einer Krimireihe ist, wusste ich bis zum Schluss nicht. Der Leser erhält trotzdem alle Hintergrundinformationen die zum Verständnis dieses Bandes nötig sind. Demnächst werde ich mir auch den 1. Band dieser Reihe besorgen.

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Wie aus dem Nichts

Sabine Kornbichler

Gelesen als eBook im Juni/Juli 2017
Piper Verlag GmbH, München/Berlin September 2016, Originalausgabe.

Krimi: Dana, frisch in Alex verliebt, glaubt das Alex Noch-Freundin Biggi zu Besuch kommt, als es an der Haustür schellt. Alex will mit seiner Ex-Freundin Schluss machen und es ihr schonend beibringen, darum soll sich Dana erst mal verstecken. Aber es kommt anders als gedacht. Dana hört aus ihrem Versteck heraus splitterndes Glas und rumoren. Kurz darauf tritt Stille ein und sie beobachtet wie ein Mann mit Maske ihre Handtasche durchwühlt und ein Päckchen hineinsteckt. Nachdem der Mann gegangen ist, sieht Dana ihren Freund und die fremde Frau erschossen am Wohnungseingang liegen. Warum mussten die beiden sterben?

Zwar ist dieser Krimi nicht aus der Christina Mahlo Reihe, die ich so gerne gelesen habe, aber ich finde diesen Krimi trotzdem spannend und unterhaltsam. Die Geschichte ist gut konstruiert und ich wusste bis kurz vor Schluss nicht, wer der Mörder letztendlich war.

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Ich weißer Mann, du Indianer gut!

Ramon Kramer

Gelesen im September 2009
Rowohlt Taschenbuch Verlag, September 2008.

Ramon Kramer ist solange er denken kann Indianerfan. Er verschlang alle Western und sein Berufswunsch von kleinauf war es natürlich, Indianer zu werden, was sonst? Nun, als Erwachsener erfüllt er sich endlich seinen Wunsch in seinen geliebten Wilden Westen zu reisen, auf der Suche nach den Indianern. Er besucht dazu die Blackfeet-Indianer in Browning/Montana. Irgendwie ist nun doch vieles anders, als er es sich vorgestellt hat und tritt in mehrere Fettnäpfchen. Er erzählt außerdem vom indianischen Oktoberfest, von einem mehrtägigen Ritt durch Montana, von den Schwierigkeiten eines Tipi-Aufbaus, wie man ein Hörnchen erlegt, wie er schließlich zu seinem Blackfeet-Namen kam und viele Geschichten mehr.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, kein bisschen langweilig, es ist witzig und spritzig geschrieben, dazu auch noch interessant. Der Autor besitzt die so seltene Gabe über sich selbst lachen zu können und das gerade bei so einem Thema, wo ich eher einen erhobenen Zeigefinger befürchtet habe. Ach ja, der Erlebnisbericht ist entstanden nachdem der Autor 15 Mal zu den Blackfeet-Indianern reiste.

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Südwärts durch Lateinamerika

Rudi und Bettina Kretschmer

Gelesen im März 2011:
1. Auflage 11 / 2002 Reise Know-How Verlag

Die vom Fernweh geplagten Autoren Rudi und Bettina Kretschmer, beschließen mit ihren beiden Kindern mit einem Wohnmobil in einem Zeitraum von zwei Jahren von San Francisco nach Feuerland zu reisen. Nachdem sie in den USA ein passendes Wohnmobil gefunden haben, starten sie ihre Reise durch die atemberaubenden Nationalparks der USA, weiter gehts durch Mexiko, wo sie sich eine Auszeit vom Reisen nehmen und drei Monate in San Miguel de Allende verweilen. Es folgen die Länder Kuba (nicht mit WoMo), Belize, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Venezuela mit seinem höchsten Wasserfall der Welt, Brasilien, wo sie endlich nicht mehr von Polizeikontrollen angehalten werden, Uruguay, Argentinien - Natur pur und Chile.

Das meiste beschreibt Rudi Kretschmer, aber zwischendurch liest man auch immer wieder mal Passagen von Bettina Kretschmer. Mir gefällt die Mischung der beiden, die Artikel ergänzen sich. Die Autoren schreiben sehr informativ über Land und Leute, wie man es in dem Verlag gewohnt ist und noch wichtiger, über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem WoMo, ihre Bekanntschaften unterwegs, wie es den Kindern gefällt. Die gesamte Reise war für die vier ein durchweg positives Erlebnis. Am Ende des Buchs findet man noch sehr wichtige Informationen. Einmal, welche Länder ihnen am besten gefielen und dann allgemeine Voraussetzungen:
Fahrzeug: welche Umbauten durchgeführt wurden, welche Ersatzteile benötigt wurden, wann und wie man am besten das Auto kauft und verkauft,
Kartenmaterial,
Reisezeiten,
Visa, Versicherungen, Papiere,
Filmen, fotografieren, E-Mail...,
Medikamente, Impfungen,
Straßen, Grenzen,
Essen und Trinken,
Sprachen,
Gefahren, Übernachten...

Ein ganz tolles Buch - davon wünsche ich mir mehr!

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Rund um den roten Kontinent

Dieter Kreutzkamp

Gelesen im April 2005
1. Auflage Oktober 2003 von National Geographic, Adventure Press.

Reisebericht: Weltenbummler Dieter Kreutzkamp macht sich mit Frau und Tochter auf den Weg, mit einem VW-Bus Australien, auf dem Highway Number One, zu umrunden. Er passiert nahezu alle Klimazonen und berichtet über diese und jene Erlebnisse und Begegnungen.

Ich finde das Buch teils interessant, teils weniger interessant. Manche Erlebnisse beschreibt der Autor sehr bildhaft, dass man sich die Landschaft oder Situation genau vorzustellen vermag. Andererseits beschreibt er endlose langweilige Begegnungen mit Australiern, deren Geschichte mich absolut nicht interessiert. Nach dem Lesen dieses Buches hätte mich wahrscheinlich Australien als Reiseland nie gereizt.

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Am schönsten Ende der Welt Neuseeland

Dieter Kreutzkamp

Gelesen im Oktober 2001
Originalausgabe vom Frederking & Thaler Verlag: 2001 / 1. Auflage.

Reisebericht: Der Autor berichtet von zwei Reisen nach Neuseeland. Die erste Reise führten ihn und seine Frau mit dem Fahrrad auf einer 7 jährigen Weltreise unter anderem nach Neuseeland. Die zweite Reise folgt ein paar Jahre später, und zwar mit einer Pferdekutsche über die Südinsel Neuseelands. Er schreibt von offenen und gastfreundlichen Menschen und schwärmt von der Natur. Er bezeichnet Neuseeland als ein leicht angekratztes Paradies.

Ein schöner Bericht zur Einstimmung einer bevorstehenden Neuseelandreise. Am Ende des Buchs findet man Beschreibungen einiger Tracks und sonstige Tipps und Daten. Ich vermisse nur die Jahresangaben, wann die Reisen stattfanden.

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Geschichten vom Ende der Welt

Andrian Kreye

Gelesen im Januar 2006
Knaur Taschenbuch, Januar 2006, die Originalausgabe erschien 2002.

Eigentlich sagt der Titel schon alles über den Inhalt des Buchs. Der Autor erzählt in 19 Geschichten aus allen Ecken der Welt, was den meisten Menschen hier unbekannt ist und zum Teil unglaublich scheint. Er berichtet zum Beispiel über den neuen Kapitalismus ohne irgendwelche Gesetze, außer dem Faustrecht, in Russland. Weitere Gecshichten: Die kleinen Generäle aus Gaza; Rocker, die sich zur Erlangung der Freiheit selber mit Aids infizieren in Kuba; arbeitslose Elefanten in Thailand; Mörderkinder aus Ruanda...

Wie in jedem Buch mit vielen Geschichten, gibt es interessante und weniger interessante. Darum ist es mir auch sehr schwer gefallen, diese insgesamt zu beurteilen. Manche Erzählungen finde ich so fesselnd, dass ich am liebsten 5 Punkte vergeben würde, manche hinwiederum habe ich überblättert, weil sie mich nicht sonderlich interessieren. Darum sind die 3 Punkte eher eine ungerechte Beurteilung. Meine persönliche Lieblingsgeschichte ist die Erzählung aus Thailand mit den arbeitslosen Arbeitselefanten. Der Schreibstil des Autors lässt sich sehr gut lesen.

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Ich trage Afrika im Herzen

Kobie Krüger

Gelesen im April 2003
Knaur 2003 (Originalausgabe erschien 2001 mit dem Titel "The Wilderness Family. Our Home With Africa's Wildlife").

Die Autorin erzählt die sehr spannende Geschichte ihres Lebens im Krüger Nationalpark. Ihr Mann erhält dort die langersehnte Stelle eines Parkrangers. Sie lebte dort mit ihrem Mann, ihren drei Töchtern und vielen exotischen Tieren.

Die Autorin schildert mit sehr viel Humor ihr ungewöhnliches Leben im Paradies. Sie beschreibt ihre alltäglichen Probleme mit Flußpferden, die ihre Bootsfahrten zum anderen Ufer erschweren, Affen, die im Garten ihre Bäume plündern, Schlangen, mit denen sie sich arrangieren muss. Sie zieht unter anderem einen Honigdachs groß oder ein verwaistes Löwenbaby. Ich war enttäuscht, als ich am Ende des Buchs angelangt war, ich hätte ewig weiterlesen können.

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Dschungelkind

Sabine Kuegler

Gelesen im Oktober 2006:
Knaur Taschenbuch Ausgabe Mai 2006, die Originalausgabe erschien 2005.

Sabine Kuegler, Tochter deutscher Forscher wird in Nepal geboren und verbringt dort die ersten Jahre ihres Lebens. Schließlich wird ein bis dahin unbekannter Stamm in West Papua entdeckt, mitten im Urwald. Sabines Eltern ziehen mit ihren drei Kindern in den Dschungel zu den Fayu, fernab jeglicher Zivilisation, wo sie als Sprachwissenschaftler arbeiten. Sabine lebt dort mit ihren beiden Geschwistern und Eltern bis zu ihrem 17. Lebensjahr. Sie freundet sich mit den Kindern des Stammes an, lernt im Urwald zu Überleben, liebt und sammelt Spinnen und viele anderen Tiere. Als sie 17 Jahre alt wird entscheidet sie sich in einem Schweizer Internat ihr Abitur zu machen. Von heute auf morgen musste sie sich vollkommen umstellen und die Annehmlichkeiten und Unannehmlichkeiten der westlichen Zivilisation kennen lernen, wie Autos, Fernseher, zwischenmenschliche Beziehungen und vieles mehr. Sie erlitt einen regelrechten Zivilisationsschock.

Das Buch fesselte mich von Anfang bis Ende. Man kann es kaum glauben, dass es noch Völker gibt, die fernab ohne Kontakte nach außen leben. Auch mag man kaum glauben, dass die Fayu vor dem Eintreffen der Forscher nur den Kriegszustand oder Blutrache kannten. Erst Sabines Eltern brachten dem Volk den Frieden. Sabine Kuegler schreibt sehr flüssig und mit viel Humor, ich hatte das Buch leider schon in einer Woche durchgelesen.

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Ruf des Dschungels

Sabine Kuegler

Gelesen im Oktober 2006:
Droemer Verlag 2006.

Sabine Kuegler lebte bis zu ihrem 17. Lebensjahr mit ihren Geschwistern und Eltern bei dem Stamm der Fayu in West Papua, einem zur damaligen Zeit, gerade neu entdeckten Stamm. Davon erzählt der erste Teil "Dschungelkind". Die Autorin besuchte dann eine Schule in der Schweiz, lebt mit ihren Kindern in Deutschland, doch sie wird immer wieder vom Heimweh nach West Papua heimgesucht. In diesem Buch schildert sie ihren Besuch im Oktober 2005 bei den Fayu und bei ihrem Vater, der dort als Sprachwissenschaftler arbeitet. Sie erzählt aber nicht nur von ihrem kurzem Besuch, sondern von den Veränderungen der letzten Jahre, von der politischen Lage West Papuas, von den zum Aussterben verurteilten Stämmen, von der wirtschaftlichen Ausbeutung des Landes und von der grausamen Unterdrückung der Bewohner, von dem die Weltöffentlichkeit kaum Notiz nimmt.

Über die Köpfe der Ureinwohner hinweg, hat man 1961 West Papua den Indonesiern zugesprochen. Zwar gab es Wahlen, die Papuaner durften entscheiden, ob sie unabhängig sein oder zu Indonesien möchten, aber diejenigen, die wählen durften, wurden unter Folter durch die Indonesier zur "richtigen" Entscheidung gezwungen. Den Indonesiern geht es bis heute nur um das Land und deren Bodenschätze, ihre Bewohner sind eher lästiges Beiwerk. Stehen sie den Indonesiern bei ihren Vorhaben im Wege, werden sie vertrieben, gefoltert, eingesperrt oder ermordet.

Anfangs dachte ich, es handelt sich bei dem Buch um eine langweilige Fortsetzung des interessanten ersten Teils, wie dies bei vielen Autoren der Fall ist, wenn sie Fortsetzungen schreiben. Aber schon nach ein paar Kapiteln wird ihr Hauptmotiv klar, warum sie dieses Buch schrieb. Es ist nicht bloß ein Wiedersehen mit dem Stamm der Fayu, Ihr Hauptanliegen gilt, der Weltöffentlichkeit zu sagen, was in West Papua seit 40 Jahren bis heute geschieht. Sie mischt sich dazu in die studentische Untergrundorganisation und sammelt mittels Augenzeugenberichten so viel Informationen über das Schicksal der Papuaner, wie nur irgend möglich.

Ich finde das Buch sehr beeindruckend und traurig. Es ist ganz anders als ihr erstes Buch, das hauptsächlich von der heilen Welt im Dschungel erzählt. In meinen Augen ist die Autorin sehr mutig, dass sie dieses Buch veröffentlicht, denn sie wird wohl nicht mehr nach West-Papua einreisen dürfen, zumindest solange nicht, wie es zu Indonesien gehört.

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