Sabines völlig subjektiven Buchtipps

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Autoren beginnend mit M

Autor

Titel

Genre

Meine
Bewertung

Patricia MacDonald Ein Fremder im Haus Psychothriller
Günter Macher Der Fall Bruno Lokalkrimi
John Madison Nothing for Ungood Erzählungen
John and Bettina Madison And good is Seltsamkeiten
David Malouf Die Große Welt Roman
Henning Mankell Das Auge des Leoparden Roman
Gally Marchmont Ziemlich wilde Weintrauben Roman
Francesca Marciano Himmel über Afrika Roman
Sarah Marquis Allein durch die Wildnis Reiseerlebnis
John Marsden Winter Jugendroman
Manuela Martini Outback - Shane O'Connors erster Fall Krimi
Manuela Martini Barrier Reef - Shane O'Connors zweiter Fall Krimi
Manuela Martini Die Insel Thriller
Hisham Matar Im Land der Männer Roman
Miriam Mathabane Mein Herz blieb in Afrika Erzählung
W. Somerset Maugham Südsee-Romanze Roman
W. Somerset Maugham Das ewig Menschliche Erzählungen
W. Somerset Maugham Honolulu Erzählungen
W. Somerset Maugham Meistererzählungen Erzählungen
Ina May Das Grab am See Kurz-Thriller
Laura May Abenteuer Peru - Höllenfahrt durch die Anden Reiseerzählung
Finn Mayer-Kuckuk Tokio Total - Mein Leben als Langnase Erzählungen
Cathy McAllister Angst im Paradies Roman
Alexander McCall Smith Ein Kürbis für Mma Ramotswe Roman
Colleen McCullough Dornenvögel Familiensaga
Colleen McCullough Insel der Verlorenen Familiensaga
Val McDermid Echo einer Winternacht Thriller
Val McDermid Das Lied der Sirenen Thriller
Fleur McDonald Unter den Sternen des Südens Australienroman
Fleur McDonald Wilder Eukalyptus Australienroman
Tamara McKinley Matildas letzter Walzer Roman
Tamara McKinley Das Versprechen des Opals Roman
Tamara McKinley Die Farm am Eukalyptushain Roman
Irene Berres und
Julia Merlot
Mythos oder Medizin Sachbuch
Deon Meyer Tod vor Morgengrauen Krimi
Claudia Metz
& Klaus Schubert
Abgefahren Reiseerlebnis
Barbara Michaels Haus der Wiederkehr Roman
James A. Michener Hawaii Chronik
James A. Michener Die Südsee Erzählungen
Clannon Miller Back & Beyond Roman
Susanne Mischke Totenfeuer Krimi
Pankaj Mishra Benares oder Eine Erziehung des Herzens Roman
Rohinton Mistry Das Kaleidoskop des Lebens Roman
Rohinton Mistry Das Gleichgewicht der Welt Roman
Rohinton Mistry So eine lange Reise Roman
Aneti M. Moimoi Der Traum von den freundlichen Inseln Erlebnisbericht
Sally Morgan Ich hörte den Vogel rufen Roman
Sally Morgan Wanamurraganya Roman
Di Morrissey Der Duft der roten Erde Roman
Di Morrissey Späte Heimkehr Roman
Di Morrissey Das Dornenhaus Roman
Di Morrissey Die Blüten der Wüste Roman
Di Morrissey Der Gesang des Wasserfalls Roman
Di Morrissey Im Licht der Korallenblüte Roman
Tara Moss Killing me softly Thriller
Karin Muller Entlang der Inka-Strasse Selbstdarstellung
Michael Munowitz Physik ohne Formeln Sachbuch
Sarah Murgatroyd Im Land der grünen Ameisen -
Die erste Durchquerung Australiens
Chronik
Gloria Murphy Der Fremde in meinem Haus Thriller
Gloria Murphy Sommeralptraum Thriller

Ein Fremder im Haus

Patricia MacDonald

Gelesen im Januar/Februar 2006
Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, Januar 2006.
Die amerikanische Originalausgabe erschien 1983 mit dem Titel "Stranger in the House".

Psychothriller: Vor elf Jahren wurde Annas 3-jähriger Sohn Paul entführt. Man fand ihn nie. Plötzlich taucht er mit 15 Jahren wieder auf. Was ist damals geschehen?

Das Buch scheint zu Beginn recht interessant zu werden, aber es stellt sich immer mehr heraus, dass es eine ziemlich langweilige und abgedroschene Geschichte ist. Vielleicht hätte ich den Psychothriller 1983, als er veröffentlicht wurde, spannend gefunden, jetzt finde ich ihn schlicht und einfach lahm. Warum der dtv diesen Roman jetzt übersetzen und veröffentlichen musste, ist mir vollkommen schleierhaft.

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Günter Macher

Der Fall Bruno

John Madison

2 Sterne

Gelesen als eBook im August 2013:
Günter Macher, Viechtal, Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

Der zwölfjährige Bruno, der an dem Down-Syndrom leidet, erzählt seinem gleichaltrigem Freund von einer Beobachtung auf dem nachbarlichen Hof, bei der er angeblich einen Mord mit einem Zauberer gesehen hat. Kommissar Geißler nimmt die Beobachtung ernst und durchsucht den Hof nach Spuren eines Mordes. Zwar werden Spuren gefunden, aber kein Toter.

Für einen Lesefreund, der im Bayerischen Wald ansässig ist, ist dieser Regionalkrimi bestimmt recht interessant, ich finde ihn eher ziemlich langweilig. Für meinen Geschmack zu viel wörtliche Rede, zu viel Drumherum um den Kommissar, zu wenig Humor und zu wenig Spannung. Ich hatte Mühe, bis zum Ende durchzuhalten. Aber alles ist Geschmacksache. Der Stoff gäbe ein perfektes Drehbuch für einen 0-8-15 ARD-Tatort.

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Nothing for Ungood

Nothing for Ungood

John Madison

Gelesen im April 2010
Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co KG 2009

Der Amerikaner John aus Oklahoma hat den Versuch gewagt in Deutschland zu studieren, unsere Sprache zu lernen und anschließend in diesem Buch berichtet, was ihm so an Seltsamkeiten bei uns aufgefallen ist, was er vermisst oder auch nicht vermisst. Er erzählt über die Schwierigkeiten deutsch zu lernen, über unsere Kultur, Essen und Trinken, und was noch wichtig ist.

Der Autor erzählt dies auf recht humorvoller Art. Einiges weiß man, einiges ist sicher übertrieben und sind Vorurteile, anderes hinwiederum ist sicher wahr und ganz interessant dies mal von einem Amerikaner zu hören. Im großen und ganzen gesehen ist es sicher kein Schaden, dass Buch nicht gelesen zu haben, aber es war ganz unterhaltsam und ich konnte mir beim Lesen mehrmals das laute Lachen nicht verkneifen.

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And Good is

And Good Is

John und Bettina Madison

Gelesen im Juni 2011:
Copyright Juni 2011 by Bastei Lübbe GmbH & Co. KG.

Die Autoren teilen das Buch, mit dem Untertitel "Amerikanische Seltsamkeiten aus einheimischer Perspektive" in folgende Kapitel auf:
- Was man über Amerika wissen sollte,
- Wissenswertes für den Urlaub in Amerika
- Leben in Amerika
- Besondere Anlässe
- Die fünfzig Bundesstaaten
- Fun tips & facts mit Amerika-Quiz.

Nach den ersten Seiten dachte ich, wie enttäuschend, es werden Vorurteile die gegen die USA-Bürger herrschen nur noch mal von den Autoren in witziger Form, übertrieben bestätigt, also eigentlich nichts neues Wissenswertes. Aber erstaunt war ich, dass die beiden über jeden einzelnen Bundesstaat etwas Kurioses zu berichten wussten, wie es nicht im Reiseführer zu finden ist. Oder wussten Sie,
dass
- New Jersey die Welthauptstadt des Autodiebstahls ist?
- der Nationalsnack von South Carolina gekochte Erdnüsse sind (Anmerkung des Autors: "die zwar widerlich sind regional aber sehr beliebt")?
- Virginia die Heimat des Internets und der USA Today ist (die US-Version der Bild Zeitung)?
- im Staat New York der größte Nationalpark der USA liegt der Adirondack Park?
- die Hauptstadt von Vermont, die einzige US-Bundesstaats-Hauptstadt ohne McDonald ist?
- Ohio die Heimat des High American English ist (Hochamerikanisch)?
- in Mississippi Root Beer erfunden wurde und Coco Cola zum ersten Mal in Flaschen abgefüllt wurde?
- in Illinois das erste McDonald Restaurant stand?
- die Menschen in Alabama inzestuös heiraten dürfen?
- Maine nahezu der einzige Blaubeeren-Produzent des Landes ist?
- es in Arkansas die einzige sich noch in Betrieb befindliche Diamantenmine der USA befindet?
- Lehrerinen in Arkansas, die sich die Haare kurz schneiden, keine Gehaltserhöhung bekommen?
- in Texas die größte Windfarm der Welt steht mit 627 Windrädern?
- Wisconsin die Heimat der Barbiepuppe ist?
- der Rest der Vereinigten Staaten Kalifornien als Land of Fruits and Nuts bezeichnet (Fruts - Schwule, Nuts - Verrückte)?
- in Nevada die Kriminalitätsrate um 24% höher ist als im Landesdurchschnitt?
- Denver in Colorado die einzige Stadt ist, die jemals die Olympischen Spiele abgelehnt hat?
- Seattle in Washington die Heimat von Sturbucks ist und die Heimat der zweitklassigen Software namens Microsoft?
- Idaho ein Drittel des Landesbedarfs der Kartoffeln deckt?
- Wyomings den Yellowstone National Park zu beherbergt, den ersten Nationalpark der Welt?
- Utah die Zielscheibe für 17% aller Witze ist, die in den Vereinigten Staaten gerissen werden?
- New Mexico der Geburtsort der Atombombe ist und in New Mexico die älteste Hauptstadt der Vereinigten Staaten liegt, Santa Fe?
- Arizona berühmt ist wegen seines Grant Canyon, eines der sieben Weltwunder?
- Hawaii ein Drittel aller Ananas für diesen Planeten produziert?

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Die Große Welt

David Malouf

Gelesen im März 1999
1994 Taschenbuchausgabe

Roman: Leben zweier in Australien lebenden Männer, die sich im Krieg in Thailand kennenlernten. Zuhause, in Australien lebt jeder wieder sein eigenes Leben.

Zwar habe ich den Roman bis zum Ende durchgehalten, aber er ist mir zu langatmig. Werde von diesem Autor nichts mehr lesen.

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Das Auge des Leoparden

Henning Mankell

Gelesen im April 2006:
Deutscher Taschenbuch Verlag Februar 2006. Die schwedische Originalausgabe erschien 1990 mit dem Titel "Leopardens öga".

Hans Olofson will eigentlich nur eine kurze Reise nach Afrika machen, doch dann blieb er 19 Jahre. In Lusaka übernimmt er die Eierfarm einer Weißen, die aus gesundheitlichen Gründen nach Europa zurückkehrt. Er will die Lebensbedingungen der schwarzen Arbeiter verbessern, baut ihnen neue Häuser, zahlt ihnen höhere Löhne und lässt den Kindern eine Schule einrichten. Doch die Schwarzen reagieren so ganz anders, als er es sich vorgestellt hat. Eines Tages werden seine weißen Nachbarn massakriert und sein bester Freund, ein Schwarzer rät ihm zu verschwinden.

Der Autor schreibt immer im Wechsel, ein Kapitel in Schweden spielend, um zu zeigen, wie es dazu kam, dass er nach Afrika reiste und ein Kapitel in Afrika. Man bekommt einen Eindruck vermittelt von der Kluft zwischen Weiß und Schwarz. Nebenbei erfährt man noch etwas über die schwedische Entwicklungshilfe und über Korruption in Afrika. Alles in allem, es ist ein wirklich spannend geschriebenes Buch.

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Ziemlich wilde Weintrauben

Gally Marchmont

Gelesen im Februar 1999
1998 Deutsche Erstausgabe, (Originalausgabe: 1996)

Roman: Eine, in England spielende Verwechselungsgeschichte. Spielt in der heutigen Zeit.

Ganz nett, aber nicht besonders fesselnd.

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Himmel über Afrika

Francesca Marciano

Gelesen im Juli 2002
Goldmann Verlag: April 2000 (Originalausgabe erschien: 1998 "Rules of the Wild".

Eine unglückliche Liebesgeschichte: Als die Italienerin Esmé nach Kenia kommt, verliebte sie sich in das Land und beschließt zu bleiben. Nach Adam, lernt sie den Kriegsreporter Hunter Reed kennen, in den sie sich verliebte und der ihr eine ganz andere Seite Afrikas zeigt.

Anfangs dachte ich von der Hauptdarstellerin: was für eine verzogene Göre! und wollte das Buch schon beiseite legen. Aber es fesselte immer mehr und am Ende war ich enttäuscht, das jedes Buch ein Ende hat. Die Autorin versteht es dem Leser Afrika näher zu bringen.

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Allein durch die Wildnis

Allein durch die Wildnis

Sarah Marquis

Gelesen als eBook im Januar 2016
Verlag: Piper ebooks, Dezember 2015

Die Autorin beginnt ihre 3-jährige Wanderung in der Mongolei, sie wandert durch die Wüste Gobi, durch China, Sibirien, Laos und Thailand, setzt mit einem Frachtschiff nach Australien über und wandert hier durch Nordaustralien und von West- nach Südaustralien. Und das alles alleine mit Rucksack und Wägelchen. Sie erlebt die unterschiedlichsten extremen Klimastufen, von heißer und eiskalter Wüste bis zum tropischen Urwald. Sie lernt dabei die verschiedensten Kulturen kennen und erlebt die spannensten Tierbegegnungen von Schlangen, Wölfen, Büffeln bis zu ganz seltenen Tierarten.

Den ersten Teil ihrer Reise durch die Mongolei, welches die Hälfte des Buchs einnimmt, habe ich regelrecht verschlungen, denn zum einen sind die Sitten und Gebräuche der Mongolen auf dem Lande so völlig anders, als ich es mir vorgestellt habe und zum anderen gefällt mir ihre Beschreibung der für mich unbekannten Natur. Viel zu kurz finde ich die Kapitel ihrer Wanderungen durch die Länder Laos, Thailand und China. Von diesen Ländern, bzw. dessen Natur hätte ich gerne viel mehr erfahren. In dieser Kürze kann man die Länder im Buch, nach meinem Geschmack, auch ganz weglassen. Die Wanderung durch Australien hinwiederum gefällt mir sehr, vielleicht weil ich die Australier auf meinen Reisen genauso freundlich und hilfsbereit erlebt habe, wie es die Autorin erzählt. Ich finde es sehr mutig von Sarah Marquis sich auf solche Abenteuer einzulassen, vor allem als Frau und ich hoffe, die Autorin schreibt noch weitere so interessante Bücher.   

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Winter

John Marsden

Gelesen im Juli 2008:
Carlsen Verlag 2002, die Originalausgabe erschien 2000.

Das Waisenmädchen Winter kehrt mit 16 Jahren zurück in ihr Elternhaus, einer Farm, irgendwo auf dem Land. Nach und nach versucht sie das dunkle Geheimnis zu lüften, das die Farm umgibt. Erfährt sie, wie ihre Eltern ums Leben gekommen sind?

Für ein Jugendbuch finde ich das Buch richtig toll. Schade, dass es nur 150 Seiten hat. Für meinen Geschmack schreibt der Autor sehr einfühlsam und spannend.

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Outback - Shane O'Connors erster Fall

Manuela Martini

Gelesen im November 2002
Bastei Lübbe Taschenbuch: November 2002 (1. Auflage).

In einem Dorf im Westen Queenslands, in der Nähe von Charleville, wird von Bauarbeitern eine männliche Leiche ohne Kopf entdeckt. Hat der Serienkiller, der bisher nur Frauen tötete damit zu tun? Der Brisbaner Detective Shane wird wegen einer Schlägerei ins Outback strafversetzt und soll ermitteln. Aborigine-Mythen, ein Spitzenpolitiker, ein angesehener Farmer und ein Dorfpolizist erschweren die Untersuchungen..

Man nehme etwas Outback, Aborigines, einen Dorfpolizisten, ein paar typische Outbackbewohner, ein paar Leichen auf brutale Art ermordet, einen Helden, in dem Fall der Detective Shane, baue damit eine Geschichte zusammen und schon ist der Thriller fertig. So in etwa erschien mir der Roman. Der Thriller ist in kleine Abschnitte gegliedert mit der Person als Überschrift, die in dem jeweiligen Abschnitt die Hauptperson darstellt. Zwar verschlinge ich fast alles, was mit Australien zu tun hat, aber wenn man Spannung unbedingt nur mit kopflosen Leichen erreichen will, finde ich das ein bisschen fad für einen Thriller.

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Barrier Reef - Shane O'Connors zweiter Fall

Manuela Martini

Gelesen im Oktober 2005:
Bastei Lübbe Taschenbücher 2003.

In Brisbane wird ein deutscher Tourist mit aufgeschlitzter Kehle gefunden, daneben findet man ein Fotoschnipsel. Bald darauf wird die nächste Leiche gefunden, wieder mit aufgeschlitzter Kehle und wieder mit einem Teil aus demselben Foto. Shane O'Connor nimmt die Spur auf, die nach Europa ins Ex-Jugoslawien führt. Außerdem werden zwei Taucher von Haien angegriffen und ein Schiff fliegt nebenbei noch in die Luft.

Zeitweise fand ich das Buch spannend, dann wieder ziemlich wirr und die Handlung an den Haaren herbeigezogen. Das Buch ist Geschmacksache, mein Fall ist es nicht. Ihren dritten Roman lese ich bestimmt nicht.

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Die Insel

Manuela Martini

Gelesen als eBook im Januar 2016.
Verlag: Arena Verlag (10. März 2014).

Hannah fliegt nach ihrem Schulabschluss für ein Jahr nach Australien. Sie lernt dort die Backpackerin Nikki kennen, mit der sie durchs Land zieht und sich mit schlecht bezahlten Jobs über Wasser hält. In Sydney lernen die beiden in einer Bar einen netten jungen Mann kennen, der ihnen einen gut bezahlten Job auf einer Perlenfarm auf einer entlegenen Pazifikinsel anbietet. Die beiden freuen sich auf den Job und ahnen nicht, was sie auf der Insel Schreckliches erwartet.

Ich bin erstaunt von der Autorin, das letzte Buch was ich vor Jahren von ihr gelesen habe, einer ihrer Shane O'Connors Fälle, mochte ich nicht. Dieses Buch jedoch hat mich gleich von Anfang an gefesselt. Ich konnte es manchmal nicht aus der Hand legen. An manchen Stellen kam es mir zwar etwas unlogisch vor und am Ende hatte ich das Gefühl es fehlen 50 Seiten, wegen des abrupten Endes, aber ansonsten, wie gesagt, nette und spannende Unterhaltung.

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Im Land der Männer

Hisham Matar

Gelesen im Oktober 2009:
Luchterhand Literaturverlag, München 2007. Die Originalausgabe erschien 2006 in London unter dem Titel "In the Country of Men".

Die Geschichte wird aus Sicht des neunjährigen Suleimans erzählt und beginnt im Jahre 1979 in Libyen, zur Zeit der Revolution Gaddafis. Jedesmal wenn sich Suleimans Vater angeblich beruflich im Ausland aufhält, wird seine Mutter krank und trinkt ihre "Medizin". Sie erzählt ihrem Sohn dann von dem schwärzesten Tag ihres Lebens, als sie mit 14 Jahren zwangsverheiratet wurde. Eines Tages wird der Nachbar von fremden Männern im Auto abgeholt. Es heißt, er sei ein Verräter. Suleimans Mutter verbrennt daraufhin vorsorglich alle Bücher ihres Mannes. Freundschaften zerbrechen, Telefone werden abgehört, Hinrichtungen und Verhöre werden im TV übertragen. Plötzlich ist auch sein Vater spurlos verschwunden.

Ein sehr ergreifender und interessanter Roman aus Sicht eines Kindes zur Zeit der Gewaltherrschaft Gaddafis. Der Autor erzählt nicht nur über die Politik des Landes, sondern viel mehr über das alltägliche Leben Suleimans, über seine Freundschaft mit den anderen Jungs der Straße, über die Ausflüge mit seiner Mutter oder wie er die Mittagszeit verbringt, wenn seine Mutter einen Mittagsschlaf hält.

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Mein Herz blieb in Afrika

Miriam Mathabane

Gelesen im Februar 2009:
Ullstein Taschenbuch, 4. Auflage 2006, die amerikanische Originalausgabe erschien 2000 unter dem Titel "Miriam's Song".

Die Autorin wächst zusammen mit ihren sechs Geschwistern und ihren Eltern in einer kleinen Hütte im Township Alexandria, in der Nähe von Johannesburg, während der Apartheid auf. Um sie herum herrscht überall Gewalt, in der Schule wird sie geschlagen, wenn sie schmutzige Fingernägel hat, wenn sie keine Unterwäsche trägt, wenn sie Fehler im Diktat macht, sie wird von Mitschülerinnen geprügelt, bis sie sich selber einmal durchsetzt, sie wird vergewaltigt und ihr Vater wird häufig verhaftet und keiner weiß warum. Den einzigen Ausweg hier herauszukommen, sieht sie darin, einen Schulabschluss zu bekommen, was nicht einfach ist, da die Schulen bei Gewaltaufständen immer wieder geschlossen werden.

Es ist eine sehr erschreckende Erzählung über die Ausweglosigkeit der Township-Bewohner Südafrikas während und nach der Apartheid. Überall herrscht Gewalt, ein Menschenleben ist nicht viel wert. Die Autorin hat ihre Geschichte sehr spannend erzählt und ich wünsche ihr nun ein glücklicheres Leben in Amerika, wo sie mit ihrem Sohn jetzt lebt.

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Südsee-Romanze

W. Somerset Maugham

Gelesen im April 2005 / Diogenes Verlag 1982 - die Originalausgabe erschien 1899 unter dem Titel "The Narrow Corner".

Doktor Saunders, der nach der Augenbehandlung eines guten chinesischen Patienten auf einem malaiischen Inselchen festsitzt, schließt sich zwei zufällig vorbeikommenden Seemännern an, die ihn mit ihrem Schiff zu einer Insel bringen, wo häufig holländische Dampfer verkehren, damit er schneller in seine Heimat China zurückkehren kann. Während der Kapitän des Schiffs unter argen Magenproblemen leidet und einen zweifelhaften Ruf genießt, scheint sein junges Besatzungsmitglied vor irgendjemanden auf der Flucht zu sein. Auf der Insel Kanda-Meira, wo man den Doktor absetzt, lernt der Leser weitere interessante Charaktere kennen.

Von W. Somerset Maughamkönnte ich, ohne mich vorher zu informieren, bedenkenlos jedes Buch lesen. Der Autor schreibt spannend und entführt den Leser in die geheimnisvolle Welt Südostasiens zur Kolonialzeit.

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Das ewig Menschliche

W. Somerset Maugham

Gelesen im Dezember 2003
Diogenes Verlag AG Zürich 1976 (Originalausgabe erschien: 1923).

Vier Erzählungen enthält das Buch:
Das ewig Menschliche
Jane
Fußspuren im Dschungel
Die Tür des Schicksals
Einige der Geschichten spielen im damaligen Malaysia, einige in London.

W. Somerset Maugham gehört zu meinen Lieblingsautoren. Jedes mal, wenn ich kein neues Buch zum Lesen zur Hand habe, krame ich mir eins seiner Bücher hervor. Er bereiste zu Beginn des 20. Jahrhunderts hauptsächlich den Orient. Die, aus den Reisen gewonnenen Eindrücke inspirierten ihn zu vielen spannenden Geschichten.

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Honolulu

W. Somerset Maugham

Gelesen im September 2000
Diogenes Verlag AG Zürich: Ausgabe 1976.

Geschichten, die vorwiegend zwischen 1900 und 1930 spielen. Die Schauplatz der meisten Erzählungen ist die Südsee.

Wie alle Bücher dieses Autors gefällt mir jede Geschichte ohne Ausnahme. Er schreibt spannend. Man erfährt vom Leben der damaligen Südseebewohner und der Kolonialisten.

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Meistererzählungen

W. Somerset Maugham

Gelesen im Juli 2000
1989: Diogenes Taschenbuchausgabe (Originalausgabe: 1972).

Spannende Erzählungen, die zur Kolonialzeit in Malaysia und Singapur spielen.

Es gibt, glaube ich, keine langweilige Geschichte von diesem Autor. Dieses Buch habe ich jetzt zum 2. Mal gelesen.

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Ina May

Das Grab im See

Ina May

4 Sterne

Gelesen im April 2013
Dr. Ronald Henss Verlag 2013

Phillip Mellinghaus, Sohn reicher Elterm, will einen netten Abend verbringen. Seine Eltern sind verreist, also nimmt er seine hübsche Begleiterin im Maserati seines Bruders mit zu sich nach Hause. Plötzlich beschimpft ihn seine Begleiterin als Mörder. Er fühlt sich keiner Schuld bewusst und geht der Sache auf den Grund.

Überraschend toller Krimi! Überraschend deshalb, weil dies ein 0-Euro-eBook war und ich bisher zu 90% sehr schlechte Erfahrungen mit 0-Euro-eBooks gesammelt habe. Der Krimi ist witzig, makaber, spannend und ist leicht und flüssig zu lesen. Einziger Nachteil, man hat ihn schnell durchgelesen mit 78 Seiten. Die Autorin werde ich mir auf alle Fälle merken.

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Abenteuer Peru
Höllenfahrt durch die Anden

Laura May

Gelesen im Januar 2013
Kindle Edition Amazon Media EU S.à r.l.

Die Autorin Laura May reiste 2009 mit ihrem Mann in zwei Wochen mit dem Leihwagen von Lima, über Arequipa durch die Anden, ins Colca Tal, zum Titicacasee zu den Uros, nach Cusco, Urubamba, Machu Picchu, Nasca und Lima. Die genaue Route habe ich jetzt nicht mehr im Kopf, aber so ungefähr müsste es hinkommen. Ihnen blieb wenig Zeit für Zwischenfälle, die sich aber prompt einstellten.

Für mich klingt diese Reise wie eine wilde Hetzjagd durch die Anden mit Hindernissen (darum wohl auch mit Höllenfahrt tituliert). Wenn man noch nie in Peru gewesen ist und dann dieses Buch zur "Einstimmung" liest, dann will man nicht mehr nach Peru. Sie erlebten alles von korrupten Polizisten, Unfall mit Bus, Straßensperren wegen Demonstrationen, kaputte Reifen... Sie schreibt am Schluss, dass sie nie wieder nach Südamerika reisen werden. So wie die beiden reisen, kann man sich nur noch an den Kopf langen. Man fragt sich am Schluss des Buchs, was haben sie eigentlich vom Land gesehen, außer den Blick durchs Autofenster? Wenn man Argumente sucht, nie nach Südamerika zu reisen, kann ich das Buch wärmstens empfehlen, wenn man etwas von Peru erfahren möchte, kann ich vom Lesen dieses Buchs nur abraten. Ich gebe trotzdem 2 Punkte, weil der Unterhaltungswert da ist, wenn auch im negativen Sinne. Über so viel Dummmheit musste ich Stellenweise schallend lachen.

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Tokio Total
Mein Leben als Langnase

Finn Mayer-Kuckuk

Gelesen im Oktober 2010:
1. Auflage 2010 Wilhelm Goldmann Verlag, München.

Der Autor erzählt von seinen Jahren, die er in Tokio als Journalist für das Handelsblatt gearbeitet hat und von seinen Reisen als Jugendlicher nach Japan. Er berichtet über die manchmal völlig anderen Denk- und Verhaltensweisen der Japaner, dass von einem Ausländer von vorneherein nicht erwartet wird, dass er dieses oder jenes tut oder mag. Er berichtet über die intakte Gesellschaft, denn Kriminalität gibt es dort kaum, über das freundliche und herzliche Entgegenkommen der Japaner ihm gegenüber. Aber er erzählt auch von den Schattenseiten, z. B. von den Obdachlosen Tokios, die sich mit dem Lohn von Aushilfsjobs keine Bleibe leisten können in der teuren Stadt.

Es ist ein leicht und vergnüglich zu lesendes Buch. Man merkt am Stil des Autors, dass er die Japaner mag, er beschreibt ihr Tun und Handeln sehr verständnisvoll. Übrigens, räumt er auch mit einem alten Vorurteil auf. Viele Deutsche glauben nämlich immer noch, dass Japaner Technik nur von uns kopieren. Da haben wir wohl ein paar Jahre verschlafen, denn die Japaner sind uns inzwischen mit der Technik im Alltagsgebrauch meilenweit voraus, z.B. ist Fußgängernavigation etwas ganz alltägliches, in den Leihwagen ist es normal einen Computer zu haben, der einen auf alles mögliche hinweist (Maut nicht bezahlt, welche Straße benutzt werden kann...). Nett fand ich auch folgende Zeilen zum Thema Zusammenarbeit: "Der Kontrast fiel mir besonders an einem Wochenende auf, an dem ich an einem Freitag eine Gruppe Deutscher bespaßen musste und am Samstag mit Japanern unterwegs war. Die Gruppe von 12 Japanern ließ sich viel einfacher handhaben als die Gruppe von vier Deutschen. Die Deutschen blockierten sich mit Diskussionen gegenseitig und blieben nicht zusammen. Die Japaner trugen ihre Meinungen ebenfalls bei, aber irgendwie fanden sie sanft und schnell zu Entscheidungen, mit denen alle zufrieden waren. Es versuchte nicht jeder einzelne, alle anderen zu dominieren. Die Japaner nehmen sich selbst einfach nicht so unwahrscheinlich wichtig. Sie denken für die anderen in der Gruppe mit." An einer anderen Stelle heißt es: "Völlig Unbekannten gegenüber verhalten sich die Japaner dagegen vergleichsweise unsozial."

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Angst Im Paradies

Cathy McAllister

Gelesen im April 2012
Deutsche Erstausgabe als eBook bei Amazon 2012. Die englischsprachige Ausgabe erscheint unter dem Titel: "Fear in Paradise".

Die frisch von ihrem dominanten Ehemann geschiedene Julia reist mit ihrer Freundin Liz nach Gambia, um sich ein bisschen von der Scheidung zu erholen. In Gambia lernt Julia den Gambier Modou kennen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Er bittet Julia in Gambia zu bleiben und ihn zu heiraten. Entgegen dem Rat ihrer Freundin nimmt sie sein Angebot an. Sie eröffnet dort mit ihrem gespartem Geld ein Restaurant, was sehr gut läuft. Doch ihr bisher liebevoller Ehemann zeigt sich nach und nach von einer ganz anderen Seite.

Ich habe dieses, zu dem Zeitpunkt 0-Euro-eBook heruntergeladen in der Vorfreude einen schönen Thriller vor mir zu haben, denn mit Thriller wird es tituliert. Es entpuppte sich aber, nach meinem Geschmack, als ein schmalziger, unglaubwürdiger Liebesroman mit ein wenig Spannung. Die Hauptakteurin Julia verhält sich so naiv und dümmlich, wie ich es mir kaum im richtigen Leben vorstellen kann. Würde man dieses Buch nicht als "Thriller" titulieren, hätte ich es mir gar nicht erst gekauft und ich müsste mich nicht mit so einen blöden Inhalt herumärgern. Man weiß eigentlich schon vorher wie es ausgeht. Positiv anzumerken sind die letzten Seiten des Buchs, auf denen man ein paar Infos zu Gambia findet (darum und wegen des doch leichten Unterhaltungswerts 2 statt 1 Punkt).

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Ein Kürbis für Mma Ramotswe

Alexander McCall Smith

Gelesen im August 2010:
Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co. KG, 2007, die Originalausgabe erschien 2004 unter dem Titel "In the Company of Cheerful Ladies".

Die Privatdetektivin Mma Ramotswe lebt mit ihrem Ehemann Mr. J. B. Matekoni und ihren zwei aus dem Waisenhaus adoptierten Kindern in Botswana. Sie betreibt ihre eigene Detektei, "The No.1 Ladies' Detective Agency". Zusammen mit ihrer Sekretärin löst sie allerlei kleinere Fälle. Aber es passieren auch um sie herum eine Menge aufregende Dinge, die geklärt werden müssen, z.B. warum wird einer der Lehrlinge von Mr. J. B. Matekoni von einer Lady im Mercedes abgeholt? Bei ihren Beobachtungen fährt Mma Ramotswe einen Radfahrer um. Dann überbringt man ihr eine weitere Hiobsbotschaft.

Es ist ein netter Roman, der in Botswana spielt, er liest sich flüssig, leicht und ist recht humorvoll geschrieben. Es passiert nichts Aufregendes, sondern mehrere kleine Dinge, die sich am Schluss alle in Wohlgefallen auflösen. Ich habe das Buch zufällig beim Stöbern in einem Buchgeschäft unter "Mängelexemplaren" entdeckt und zum Testen einfach mal mitgenommen. Weitere Bücher der Serie werde ich wohl nicht mehr lesen, sie sind mir denn doch zu "harmlos". Und so viel erfährt man vom alltäglichen Leben in Botswana auch nicht.

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Insel der Verlorenen

Colleen McCullough

Gelesen im September 2005:
Blanvalet Verlag April 2005 (Die Originalausgabe erschien 2000 unter dem Titel "Morgan's Run").

Der Roman beginnt in Bristol, England im 18. Jahrhundert. Nachdem Richard Morgan seine Familie verlor, wurde er auch noch zu Unrecht wegen Erpressung vom Gericht zur Deportation nach Australien verurteilt. Die erste Hälfte des Buchs erzählt das Leben des Hauptdarstellers in England. Dann berichtet die Autorin über die unmenschlichen Verhältnisse während der fast ein Jahr dauernden Überfahrt nach Australien. Im letzten Drittel des Buchs erfährt man mehr über das Leben der ersten Gefangenen sowohl in Port Jackson, als auch auf Norfolk Island.

Die Autorin hat sicher sehr viel Nachforschungsarbeit leisten müssen, um ihre Geschichte so detailgetreu darstellen zu können. Ich fand dieses Buch interessant, wenn es mir auch oft zu sehr ins Detail ging, aber das ist Geschmacksache. Ihr Roman "Dornenvögel" hat mir besser gefallen.

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Dornenvögel

Colleen McCullough

Gelesen im Januar 2004
Goldmann Verlag 2003 (Originalausgabe erschien 1977 unter dem Titel "The Thorne Birds" bei Harper & Row).

Anfangs des 20. Jahrhunderts bricht Paddy mit seiner vielköpfigen Familie aus Neuseeland nach Australien auf. Sie lebten bisher in den ärmlichsten Verhältnissen. Paddys Schwester verspricht ihm und seiner Familie Arbeit auf ihrer Farm in New South Wales in Australien. Paddys einzige Tochter Meggy verliebt sich in den attraktiven Pfarrer Ralph, dem aber seine Kirche wichtiger ist. Als Meggy erwachsen wird, kann ihr Ralph nicht mehr widerstehen.

Ich weiß gar nicht, warum ich diese bekannte Familiensaga nicht schon viel früher gelesen habe, statt alle Patrica Shaw Bücher zu lesen, die eigentlich nur ein billiger Abklatsch dieses Buchs sind. Also zusammengefasst fand ich das Buch ganz nett zu lesen, aber eigentlich nur, weil es in Australien spielt.

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Echo einer Winternacht

Val McDermid

Gelesen im Dezember 2005
Knaur Taschenbuch Verlag 2005 - die Originalausgabe erschien 2003 unter dem Titel "The Distant Echo".

Thriller: In der schottischen Universitätsstadt St. Andrews machen vier Studenten 1978 auf dem keltischen Friedhof eine grausige Entdeckung. Sie stolpern über die blutüberströmte Rosie Duff. Die vier Studenten geraten unter Verdacht, auch wenn man ihnen nichts nachweisen kann. 25 Jahre später rollt die Polizei alte, ungelöste Fälle wieder auf, unter anderem den Mord an Rosie. Es taucht plötzlich ein Mensch auf, von dem merkwürdigerweise vor 25 Jahren keiner etwas wusste, Beweismaterial verschwindet und einer der vier Freunde kommt unter mysteriösen Umständen ums Leben. Die übrig gebliebenen Freunde setzen alles dran, den Fall zu klären, bevor sie die nächsten Opfer werden.

Ein spannender Roman, den ich trotz seiner 554 Seiten relativ schnell verschlang. Erst ab Seite 497 wusste ich, wer der wirkliche Mörder sein musste :-)

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McDermid

Das Lied der Sirenen

Val McDermid

Gelesen im März 2007:
Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur 2003, das Original erschien 1995 unter dem Titel: "The Mermaids Singing".

Vier Männer werden im Schwulenviertel tot aufgefunden. Alle wurden sichtlich gefoltert. Der Psychologe Tony Hill wird von der Polizei beauftragt ein Täterprofil zu erstellen. Zusammen mit der Polizistin Carol, die die Verbindung zwischen Tony und der Polizei übernimmt, versuchen sie dem Täter auf die Spur zu kommen.

Es wird mal aus der Sicht des Täters beschrieben, wie er die Männer ausgesucht, überwältigt und gefoltert hat, mal aus der Sicht der Polizei erzählt. Es ist schade, dass in diesem Thriller, wie in so vielen anderen auch, die Beschreibung der Foltermethoden und das spritzende Blut so sehr im Vordergrund stehen. Wenn nur noch so etwas die Spannung aufrechterhält, dann ist der Thriller für mich einer unter tausend anderen. Mir gefällt ein Thriller dann besonders gut, wenn die Spannung nicht nur durch Brutalität erzeugt wird.

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McDonald

Unter den Sternen des Südens

Fleur McDonald

Gelesen als eBook im Februar 2012:
Deutschsprachige Ausgabe 2011 by Blanvalet Verlag. Die Originalausgabe erschien 2010 unter dem Titel "Blue Skis".

Amanda Greenfield hat gerade ihr Agrarwissenschafts-Studium abgeschlossen. Sie wartet auf ihre Eltern, die an ihrer Abschlussfeier teilnehmen und sie nach Hause auf ihre Farm Kyleena in Esperance mitnehmen wollen. Doch auf der Fahrt kommt es zu einem schrecklichen Verkehrsunfall, bei dem ihre Mutter ums Leben kommt und ihr Vater überlebt. Ihr Vater, der immer gegen ihr Studium war, gibt Amanda die Schuld am Tod ihrer Mutter. In seiner Trauer gefangen, lässt er die Farm verkommen und will sie verkaufen. Amanda aber kämpft um Kyleena.

Anfangs dachte ich, wieder mal ein typischer Australiensaga-Roman. Eigentlich hatte ich gar keine Lust zu einer Saga, wollte aber andererseits mal wieder ein bisschen über mein Lieblingsland lesen. Er gefiel mir dann aber so gut, dass ich ihn auf zwei mehrstündigen Zugfahrten innerhalb von drei Tagen regelrecht verschlungen habe. Es ist ein spannender Roman, mit schönen Landschaftsbeschreibungen Westaustraliens und weckt natürlich mein Fernweh. Ich werde weitere Romane der australischen Autorin lesen.

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McDonald

Wilder Eukalyptus

Fleur McDonald

Gelesen als eBook im Juli 2012:
Deutsche Erstausgabe April 2010 bei Blanvalet. Die australische Originalausgabe erschien 2009 unter dem Titel "Red Dust".

Gemma Sinclair muss nach dem tödlichen Flugzeugabsturz ihres Mannes Adam die gemeinsame Farm im Outback Südaustraliens alleine führen. Nach und nach keimt der Verdacht auf, dass Adam in Schiebereien einer Viehdiebstahlbande verstrickt war. Tierhändler Ben und Jess glauben Gemma, dass sie nichts damit zu tun hat. Aber glaubt die Polizei ihr auch?

Mir hat das Buch genauso gut gefallen wie ihr Roman "Unter den Sternen des Südens". Ich fühlte mich beim Lesen so schön in die australische Landschaft versetzt. Die Geschichte ist auch ganz nett und spannend.

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Das Versprechen des Opals

Tamara McKinley

Gelesen im Mai 2006:
Bastei Lübbe Taschenbuch März 2006 (Die Originalausgabe erschien 2003 mit dem Titel; "Summer Lightning").

Ein Australienroman aus den Pioniertagen. Miriam Strong, Tochter eines Auswanderers, entdeckt in einer Spieldose einen schwarzen Opal, der Erinnerungen auslöst. Sie denkt an das abenteuerliche Leben, dass sie mit ihrem Vater führte, der als Opalsucher durch Australien zog.

Ich finde das Buch ebenso langweilig, wie es der Titel schon besagt. Die Autorin beschreibt im Laufe des Romans, die Geschichte, beginnend mit der Auswanderung Miriams Eltern, dann blendet sie wieder die Gegenwart ein, und erzählt wieder ein Stück Geschichte usw. Die Handlung entspricht der Millionen anderer Familiensagen. Ich habe die letzten 100 Seiten nicht mehr lesen können, so etwas langweiliges!

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Die Farm am Eukalyptushain

Tamara McKinley

Gehört im November 2007
Hörbuch: Bearbeitete Romanfassung
Aufgenommen in den dc-Tonstudios NRW Berlin
Sprecherin des Hörbuchs: Joseline Gassen.

Kitty wächst in einem kleinen Wandertheater auf, dass mit seinen Aufführungen durch Australien zieht. Bald werden sie durch die Wirtschaftskrise gezwungen aufzugeben. Ein reicher Hotelier, names Dimitri bietet der Familie ein Heim. Kittys Mutter glaubt nach dem Tod ihres Mannes in Dimitries Mitarbeiter einen neuen Mann an ihrer Seite gefunden zu haben. Doch sie macht eine schreckliche Entdeckung. Kitty und ihre Mutter müssen fliehen. Kitty wird eines Tages Bühnenstar, aber da muss sie schon mit den nächsten Schicksalsschlägen kämpfen. Es ist mein allererstes Hörbuch. Und ich muss sagen, dass ich die Einrichtung Hörbuch dabei schätzen gelernt habe auf Reisen und beim Pendeln, wenn einem die Augen beim Lesen brennen, weil sie vom vielen "in den PC-Bildschirm blicken" müde sind oder weil man so die Umgebungsgeräusche besser ausschalten kann.

Aber von der Handlung her finde ich das Buch so richtig langweilig und schmalzig. Ich habe dem Hörbuch zwei und nicht nur einen Stern verliehen, da ich es immerhin bis zum Schluss angehört habe und es mich einigermaßen unterhalten hat (ich konnte ja nebenher rätseln). Wie ich es als Buch beurteilen würde, kann ich nicht sagen.

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Matildas letzter Walzer

Tamara McKinley

Gelesen im Mai 2002
Bastei Lübbe: Erste Auflage Januar 2002 (Originalausgabe: 1999).

Die kürzlich verwitwete Jenny lebt in Sydney und erhält von ihrem verstorbenen Mann zu ihrem 25. Geburtstag die Farm Churinga, mitten im Outback gelegen. Aus den Tagebüchern, die sie dort findet, erfährt sie vom Schicksal Matildas, der Churinga vorher gehörte.

Das Buch versetzt einen, wie auch die Patricia Smith Bücher mit den Gedanken nach Australien. Die Autorin erzählt im Wechsel mal Vergangenheit, mal Gegenwart, bis Jenny die Tagebücher durchgelesen hat.

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Tod vor Morgengrauen

Deon Meyer

Gelesen November 2006
Aufbau Taschenbuch Verlag GmbH, Berlin 2005. Die Originalausgabe erschien 2000 unter dem Titel "Dead At Daybreak".

Ein Antiquitätenhändler wurde in seiner Wohnung in Kapstadt ermordet. Nachdem die Polizei den Fall schon längst zu den Akten gelegt hat, wird Privatdetektiv Zatopek van Herden, ehemals Polizist, von der Lebensgefährtin des Toten beauftragt, den Fall zu klären. Da auch das Testament verschwunden ist, droht das gesamte Erbe statt an sie, an den Staat zu fallen. Van Herden entdeckt, dass der Ausweis des Toten gefälscht ist. Und schließlich meldet sich eine alte Frau, die behauptet, die Mutter des Toten zu sein.

In Frankreich erhielt Deon Meyer für dieses Buch einen Literaturpreis. Ich kaufte ihn in der Hoffnung mal einen neuen Autor aus Südafrika kennenzulernen. Aber ich finde diesen "Krimi" äußerst langweilig und schmiss ihn nach einem Drittel fort. Besonders störte mich, dass eigentlich der Detektiv im Vordergrund steht, seine Kindheit, seine ersten  sexuellen Abenteuer, usw. Dadurch wird der Fall immer mehr zur Nebensache. Vielleicht gefällt dies manchen Lesern, mir nicht.

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Abgefahren

Claudia Metz & Klaus Schubert

Gelesen im November 2001
1. Auflage 2001 von Kiepenheuer & Witsch.

Erzählung: 1981 starteten die beiden Autoren mit ihrer Motorradreise rund um die Welt. Geplant war eigentlich eine Fahrt nach Japan, daraus wurden aber 16 Jahre. Die beiden legten 257.000 Kilometer durch alle Erdteile zurück, bis sie 1997 wieder ihren Startpunkt Köln erreichten.

Die Reise der beiden Autoren wird so interessant erzählt, dass ich enttäuscht war über die "nur" 320 Seiten. Ich hätte noch tagelang weiterlesen können. Nicht nur dass es zum Teil spannend geschrieben ist, man erfährt auch viel Interessantes über das Leben anderer Völker.

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Haus der Wiederkehr

Barbara Michaels

Gelesen im Oktober 2010
Taschenbuchausgabe 01/2001 Pavillon Verlag. Die Originalausgabe erschien 1986 unter dem Titel "Ammie, Come Home".

Ruth wohnt mit ihrer Nichte Sara in einem schönen alten Haus in Georgetown. Es fing so harmlos an. Eines Tages fragte Sara ihre Tante, ob es in der Nachbarschaft eine Katze namens Sammie geben würde. Denn Sara hörte in der Nacht jemanden nach Sammie rufen. Auch Ruth hörte diesen Ruf ein paar Nächte später. Es gab aber keine Katze mit diesem Namen. Eines Nachts träumte Ruth, dass sich ein dunkler Schatten über sie beugen würde. Was ist in dem Haus vor langer Zeit geschehen? Dies versuchen Ruth, Sara, Bruce und Pat herauszubekommen, wobei sie in große Gefahr geraten.

Es begann ganz nett, aber doch sehr unwahrscheinlich. Nicht so ganz mein Geschmack, schade, denn der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut.

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Hawaii

James A. Michener

Gelesen im Juni 2000
1985 Taschenbuchausgabe, (Originalausgabe: 1959).

Chronik des 50. Bundesstaates der USA, geschildert in Schicksalen einzelner Menschen, von Eingeborenen und Einwanderern, von Missionaren und Abenteurern.

Obwohl dieses Buch als Taschenbuchausgabe über 1000 Seiten umfasst, fesselt es von Anfang bis Ende. Es fällt einem nicht schwer, bei den Landschaftsbeschreibungen ins Schwärmen zu geraten.

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Die Südsee

James A. Michener

Gelesen im März 2000
1982 Taschenbuchausgabe, (Originalausgabe: 1946).

Kriegsschauplatz Pazifik im zweiten Weltkrieg: Es wird das Leben der Soldaten beschrieben inmitten des Krieges gegen die Japaner auf den Trauminseln zwischen den Südseeschönheiten.

Der Autor fesselt einen mit seinen Erzählungen fast wie Somerset Maugham. Werde bestimmt noch mehr Romane von ihm lesen.

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Back & Beyond

Back & Beyond

Clannon Miller

Gelesen als eBook im August 2015,
Copyright 2015 Clannon Miller.

Die junge Wissenschaftlerin Dr. Anna Lennarts hat sich aus Liebeskummer spontan auf eine Stellenanzeige im australischen Outback als Haushälterin und Kindermädchen beworben. Sie will einfach nur weit weg von zuhause und ahnt nicht, dass es sich um eine sehr abgelegene Rinderfarm handelt mit vier nicht gerade einfachen Kindern und einem nicht gerade einfachen Vater. Da die Stelle eigentlich mit einer jungen Schulabgängerin besetzt werden sollte, ist die Verwunderung groß, als Anna dort ankommt. Hinzu kommt, dass sie sich in den größten Outback Macho, ihren neuen Arbeitgeber verliebt. 

Manchmal hatte ich den Verdacht, dass die Autorin ein Mann ist, denn zum einen, wie naiv muss man sein, um sich in so ein Abenteuer zu stürzen, zum anderen wie kann man für solche Outback Machos schwärmen? Aber ok, das ist natürlich Geschmacksache :-) Ansonsten ziemlich schmalzig geschrieben für meinen Geschmack. Wäre die Handlung nicht in Australien, hätte ich das Lesen des Buchs ziemlich am Anfang schon abgebrochen.

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Totenfeuer

Susanne Mischke

Gelesen im Januar 2011:
Originalausgabe November 2010 Piper Verlag GmbH

Ausgerechnet am Ostersonntag, als sich das ganze Dorf, einschließlich Kommissar Völxen am Osterfeuer versammelt, entdeckt man auf der Treckerschaufel, mit der das Brennholz umgeschichtet werden soll, eine zur Unkenntlichkeit verkohlte Leiche. Wie konnte das passieren? Angeblich wurde die Feuerstelle die ganze Nacht über bewacht. Kommissar Völxen und seine Kollegen von der PD Hannover ermitteln.

Das Buch habe ich in einer Einkaufspassage im Bayerischen Wald entdeckt und darum rechnete ich beim Kauf nicht damit, dass es sich bei dem Buch mal wieder um einen sogenannten "typischen Heimatkrimi" handelt, der für einen speziellen Personenkreis interessant sein mag, der dort ansässig ist und Gegenden oder Situationen im Buch wiedererkennt. Ich hingegen finde ihn schrecklich langweilig und langatmig. Und die Auflösung fand ich an den Haaren herbeigezogen. Wäre das Buch auf dem Buchtitel gleich mit "Heimatkrimi" oder so ähnlich gekennzeichnet, dann hätte ich es mir nicht gekauft und mich auch nicht darüber geärgert.

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Benares oder eine Erziehung des Herzens

Pankaj Mishra

Gelesen im Oktober 2009:
Karl Blessing Verlag GmbH München 2001, die Originalausgabe erschien 1999 unter dem Titel "The Romantics".

Samar, der Hauptdarsteller des Buchs ist nach Benares gezogen, eine Stadt im Norden Indiens, um dort zu studieren und anschließend einen guten Posten als Beamter zu erhalten. Er wohnt zur Untermiete in einem Zimmerchen. Dort lernt er eine weitere Mitbewohnerin kennen, eine Engländerin namens "Miss West". Durch sie kommt er erstmals mit dem "Westen" in Berührung. Auf einer Party, die Miss West gibt, lernt er die französische Aussteigerin Catherine kennen, in die er sich verliebt. Catherine ist aber schon liiert mit einem Inder, einem Sitarspieler. Miss West bietet ihm und Catherine an, sie auf eine Reise in den Himalaya zu begleiten. Miss West musste plötzlich dringend fort und konnte nicht mitreisen. Catherine und Samar reisen alleine und kommen sich näher. Zurück von der Reise lebt jeder der beiden wieder in seiner Welt. Es wird auch Samars "anderer" Alltag beschrieben, wie er wohnt, was er täglich tut, er geht jeden Morgen zur Bücherei, liest und liest, lernt dort einen Kommilitonen kennen, der im vergammelten Studentenwohnheim wohnt. Ein wunderschönes Buch! Es ist weniger die Handlung des Buchs, die mich fesselt, sondern die Art zu schreiben, der Autor drückt sich sehr bildlich aus. Die Beschreibung der Lebensweisen in Benares, am Rande des Himalaya und in Pondicherry (Südindien) werden so beeindruckend beschrieben, dass man sich gut direkt in die Orte hineinversetzen kann. Auch beschreibt er die gegensätzlichen Denkweisen des Westens und Indien ebenso beeindruckend, wie seine Stimmungen.

Gefallen hat mir auch seine Bemerkungen über Bücher: " Manche Bücher die wir lesen, hinterlassen bei uns einen geringen oder keinen Eindruck, gleichgültig, wie berühmt und gefeiert sie sind; oft liegt es daran, dass wir geistig und seelisch noch nicht reif für sie sind, dass unsere Erfahrung und unser Verständnis von der Welt und uns selbst nicht reich und tief genug sind, um mit dem Verfasser des Werkes Schritt halten zu können".

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Das Kaleidoskop des Lebens

Rohinton Mistry

Gelesen im Juli 2000
1999 Deutsche Ausgabe, (Originalausgabe: 1987).

Roman: Der Autor beschreibt die verschiedensten Schicksale der Bewohner eines Wohnblocks in Bombay. Da gibt es zum Beispiel den verstopfungsgeplagten Rustomji; Kersi, der von einem Studium im Ausland träumt und in Kanada seine Erfahrung sammelt; usw..

Ein Roman, den ich wie seine beiden anderen schnell verschlungen habe. Mir gefällt der Humor des Autors und man lernt das heutige Bombay ein wenig kennen.

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Das Gleichgewicht der Welt

Rohinton Mistry

Gelesen im Februar 2000
1999 Fischer Taschenbuchausgabe, (Originalausgabe: 1995).

Bombay 1975: Vier Menschen treffen aufeinander. Dina, Frau Anfang 40, Maneck, Student aus dem Himalaja und die beiden Schneider Ishvar und Om. Nebenbei wird über die Indische Politik berichtet und deren Auswirkung auf das Volk.

Im guten Erzählstil erfährt man nebenbei eine Menge über die indischen Lebensumstände in den Dörfern und in der Stadt. Habe diese 850 Seiten in nur drei Wochen verschlungen

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So eine lange Reise

Rohinton Mistry

Gelesen im April 1999
1998 Fischer Taschenbuchausgabe, (Originalausgabe: 1991).

Gustad Noble wohnt mit seiner Familie in einem Wohnblock am Rande von Bombay. Es wird das Leben dieser Familie geschildert und spielt etwa 1970.

Ein sehr nett und auch humorvoll geschriebener Roman. Man erfährt dabei eine ganze Menge über das Leben in Bombay. Werde bestimmt noch mehr von dem Autor lesen.

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Der Traum von den freundlichen Inseln

Aneti M. Moimoi

Gelesen im Januar 2003
TANNER VERLAG 1997.

Erzählung / Tonga: Dies sind die Aufzeichnungen der Autorin, die von ihrem Freund zum Auswandern nach Tonga überredet wurde. Der Kampf mit den langsam und willkürlich handelnden Behörden war nicht einfach. Lange drohte man ihnen mit der Ausweisung. Während es ihr Freund in Tonga nicht auf Dauer aushielt, blieb sie dort, heiratete einen Einheimischen und gründete ihre tonganische Familie.

Einerseits kann man sich gedanklich so richtig schön in die Südsee entführen lassen und träumen, was besonders zu dieser Jahreszeit sehr tröstlich ist, andererseits zeigt sie die Schwierigkeiten, mit denen sie dort zu kämpfen hat. Auch nach 15 Jahren Aufenthalt begreift sie manchmal nicht, was und wie Tonganer denken und fühlen. Ich fand es schade, als ich zum Ende des Buches gelangte.

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Ich hörte den Vogel rufen

Sally Morgan

Gelesen im November 2000
1999, (Originalausgabe: 1989).

Roman: Mit 15 Jahren fällt der Autorin zum ersten Mal auf, dass Omas Hautfarbe schwarz ist. Bei der Suche nach der Vergangenheit stößt sie zuerst auf Schweigen. Doch dann erzählen ihre Mutter, der Bruder ihrer Oma und zum Schluß ihre Oma ihre Lebens-/Leidensgeschichte.

Wie in ihrem Roman Wanamurraganya beschreibt sie in ihrer humorvollen Art, das Leben von Aborigines Mischlingen in diesem Jahrhundert. Kaum zu glauben, erst 1967 wurde den Ureinwohnern Australiens die australische Staatsbürgerschaft zuerkannt!

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Wanamurraganya

Sally Morgan

Gelesen im Oktober 2000
1997, (Originalausgabe: 1989).

Roman: Es ist die Lebensgeschichte des Halbaborigines Wanamurraganya, mit weißem Namen Jack McPhee. Er kämpfte um sein Recht und seine Freiheit. Denn beides hatten die Aborigines damals nicht.

Das Buch ist fesselnd geschrieben. Ich war ziemlich erschüttert über die Regierungspolitik und über die Behandlung der europäischen Einwanderer gegenüber den Ureinwohnern, die fast den Dingos gleichgestellt wurden.

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Der Duft der roten Erde

Di Morrissey

Gelesen im März 1999
1998: 1.-2. Auflage.

Roman: Queenie Hanlon, Besitzerin von Tingulla Station erleidet alle möglichen Schicksalsschläge, vom unehelichen Kind bis zum Verlust ihres geliebten Tingullas (Farm). Aber Ende gut, alles gut.

Eine sehr übertrieben, schmalzig geschriebene Australiensaga. Aber das Buch lässt sich gut hintereinander weg lesen.

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Späte Heimkehr

Di Morrissey

Gelesen im November 2004:
Weltbild Verlag 1994 (Originalausgabe erschien unter dem Titel "The Last Mile Home" bei Plan Macmillan Australia).

Australien 1952: Barney Holton, reicher Sohn einer goßen Schaffarm verliebt sich in Abby McBride, die Tochter eines Schafscherers. Nachdem Abby schwanger wird, beschließen die beiden gegen den Willen seines Vaters zu heiraten. Als sie das Kind bekommt, geschieht ein tragischer Unfall.

Nett geschriebener Roman, den ich in einem Rutsch durchlesen konnte. Leider kann man sich nach den ersten 14 Seiten (1. Kapitel) schon denken, dass die Geschichte zwangsläufig mit einem Unglück enden muss. Aber vielleicht macht das auch den Reiz aus, schnell weiterzulesen.

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Das Dornenhaus

Di Morrissey

Gelesen im Mai 2005:
Bastei Lübbe 2002, die Originalausgabe erschien 1999 unter dem Titel: "The Last Rose of Summer".

Odette entdeckt als Kind beim Spielen die verwilderten Gärten Zananas. Dies ist ein Anwesen, versteckt in den Wäldern, nicht weit von Sydney entfernt. Gemeinsam mit dem Sohn des Verwalters erkundet sie diesen geheimnisvollen Ort. Eines Tages kommen Odettes Eltern bei einem Bootsausflug ums Leben. Odette muss fort ziehen, weil sie nun bei ihrer Tante aufwächst. Jahre später, sie  arbeitet als Journalistin in Sydney, macht sie es sich zur Aufgabe Zanana vor den Klauen unseriöser Baufirmen zu retten. Dies ist die eine Geschichte, die in den 50er bis 70er Jahren spielt. Gleichzeitig wird die Entstehung und die tragische Geschichte Zananas erzählt, beginnend 1899.

Die Autorin schreibt im Wechsel in der einen, dann wieder in der anderen Zeit, bis sich beide Geschichten treffen. Die Handlung des Buchs ist nicht spannend, sondern es ist einfach nett geschrieben und lässt sich schön lesen. Australienfans kann ich den Roman nur empfehlen. 

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Die Blüten der Wüste

Di Morrissey

Gelesen als eBook im Januar 2016:
Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (25. Juni 2015), Originaltitel: "The Opal Desert".

Kerry, verliebt sich in einen viel älteren weltbekannten Künstler. Nachdem die beiden heiraten, gibt sie ihre Karriere für ihn auf, um mit ihm um die Welt zu reisen. Mit seinen drei fast schon jugendlichen Kindern aus erster Ehe, die kaum jünger als sie sind, versteht sie sich nicht. Als sie mit 42 plötzlich Witwe wird und auch noch ihre einzige Verwandte, ihre Mutter stirbt, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie nimmt sich eine Auszeit und reist ins Outback, in der Hoffnung dort Klarheit über ihr weiteres Leben zu finden. Am selben Ort im Outback trifft sie auf die beiden Frauen Shirley und Anna. Shirley ist 80, sie wohnt und sucht dort schon ihr Leben lang nach Opalen. Auch sie hat eine schicksalhafte Vergangenheit hinter sich. Die 20-jährige Anna, eine talentierte Läuferin, hat sich ins Outback zurückgezogen, um sich darüber klar zu werden, ob sie eine Sportkarriere einschlagen soll oder nicht.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Zwischendurch lese ich gerne Romane, die meine Gedanken weit weg nach Australien entführen, diesmal ins Outback. Es ist kein Roman, der einen das Blut in den Adern gefrieren lässt, sondern ein Roman, der sich hintereinander gut weg liest und, wie gesagt, die Gedanken auf Australien (ab)lenken. Ich habe mir nach dem Beenden des Buchs gleich das nächste der Autorin bestellt, bin gespannt auf das Buch!

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Die Blüten der Wüste

Di Morrissey

Gelesen als eBook im Mai 2016
Verlag: Knaur ebook. Die Originalausgabe erschien 2007 unter dem Titel "When the Singing Stops".

Die frisch geschiedene australische Hotelmanagerin Madison Wright verbringt bei ihrem Bruder, der im südamerikanischen Guyana für einer Mine arbeitet, ihren Urlaub. Mit den Freunden ihres Bruders unternimmt sie Ausflüge ins Landesinnere, verliebt sich in Connor Bain und besonders in die einmalige schöne Landschaft Guyanas. Sie freundet sich mit dem einheimischen Taxifahrer Lester an, dem sie sich eines Tages anschließt, als er zu seinem Claim fährt, um Diamanten zu schürfen. Connor und Madison geraten in große Gefahr, als sie zufällig auf Rauschgiftschmuggler stoßen.

Allein von der Handlung müsste ich das Buch wirklich nicht lesen, es fällt mir sogar schwer die genaue Handlung zu beschreiben (siehe oben). Aber die Naturbeschreibungen dieses für mich bisher unbekannten Landes Guyana, sind so einmalig schön, dass mir allein deshalb das Buch sehr gefällt und ich auch weiterhin Romane der Autorin lesen werde. Diese tollen  Landschafts-Beschreibungen sind mir schon im zuletzt gelesenen Buch der Autorin aufgefallen.  

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Im Licht der Korallenblüte

Di Morrissey

Gelesen als eBook im Februar/März 2017
Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (25. Januar 2017). Die Originalausgabe erschien 2013 unter dem Titel "The Winter Sea".

Cassie und ihr Mann leben beide als erfolgreiche Anwälte in Sydney. Stress im Job, Mann geht fremd, so möchte Cassie nicht weiterleben und nimmt sich eine Auszeit, nachdem sie die Scheidung eingereicht hat. Sie lässt sich in einem Dorf an der australischen Küste nieder. Als sie dem Tierarzt Michael begegnet, verlieben sich die beiden ineinander. Cassie eröffnet in einem alten Bootshaus ein kleines Restaurant. Alles scheint gut, doch eines Tages erfährt sie, dass ein reicher Geschäftsmann, namens Ricardo d'Aquino, ihr unerwartet eine hohe Summe Geld vermacht hat. Sie zieht dabei den Zorn seiner einflussreichen Familie auf sich, die nun dafür sorgt, dass ihr kleines Restaurant nicht mehr mit Fisch beliefert wird und auch die Gäste des Dorfes ausbleiben. Gemeinsam mit Michael ergründet Cassie, wie es zu der Erbschaft kam und stößt dabei auf ein wohl gehütetes Familiengeheimnis, das ihren Vater und die d’Aquinos verbindet.

Auch dieser Roman von Di Morrissey gefällt mir sehr gut. Die Autorin hat das Talent mich gedanklich in das Land meiner Träume, Australien zu entführen, so dass ich alles um mich herum vergesse. Das tut zwischendurch ganz gut.

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Killing me softly

Killing me softly

Tara Moss

3 Sterne

Gelesen als eBook im November 2014:
Copyright dieser Ausgabe 2013 by Edel eBooks. Die Originalausgabe erschien unter dem Titel "Covet".

Das Fotomodell Makedde Vanderwall fliegt von ihrer Heimat Kanada nach Australien, um als Hauptzeugin gegen den sadistischen Fetischmörder auszusagen. Nachdem er vor 18 Monaten ihre Freundin zu Tode gefoltert hatte, entkam sie seinen Fängen nur ganz knapp. Doch nun geschieht das Unfassbare, dem Serienkiller gelingt die Flucht. Ist Makkede noch sicher?

Ein etwas zäh anlaufender Thriller, der aber im Laufe des Buchs spannender wird. Insgesamt recht unterhaltsam, ich würde wieder ein Buch der Autorin lesen, wenn nichts anderes zur Hand wäre.

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Entlang der Inka-Strasse

Karin Muller

Gelesen im November 2011:
National Geographic: 5. überarbeitete Auflage August 2009. Deutsche Erstausgabe erschien 2001.

Tja, da ist schon die erste Hürde, wie soll ich so ein Buch beschreiben? Ich nehme mal die offizielle Inhaltsangabe: Zu Fuss erkundet Karin Muller die alte Inka-Strasse von Ecuador bis nach Chile.

Auf der Suche nach Büchern über Peru, egal ob Romane oder Reiseberichte, stieß ich auf dieses Buch, was ich mir selber zum Glück nicht gekauft habe. Die Bücher von National Geographic gefallen mir meistens recht gut, oft findet man in ihnen interessante und spannende Reiseberichte, so glaubte ich das auch von diesem. Aber es beginnt schon etwas merkwürdig, was mich stutzen ließ. Nachdem sich die Autorin entschlossen hat den Inka-Trail zu wandern, möchte sie wohl ausdrücken, wie sehr sie sich auf die Vorbereitungen der Reise konzentriert: "Ich räume die Einkäufe aus, falle ins Bett. Am Morgen finde ich Shampoo in der Tiefkühltruhe und Hot Dogs in der Schreibtischschublade". Gut über diese und weitere kleine Übertreibungen kann man ja noch hinwegsehen. Aber als die Autorin mitten in einer Demonstration in Quito mitmischt und die Wirkung des Tränengases oder was auch immer, am eigenen Leib beschreibt, dachte ich mir, was hat Frau Muller dort als Fremde überhaupt zu suchen? Und wenn sie da schon mitmischt, warum erfährt der Leser nichts über die Hintergründe der Demonstration, sondern nur wie die Autorin sich dort fühlt? Sie sucht einen einheimischen Heiler auf, obwohl sie gar nicht krank ist und lässt sich von ihm Meerschweinchen auf den Kopf knallen und mit Brennnesseln einreiben. Ab der Stelle dachte ich mir, muss ich mir das eigentlich antun und mich weiter durch Selbstdarstellung und Effekthascherei quälen? Man erfährt überhaupt nichts von dem, was ich mir vom Buch versprochen habe, nämlich von Land und Leuten, sondern nur von den Aktionen der Autorin, die mich nicht die Bohne interessieren. Wenn es mein Buch wäre, läge es längst im Müll.

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Physik ohne Formeln

Michael Munowitz

Gelesen im Mai/Juni/Juli 2008:
Rowohlt Taschenbuch Verlag, November 2007 (die Originalausgabe erschien im selben Verlag 2006).

Der Autor erklärt uns die Physik in folgenden 12 Kapiteln:
1. Große Erwartungen das gesamte heutige Wissen zu überschauen
2. Feste Bindungen: Vier grundlegende Wechselwirkungen
3. Im Auge des Betrachters: Bezugsrahmen und Relativität
4. Dreiteilige Erfindung: Die Mechanik im Allgemeinen und insbesondere die klassische Mechanik
5. Masse als Medium: E = mc2 und die Raum-Zeit-Krümmung
6. Geballte Ladung: Das klassische elektromagnetische Feld
7. Es gibt keine Gewissheit: Unbestimmtheit und das Quant
8. Der nicht eingeschlagene Pfad: Quantenmechanik
9. Erzwungene Symetrie: Quantenteilchen und Felder
10. Statistisches Schicksal: Gleichgewicht, Entropie und der Zeitpfeil
11. Überraschender Ausgang: Chaos und Komplexität
12. Lose Enden: Das Unendliche und das Nonplusultra.

Wie man aus dem Inhaltsverzeichnis schon erkennt, geht es weniger um die "normale" Alltagsphysik, sondern um die kleinsten Teilchen, die Kräfte zwischen ihnen, um die Zukunftstheorien unseres Weltalls usw. Zwar finde ich das Buch zur Auffrischung meiner Physikkenntnisse sehr interessant, aber nervig sind zum Beispiel die 40 Seiten Anmerkungen am Schluss, auf die von fast jeder Seite verwiesen wird. Das heißt man blättert ständig nach hinten, manchmal wegen völlig uninteressanten Erläuterungen. Besser hätte ich es gefunden, wenn die meisten Erklärungen schon im Text eingebaut wären. Das 30-seitige Glossar hingegen finde ich sehr hilfreich. Hier werden nochmal viele Begriffe erklärt.

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Im Land der grünen Ameisen -
Die erste Durchquerung Australiens

Sarah Murgatroyd

Gelesen im Juli 2003
Goldmann Verlag Mai 2003 (Originalausgabe erschien 2002 mit dem Titel: "The Dig Tree").

Die Autorin berichtet über die erste Süd - Nord Durchquerung Australiens, geleitet von Burke und Wills. Mit Kamelen und Pferden werden Dinge wie Badewanne, Eichentisch und chinesischer Gong mit auf die Expedition genommen. Auf halber Strecke trennt man sich von diesem Ballast. Kurz und gut, die Expedition wird zu einem Chaos. Am Ende sterben Burke und Wills auf der Rückkehr in der Wüste.

Die Autorin berichtet bis ins kleinste Detail von der Entstehung der Idee, über die Auswahl der Leute bis zum Aussehen der Beerdigungskutschen der Hauptdarsteller. Für Wissenschaftler sicher ein nettes Buch, wenn auch recht sprunghaft, ich fand es zu ausführlich und darum oft sehr langatmig.

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Der Fremde in meinem Haus

Gloria Murphy

Gelesen im Juli 1999
1997 Deutsche Erstausgabe, (Originalausgabe: 1992).

Krimi: Lauren Sandler und ihre acht Jahre alte Tochter lernen auf dem Rummel Jonathan Grant kennen. Sie verliebt sich in den Witwer und heiraten. Seine ehemalige Frau ist ermordet worden. Zeugin war seine 11 Jahre alte Tochter.

Spannend. Würde jederzeit wieder ein Roman der Autorin lesen.

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Sommeralptraum

Gloria Murphy

Gelesen im Februar 2005:
Knaur Taschenbuch Verlag April 1996 / die Originalausgabe erschien 1991 unter dem Titel "Down Will Come Baby".

Die 12-jährige Robin verbringt auf Drängen ihrer Eltern ihre Ferien in einem Sommerlager und schließt dabei Freundschaft mit dem Mädchen Amelia. Bei einem heimlichen nächtlichen Ausflug ertrinkt Amelia und Robin kann sie nicht mehr retten. Obwohl keiner Robin für schuldig erklärt, leidet sie unter großen Schuldgefühlen. Ihre Eltern trennen sich und ihr Vater zieht mit Robin in eine andere Stadt. Nun beginnt ein wahrer Albtraum für das Mädchen.

Spannend bis zur letzten Seite!

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