Sabines völlig subjektiven Buchtipps

Zurück zur Bücherstartseite

Autoren beginnend mit S

Autor

Titel

Genre

Meine
Bewertung

Susanne und Alexander Saade Weltreise mit Kindern - Logbuch eines Sabbatjahres Reiseerlebnis
Ulrich Sackstedt Auf nach Down Under Auswanderergeschichten
Almut Sander Australien - Beginn einer Leidenschaft Reiseerlebnis
Almut Sander Australien - zwischen Bergen und Outback Reiseerlebnis
Almut Sander Australien - schwarze Sonne im roten Zentrum Reiseerlebnis
Mandy Sayer Tod in der Traumstadt Krimi
Dagmar Schaper-Schulz Extremtrip: 4000 Tage grenzenloses Reiseabenteuer Reiseerzählung
Mark Scheppert Koalaland Reiseroman
Gabi Schick Neuseeland, Bali, Fidschi, Australien: Mit Fahrrad, Kind und Kegel Reiseerlebnis
Klaus Jürgen Schmidt Trommeln im Elfenbeinturm Interaktiver Thriller
Loki Schmid Das Naturbuch für Neugierige Sachbuch
Ulrich Schmid Die Frau vom Hirsch heißt Reh... Sachbuch
Ulrich Schmid 400 populäre Irrtümer über Pflanzen und Tiere Sachbuch
Anja Schmidt-Giese Possum vor dem Fenster Erlebnisbericht
Michael Schmitz Gegen Sand, Sonne und sich selbst - 11.000 Kilometer mit dem Mountainbike durch Afrika Erlebnisbericht
Katherine Scholes Die Regenkönigin Roman
Chantal Schreiber Plötzlich in Peru Roman
Isabel Schrimpf High Heels und Hühnerfüße - Begegnungen mit Singapur Reiseerlebnis
Timo Schrödl Australien? Australien! Jugendbuch
Claudia Metz & Klaus Schubert Abgefahren Reiseerlebnis
Dietrich Schwanitz Bildung - Alles, was man wissen muß Sachbuch
Melisa Schwermer Abgewiesen Thriller
Belinda Seaward Über den Wolken von Afrika Roman
Susanne Seitz Welfenbrand Roman
Martin Semesch und Christoph Wittmann Sommergeheimnisse Horror
Martin Semesch und Christoph Wittmann Idylle Thriller
Martin E. P. Seligman Der Glücksfaktor
Warum Optimisten länger leben
Sachbuch
Kate Sharam Ein gefährlicher Vorschlag Roman
Patricia Shaw Migalu - der weiße Wal (12 Minuten Hörbuch) Australiengeschichte
Patricia Shaw  Wind des Südens Roman
Patricia Shaw Im Feuer der Smaragde Roman
Patricia Shaw Tal der Träume Roman
Patricia Shaw Im Land der tausend Sonnen Roman
Patricia Shaw Feuerbucht Roman
Patricia Shaw Sterne im Sand Roman
Patricia Shaw Leuchtendes Land Roman
Daphne Sheldrick Eine afrikanische Liebesgeschichte -
Mein Leben unter Elefanten
Biographie
Bastian Sick Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
Teil 2
Rechtschreibung
Bastian Sick Happy Aua Rechtschreibung
Gregor Sieböck Der Weltenbummler
- Zu Fuß um die halbe Welt
Erlebnisbericht
Tove Simpfendörfer Der Teufel geht auf die Jagd Erlebnisbericht
Gemma Sisia St Jude's Biographie
William Sleator Gefährliche Wünsche Jugendroman
Jonathan Smith Fenster zur Nacht Psychothriller Punkte
Scott Smith Dickicht Thriller Punkte
Peter Smolka Rad ab! 71.000 km mit dem Fahrrad um die Welt Erlebnisbericht
Fred Sommer Traumreise durch Australien und Neuseeland Reiseerzählung
Beatrice Sonntag Asiens letzte Geheimnisse - als Tourist in Nordkorea und Bhutan Reiseerzählungen
Ahdaf Soueif Die Landkarte der Liebe Roman
Diana Souhami Selkirks Insel Erlebnisbericht
Jutta Speidel
Bruno Maccallini
Wir haben gar kein Auto...
Mit dem Rad über die Alpen
Erlebnisbericht
Manfred Spitzer Dopamin und Käsekuchen Hirnforschung
Isabel Stadnick Wanna Waki -
Mein Leben bei den Lakota
Erlebnisbericht
Franziska Stalmann Lieber die Taube in der Hand Roman
Sabine Stamer, Tom Buhrow Mein Amerika - Dein Amerika Geschichten
Robert Louis Stevenson In der Südsee Erlebnisbericht
Madeleine St. John Ein Sommer in Sydney Geschichten
Rolf Stöver Weißer Hass - Schatten über Südafrika Tatsachenroman 5 Sterne
Michael Streck Stars & Stripes und Streifenhörnchen Erlebnisbericht
Martin Suter Small World Roman
Martin Suter Der Teufel von Mailand Roman
Martin Suter Lila, lila Roman
Martin Suter Die dunkle Seite des Mondes Roman
Martin Suter Ein perfekter Freund Roman
Martin Suter Unter Freunden Geschichten
Martin Suter Der letzte Weynfeldt Roman
Martin Suter Der Koch Roman
Martin Suter Allmen und Libellen Roman
Martin Suter Montecristo Krimi
Madge Swindells Die Ernte eines Sommers Familiensaga

Weltreise mit Kindern -
Logbuch eines Sabbatjahres

Susanne und Alexander Saade

Gelesen im Mai 2012:
Reiseliteratur-Verlag Jens Frevler, Hamburg 2007, Books on Demand GmbH

Ein Lehrerpaar mit 2 Söhnen, einer im Vorschulalter und einer im Grundschulalter nehmen sich ein Sabbatjahr und reisen zu viert um die Welt. Die Kinder werden unterwegs unterrichtet, damit sie den Anschluss an ihre Klassen nicht verlieren. Sie reisen über Südafrika, Swasiland, Simbabwe, Namibia, Indien, Myanmar, Thailand, Singapur, Bali, Neuseeland, Fidschi, Australien bis Hawaii, erleben wilde Tiere in Afrika, das pure Leben in Indien, einen Tsunami in Thailand und vieles mehr.

Die beiden Autoren schreiben abwechselnd jeder über das, was ihm/ihr wichtig ist, eine gute Ergänzung finde ich. Das Buch macht Mut zur Nachahmung für Paare mit Kindern, die sich ein Sabbatjahr nehmen können. Ich glaube, dass so eine Reise für alle vier wichtige Eindrücke in ihrem Leben hinterlässt. Diese Eindrücke kann einem keiner nehmen. Ergänzend zur Reise beschreiben die beiden ihre Reisevorbereitungen inklusive Impfungen, nach welchen Gesichtspunkten sie ihre Ziele ausgewählt haben. Zum Schluss des Buchs erfolgt noch eine Reisenachbereitung mit Angaben, wieviel Geld sie für was in welchem Erdteil benötigten, welche Dokumente nötig sind usw. Ich empfinde dieses Buch als ein gutes, abgerundetes Buch, geeignet für Nachahmer und Reiseinteressierte.

Nach oben

Auf nach Down Under

Ulrich Sackstedt

Gelesen im August 2000
1991: 1.Auflage

Erlebnisberichte: Auswanderergeschichten aus Australien. Gegliedert nach Jahrzehnten, beginnend mit den 50er Jahren endend mit den 80ern. Geschildert werden von den Auswanderern die Gründe und ihre Erlebnisse.

Hat mir gut gefallen. Es werden die unterschiedlichsten Schicksale dargestellt. Einige haben in Australien Fuß gefasst, viele kehren auch wieder heim. Mich haben besonders die Gründe des Scheiterns interessiert.

Nach oben

Australien - Beginn einer Leidenschaft

Almut Sander

Gelesen im März 2012:
eBook: Herausgeber Almut Sander, Copyright: 1993 bis 2011

Almut Sander und ihr Mann planten 1993 eigentlich eine Reise nach Hawaii. Nach längeren Überlegungen entschlossen sich die beiden aber doch lieber eine WoMo-Tour durch Australien zu unternehmen. Es war ihre erste Reise nach Australien. Almut Sander berichtet von ihrer Anreise nach Sydney, von der Fahrt mit dem WoMo an der Küste entlang in 11 Tagen nach Cairns und dort schlossen die beiden ihre Reise mit 8 Tagen in Palm Cove ab. Almut Sander hat aber nicht nur ihren Reisebericht, wie sie die Ziele 1993 erlebten beschrieben, sondern vieles auf den aktuellen Stand von heute gebracht, aktuallisiert durch ihre letzten Reisen.

Zum einen gefällt mir der lockere, humorvolle Schreibstil der Autorin und zum andern bin ich ganz begeistert über unsere Gemeinsamkeiten, auch wir entdeckten im Jahre 1993 unsere Liebe zu Australien, flogen auch mit Qantas, sogar auf der gleichen Route Bangkok - Singapur. Ebenso verwechselte mein Mann in Down Under anfänglich Scheibenwischer und Blinker und wir besuchten in Queensland viele gleiche Orte und Sehenswürdigkeiten, inklusive den gar nicht so bekannten Ort Yeppoon. Ich hätte Ewigkeiten mit den beiden weiterreisen können. Sehr, sehr schade, dass es die beiden anderen Australien-Bücher der Autorin nicht als eBooks gibt, denn Papierbücher möchte ich eigentlich gar nicht mehr lesen, dazu bin ich inzwischen zu verwöhnt :-).

Nach oben

Almut Sander

Australien - zwischen Bergen und Outback

Almut Sander

Gelesen als eBook im Dezember 2012
Herausgeber: Almut Sander aus Holzwickede

Almut Sander bricht mit ihrem Mann zur zweiten Wohnmobilrundreise durch Australien auf. Diesmal reisen die beiden ab Sydney, wo sich die Autorin endlich die Oper ansehen darf, weiter durch New South Wales, durch Canberra, Victoria und wieder nach Sydney zu ihrem Ausgangspunkt zurück.

Der Leser erfährt, wenn nicht in der detaillierten Ortsbeschreibung am Schluss des eBooks, im Laufe des Reiseberichts in unterhaltsamer Weise eine Menge über die einzelnen bereisten Orte, wie es nicht unbedingt im Reiseführer steht. Auch über Orte, die wir selber schon bereist haben, wie Phillip Island, habe ich eine Menge Neues erfahren und so erging es mir nicht nur bei Phillip Island. Also sehr informativ und dazu noch unterhaltsam. Ein Super-eBook zum Nachreisen.

Nach oben

Almut Sander

Australien - schwarze Sonne im roten Zentrum

Almut Sander

Gelesen als eBook im Dezember 2012
Ausgabe: 2003-2012 Almut Sander Holzwickede.

Die Autorin reist mit ihrem Mann wieder mal nach Australien, diesmal zum Betrachten der Sonnenfinsternis am 4. Dezember 2002. Sie reisen mit Singapore Airlines von Frankfurt über Singapur nach Adelaide. Dort mieten die beiden sich ein WoMo und fahren Richtung rotes Zentrum, wo das Wetter am sichersten ist zur Sonnenfinsternisbeobachtung. Was die beiden auf der Fahrt dorthin alles schönes erleben, lest ihr am besten selbst.

Mir hat der Reisebericht der Autorin wieder super gefallen. Ich kann mich beim Lesen so richtig schön in die Situationen hineinversetzen und möchte am liebsten gleich auch losdüsen. Die Autorin gibt gute Tipps zum Nachreisen, auch viele Infos über die bereisten Orte und das alles in netter, humorvoller Erzählform. Man könnte das Buch wie einen Reiseführer verwenden und die Route genauso nach fahren, wenn man dies wollte. Schmunzeln musste ich schon bei der Beschreibung des Frankfurter Flughafens: lange Wege, rauf und runter, schlecht ausgeschildert - genau so sehe ich das auch :-)

Nach oben

Tod in der Traumstadt

Mandy Sayer

Gelesen im März 2000

Krimi: Elf Personen erzählen, jeweils aus ihrer Sicht, vom Kampf um die Häuser in Sydneys Kings Cross, von Immobilienspekulanten und Amtsschimmeln, von krummen Dingern usw. Eines Tages ist die Aktivistin Gina verschwunden.

Um es in der Analsprache der Autorin auszudrücken: Ein beschissenes Buch, so richtig zum Kotzen. Habe mich bis zum Ende durchgekämpft und anschließend zum Altpapier geschmissen.

Nach oben

Extremtrip: 4000 Tage grenzenloses Reiseabenteuer

Extremtrip: 4000 Tage grenzenloses Reiseabenteuer

Dagmar Schaper-Schulz

1 Stern

Gelesen als eBook im April 2017
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

Nach der vorzeitigen Beendigung des Arbeitslebens der Autorin und ihres Mannes Dieter, erfüllen sich die beiden einen Lebenstraum und reisen mit einem umgebauten Unimog in 4000 Tagen um die Welt. Das erste halbe Jahr werden sie von zwei Freunden begleitet. Sie starten gemeinsam in Hannover, reisen durch Russland, die Mongolei und China. Dann trennen sich ihre Wege, sie fahren alleine weiter, über Laos, Thailand nach Malaysia. Dort passiert ein Unglück, ihr Unimog fällt beim Verladen aufs Schiff nach Australien aus drei Meter Höhe und erleidet fast Totalschaden. Sie legen deshalb in Malaysia einen unfreiwilligen 7-monatigen Aufenthalt ein bis der Unimog repariert ist. Dann geht es weiter nach Australien, wo die beiden auch noch eine zeitlang umherreisen. Wieder wird der Unimog verladen, denn es geht weiter nach Amerika. Von Nordamerika reisen die beiden von Alaska bis nach Südamerika.

Mein Mann hat mir von dem TV Auftritt der Autorin bei Lanz erzählt, was meine Neugier auf das Buch weckte. Ich kaufte es mir zum Glück, wie sich später herausstellte, nur als eBook, so dass „nur“ 9,99 Euro und kostbare Lesezeit vergeudet wurden. Ziemlich emotionslos, wenn es um Land, Leute und Natur ging, berichtete die Autorin über ihre Reise. Sie fuhren von A nach B, dann nach D, etwas später erreichen sie E und im Ort F übernachten sie. Zwischendurch wurden immer wieder Dieters Fahrkünste gelobt, dann wurde ein Reifenwechsel hier, ein Tachowellenwechsel da beschrieben, zwischendurch meckerte sie über zu teures Benzin, über Abzocke an manchen Grenzen. Ich wollte das Buch nicht zu früh aufgeben, sondern ich hegte die Hoffnung, dass ich in Malaysia, wo sich die beiden ohne Unimog aufhielten, mehr vom Leben in dem Land erfahre. Dem war aber leider nicht so. Alles was ich von Malaysia erfuhr war, dass Dieter seine Zeit von morgens bis abends in der Werkstatt verbrachte, um die Reparatur des Unimogs zu beaufsichtigen. Ich fragte mich, was die Autorin denn in der Wartezeit unternahm, während ihr Mann in der Werkstatt stand? Keine Silbe davon. Ich freute mich auf den Australien Teil. Aber auch hier erfuhr ich nur welche Orte sie passierten, aber kaum etwas von Land, Leuten und Natur. Ich merkte, dass ich beim Lesen immer weniger bei der Sache war, weil es mich soooo langweilte. Darum habe ich hier das Buch aufgegeben. Schade eigentlich, denn die Autorin und ihr Mann haben so viel erlebt, aber leider kann sie dies dem Leser, nach meinem Geschmack, nicht interessant rüberbringen. Ich will aber nicht ungerecht sein, dieser 1 Stern sagt nur etwas über meinen Geschmack aus. Unimog-Fans denken vielleicht völlig anders über das Buch.

Nach oben

Koalaland

Koalaland

Mark Scheppert

4 Sterne

Gelesen als eBook im September/Oktober 2014
Copyright 2013 Mark Scheppert, Books on Demand, Norderstedt.

Nina und Micha, die sich zu Beginn der Reise sogar noch siezen, fliegen nach Australien, um dort gemeinsam ihren Urlaub zu verbringen. Sein Traum von Australien ist die Durchquerung des Outbacks. Sie kann sich zuerst überhaupt nicht auf das Land einlassen, denn sie hängt ununterbrochen am Telefon und am PC, da die Firma zuhause ohne sie unterzugehen droht, zumindest glaubt sie das. Auch ist der Reisepartner so gar nicht nach ihrem Geschmack, er benimmt sich in ihren Augen einfach nur peinlich. Allmählich bringt Australien die beiden aber näher und sein Traum vom Outback scheint doch noch in Erfüllung zu gehen, oder?

Ich habe nach einem Buch gesucht, welches in der Gegenwart in Australien spielt, also kein Gründerzeiten Roman (die hängen mir langsam zum Halse heraus) und das mich während unserer 4-wöchigen Australienreise gut unterhält. Das ist mir mit diesem Buch gelungen. Anfangs habe ich mich öfter gefragt, wie sich die beiden, doch so unterschiedlichen Menschen überhaupt zu so einer Reise gefunden haben. Denn für mich ist es unvorstellbar, dass ich mich mit einem Menschen, den ich nicht mal richtig kenne, zu einer Reise zusammentue, auf der man wochenlang auf engstem Raum zusammenlebt. Ist es Naivität? Mir bleibt das ein Rätsel. Jedenfalls hat mich diese Reise auf meiner Reise durch Down Under sehr gut unterhalten.

Nach oben

Neuseeland, Bali, Fidschi, Australien: Mit Fahrrad, Kind und Kegel...

Gabi Schick

Gelesen im Juni 1999

Erlebnisbericht: Die Autorin ging mit Mann und zweijährigem Sohn für ein halbes Jahr mit dem Fahrrad auf Weltreise.

Informativ und gut lesbar. Am ausführlichsten wird der Teil in Neuseeland beschrieben. Ich bin auf ihre folgenden Bücher gespannt.

Nach oben

Das Naturbuch für Neugierige

Loki Schmid

Gelesen im Januar/Februar 2012:
1. Auflage September 2010 by Rowohlt Berlin Verlag GmbH.

Loki Schmidt erzählt in ihrem Buch von unserer Natur im direkten Umfeld, aber nicht nur, sondern sie erzählt ebenso über Expeditionen in ferne Länder. Sie berichtet, wie man mit wachem Auge und Interesse faszinierende Pflanzen und Tiere entdecken kann. Zitat des Buchrückens: "Ein warmherziges, sehr persönliches Buch - ein Buch wie ein Naturspaziergang mit einer beeindruckenden Frau."

Viele Dinge, die Frau Schmidt in ihrem Buch beschreibt sollte man eigentlich ganz selbstverständlich wissen, weil es unsere direkte Umgebung betrifft, aber ich habe festgestellt, dass ich eigentlich kaum etwas davon wusste. Ich glaube nach dem Lesen des Buchs, betrachte ich meine Umwelt etwas aufmerksamer. Auch habe ich es mir nicht nehmen lassen ihre Buchempfehlungen am Ende des Buchs zu bestellen"Jahreszeitliches Wanderbuch". Bin sehr gespannt drauf. Denn wie oft grübeln wir beim Wandern über diesen oder jenen Pflanzen- oder Tiernamen nach. Warum ich Loki Schmidts Buch wahrscheinlich auch nie vergessen werde ist, weil sie so nett über ihren Garten berichtet. Sie mochte wie wir, auch keinen toten Superrasen und hochgezüchtete Blumenbeete, sondern sie ließ der Natur lieber ihren freien Lauf.

Nach oben

Die Frau vom Hirsch heißt Reh...
und 265 weitere populäre Irrtümer aus der Tier und Pflanzenwelt

Ulrich Schmid

Gelesen im Januar/Februar 2012:
2. überarbeitete Auflage. 2011, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart.

Das Buch räumt in neun fachlich aufgeteilten Kapiteln, 265 Irrtümer aus der Tier- und Pflanzenwelt aus dem Weg. Die Irrtümer betreffen Spinnen, Eisbären, Vögel, Fische, Würmer, Schlangen bis zu Bäümen, Kakteen, Dinos, Urzeitmenschen und vieles andere.

Man kann das Buch sowohl mal für ein zwei Geschichten zwischendurch in die Hand nehmen, als auch stundenlang darin herumlesen. Ich finde die Geschichten alle sehr interessant. Oder wussten Sie, dass der Neanderthaler nicht der Vorfahre des heutigen Menschen ist? ...dass Schnaken nicht stechen? ...was Zunder ist? ...dass Termiten keine Ameisen sind? ... dass es Löwen nicht nur in Afrika gibt?

Tolles Buch - ich wünsche mir weitere so interessante Bücher!

Nach oben

Ulrich Schmid

400 populäre Irrtümer über Pflanzen und Tiere

Ulrich Schmid

4 Sterne

Gelesen im Januar/Februar 2014
Copyright 2005 Franckh-Kosmos Verlag-GmbH & Co. KG, Stuttgart

Herr Schmid greift in 400 kleinen Geschichten Alltagsirrtümer zu Pflanzen und Tieren auf und stellt sie richtig. Hier ein paar Irrtümer wild herausgegriffen:
- Blumensträuße verzehren Sauerstoff
- Dinosaurier waren die schwersten Tiere der Erde
- Esel sind dumm
- Fische haben keine Nase
- Auf den kanarischen Inseln gibt es keine Gifttiere
- Maulwürfe sind blind
- Piranhas sind extrem gefährlich
- Alle Raubtiere sind Fleischfresser
- Schwämme sind Pflanzen
- Zitronen enthalten das meiste Vitamin C.

Die Geschichten sind zwischen einer halben und zwei Buchseiten lang, man kann sie gut zwischendurch lesen. Einige Irrtümer sind bekannt, einige aber auch nicht. Mir hat das Buch gut gefallen. Sollte es weitere Bücher des Autors geben, würde ich mich freuen. 

Nach oben

Trommeln im Elfenbeinturm
(Ein interaktiver Thriller)

Klaus Jürgen Schmidt

http://www.radiobridge.net

Gelesen im Oktober 2005:
Books on Demand GmbH, Norderstedt Juni 2005

Simbabwe 1989: Als die beiden Freundinnen, die Deutsche Gertrud Steiner und die Simbabwerin Lainet Musora, am Sambesi ihr Nachtlager aufschlagen, werden sie von einem Ranger vor Wilderern gewarnt. Am nächsten Morgen ist ihr Boot fort. Lainet lässt Gertrud zurück, um im Dorf ihres Onkels Hilfe zu holen, und gerät dabei in eine Falle. Währenddessen wird Gertrud von den Wilderern entdeckt. Die beiden Freundinnen sehen sich in internationale Verschwörungen verstrickt, die sich über Europa bis nach Asien ziehen.

Das Buch beginnt sehr spannend. Klaus Jürgen Schmidt schreibt immer wieder zwischendurch sehr detailliert über die vielen Gruppierungen, Verschwörungen und über Korruption in Afrika. Es ist kein Lesestoff für jemanden, der nur Unterhaltung sucht. Nein, man sollte sich ein ruhiges Plätzchen suchen, um das viele Material verarbeiten zu können. Für meinen Geschmack, als Nicht-Afrika-Kenner, sind zu viele Informationen in diesen Thriller gepackt, ich konnte zum Schluss nicht mehr folgen.

Weitere Infos zu Afrika und zu Klaus Jürgen Schmidts Romanen findet man auch auf seiner oben angegebenen Internetseite

Nach oben

Possum vor dem Fenster
Abenteuer Alltag in Australien

Anja Schmidt-Giese

Gelesen im Oktober 2009:
1. Auflage 2009 - Dyras Verlag, Mannheim

Die Autorin und ihr Mann planen für ein Jahr nach Australien zu ziehen, da ihr Mann einen Posten in der Melbourner Universität bekommt. Sie packen ihre sieben Sachen, lassen sich ihre Möbel schicken, gehen auf Wohnungs- und Autosuche, sie geht auf Jobsuche und sie erkunden das Land. Die Autorin berichtet dabei von den Schwierigkeiten den Alltag zu meistern, den Unterschieden zu Deutschland und Australien, sie erzählt von ihren Reisen in die unterschiedlichsten Gegenden. Natürlich lässt sie auch das Thema giftige Tiere nicht aus, was sicher besonders die noch nie nach Australiengereisten interessiert. Anhand eines Beispiel erklärt Frau Schmidt-Giese, warum man als Neuling nicht sorglos mit Slang-Worten um sich werfen soll ;-) Am Ende des Buchs findet man übrigens ein Slang-Glossar.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, die Autorin hat einen netten, humorvollen Stil zu schreiben, ich musste manchmal laut lachen und fand es schade, als ich das Buch schon nach drei Tagen durchgelesen hatte. Obwohl wir doch einige Male in Australien waren, ist mir vieles neu, besonders die Dinge, auf die man im alltäglichen Leben trifft und wir als Urlauber natürlich nicht. Was mir auch sehr gut gefällt, dass die Autorin ihren Leser immer wieder zwischendurch mit nützlichen Hintergrundinformationen versorgt. Etwas schwierig stelle ich mir das Lesen für Nichtaustralienkenner vor, da zwar die bereisten Orte beim Namen genannt werden, aber man keine Skizze mit diesen Orten findet. Und wer liest schon gern mit einem PC und Google-Maps daneben? Etwas merkwürdig fand ich allerdings die Bemerkung der Autorin, dass Tasmanien eine winzige Insel wäre. Hat sie das Australiern einfach nachgeplappert, denn für australische Verhältnisse ist sie sicher klein. Aber für einen Europäer? Tasmanien ist fast so groß wie Irland, 70 mal so groß wie Deutschlands größte Insel und auch viel größer als das Geburtsland der Autorin, Niedersachsen. Es sind noch ein paar Kleinigkeiten, etwas Überheblichkeit, über die ich mich geärgert habe, aber trotzdem gefiel mir das Buch sehr und ich kann es nur empfehlen

Nach oben

Michael Schmitz

Gegen Sand, Sonne und sich selbst - 11.000 Kilometer mit dem Mountainbike durch Afrika

Michael Schmitz

3 Sterne

Gelesen als eBook im Dezember 2013 / Januar 2014
Bilder und Text @2012 Michael Schmitz.

Der Autor radelt Mitte der 90er Jahre 11.000 km durch das östliche Afrika. Er besucht dabei die Länder Kenia, Tansania, Malawi, Zimbabwe, Swaziland, Lesotho, Südafrika und endet seine Tour in Namibia. Er erzählt von den Höhepunkten, wie die Besteigung des Mount Kenia, den Safaris mit Wildbegegnungen, Er berichtet über die grenzenlose Armut der Menschen, über die Auswirkungen der Apartheid und natürlich über das Radfahren und die technische Ausrüstung.

Nett zu lesen und ganz interessant. Ich fühlte mich allerdings vom Autor etwas über den Tisch gezogen, da ich erst später beim Lesen feststellte, als es um den "gerade" beendeten Krieg in Mosambik ging, dass ich eigentlich ein Geschichtsbuch in der Hand hielt. Diese Radreise muss also vor knappen 20 Jahren stattgefunden haben, was aber nirgends erwähnt wird. Sowas wüsste ich gerne vorher, denn das Leben in Afrika ändert sich rasant, wie es der Autor selber erwähnt im Buch.

Nach oben

Die Regenkönigin

Katherine Scholes

Gelesen im September 2006:
Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur 2003 - Die Originalausgabe erschien 2001 unter dem Titel "The Rain Queen"

Durch ihre in Australien lebende Nachbarin, werden in Kate Erinnerungen an ihre Kindheit in Tansania geweckt. Ihre Eltern, die dort auf einer Missionsstation lebten, wurden dort auf grausame Weise ermordet. Es stellt sich heraus, dass Kates australische Nachbarin Annah nicht aus Zufall ihre Nachbarin ist, sondern sie entpuppt sich als ihre Patentante, die Kate unbedingt die wahre Geschichte ihrer Eltern in Tansania erzählen will.

Das Buch beschreibt die Geschichte Annahs in Tansania. Annah beginnt in Tansania als Krankenschwester, auf der Missionsstation von Kates Eltern zu arbeiten. Michael, der Leiter der Missionsstation, bittet aus privaten Gründen um Annahs Versetzung, der stattgegeben wird. Sie gelangt mit Stanley zu einer anderen grenznahen Missionsstation, die bis auf die Grundmauern abgerissen und ausgeplündert wurde. Wie durch ein Wunder entdecken sie ein unbewohntes, aber intaktes Herrenhaus, dass Annah als Krankenhaus missbraucht. Sie lernt den im Dorf lebenden Häuptling der Waganga kennen und verlieb sich in ihn. Auch mit dem dortigen Medizinmann freundet sie sich an, mit dem sie ihr Wissen austauscht.

Die Autorin, die selber auf einer Missionsstation in Tansania aufgewachsen ist, beschreibt sehr eindrucksvoll das Leben der schwarzen Bevölkerung, deren Glauben an Hexen und eigene Medizin, auf der anderen Seite die katholische Kirche. Das Buch gefiel mir recht gut, aber einen zweiten Roman der Autorin werde ich wohl nicht lesen, er ist mir doch etwas zu langatmig mit seinen fast 600 Seiten.

Nach oben

Plötzlich in Peru

Chantal Schreiber

Gelesen im Juni 2012:
E-Book-Konvertierung: KCS GmbH, Buchholz/Hamburg
2011, 2012 by Planet Girl Verlag

Die 18-jährige Wienerin Elena, entschließt sich spontan für ihre erkrankte Klassenkameradin einzuspringen und für drei Monate als Volunteer in einem peruanischen Waisenhaus zu arbeiten. In Peru erkennt Elena ziemlich bald, dass Planbarkeit und Sauberkeit nicht alles im Leben ist. Sie lernt ihren netten Mitbewohner Joost kennen, der für sie ein guter Freund wird, sie lernt Sebastian, ihren Spanischlehrer kennen, den sie anfangs überhaupt nicht ausstehen kann und im Waisenhaus schließt sie den kleinen, aufgeweckten Carlito in ihr Herz.

Es ist zwar ein Jugendbuch, aber ich habe schon lange nicht mehr ein so wunderschönes Buch gelesen. Da unsere erste Reise nach Peru bevorsteht, bin ich auf der Suche nach allem, was ich über Peru finden kann auf dieses tolle Buch gestoßen. Die Autorin schreibt sehr einfühlsam und humorvoll, wie es einer 18-jährigen Wienerin ergeht, die zum erstenmal in ihrem Leben in ein kulturell fremdes Land reist und das auch noch ganz alleine auch sich gestellt. Sie beschreibt, wie Elena das Land und deren Bewohner lieben lernt. Was mir an dem Buch auch seh gut gefällt, sind die Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten oder Städte zum Beginn der Kapitel Es ist also eine ganz tolle Vorbereitung für eine bevorstehende Perureise. Wahrscheinlich lese ich das Buch vor Ort noch einmal.

Nach oben

Isabel Schrimpf

High Heels und Hühnerfüße - Begegnungen mit Singapur

Isabel Schrimpf

gelesen als E-Book im Oktober 2014,
2. überarbeitete Auflage, 2014 Schrimpf, Isabel - Books on Demand, Norderstedt.

Die Autorin zieht aus beruflichen Gründen mit ihrer Familie für zwei Jahre nach Singapur. Sie erzählt von ihrer Zeit dort, aber auch allgemein über das Leben, Land und Leute in Singapur.

Zuerst hinderte mich der reißerische Titel am Kauf dieses Buchs. Aber als mein Mann dies Buch erstand und mir davon erzählte wurde ich doch neugierig. Ich habe es nicht bereut es gelesen zu haben. Ich finde es sehr interessant und vor allem informativ. Die Autorin berichtet nicht nur über ihr Leben dort, sondern schreibt auch über die Hintergründe und die Geschichte des Stadtstaates. Jedenfalls kann man sich am Schluss des Buchs vorstellen, warum die Singapurer so sind wie sie sind und warum Singapur so ist, wie es ist, um es mal kurz zusammenzufassen.

Nach oben

Australien? Australien!

Australien? Australien!

Timo Schrödl

Gelesen als eBook im Juli 2016
Ueberreuter Verlag; Auflage: 2 (18. Juli 2014).

Irgendwo in Deutschland lebt der 15-jährige Meo gemächlich und zufrieden mit seiner Mutter und seinem, sich oft auf Reisen befindlichen Vater. Er fühlt sich ganz wohl in seinem Leben. Eines Tages bringt sein Vater ihm die „frohe“ Botschaft, dass er in Australien arbeiten könne und natürlich sollen Meo und seine Mutter mit ihm zusammen dort hinziehen. Meo möchte aber sein gewohntes Leben auf keinen Fall aufgeben. So beschließen seine Eltern, dass sie erst einmal in den Ferien Australien erkunden, um zu sehen, ob sie es dort für längere Zeit aushalten. Gesagt, getan, die drei reisen zusammen mit Meos pummeliger Freundin in den nächsten Sommerferien nach Melbourne. In Australien angekommen gefällt Meo eigentlich gar nichts und entsprechend lustlos verhält er sich, was seinen Vater hinwiederum reizt Meo vorzuwerfen, dass man ihn mit nichts begeistern und er nichts alleine bewerkstelligen könne. Meo haut mit seiner Freundin ab, um seinen Vater zu beweisen, dass er sich alleine vom Kakadu Nationalpark quer durch den Kontinent nach Melbourne durchschlagen kann. Das Abenteuer beginnt….

Dieses Jugendbuch finde ich richtig nett und witzig geschrieben. Ohne erhobenen Zeigefinger beschreibt der Autor aus der Sicht Meos seine Reise durch den roten Kontinent. Die beiden erleben und bestehen alle möglichen Abenteuer, aber lest selbst.

Nach oben

Abgefahren

Claudia Metz & Klaus Schubert

Gelesen im November 2001
1. Auflage 2001 von Kiepenheuer & Witsch

Erzählung: 1981 starteten die beiden Autoren mit ihrer Motorradreise rund um die Welt. Geplant war eigentlich eine Fahrt nach Japan, daraus wurden aber 16 Jahre. Die beiden legten 257.000 Kilometer durch alle Erdteile zurück, bis sie 1997 wieder ihren Startpunkt Köln erreichten.

Die Reise der beiden Autoren wird so interessant erzählt, dass ich enttäuscht war über die "nur" 320 Seiten. Ich hätte noch tagelang weiterlesen können. Nicht nur dass es zum Teil spannend geschrieben ist, man erfährt auch viel Interessantes über das Leben anderer Völker.

Nach oben

Bildung
Alles, was man wissen muß

Dietrich Schwanitz

Gelesen von Februar bis April 2008:
Wilhelm Goldmann Verlag, München 2002, die Originalausgabe erschien 1974

Der Autor gibt in seinem fast 700 Seiten umfassenden Buch einen Überblick, was alles zur "Allgemeinbildung" gehört. In dem 1. Teil "Wissen" beschäftigt er sich mit dem Zustand an unseren Schulen, der Geschichte Europas, der europäischen Literatur, der Geschichte der Kunst und Musik, den großen Philosophen, Ideologien, Theorien und wissenschaftlichen Weltbildern und der Geschichte der Geschlechterdebatte. Im 2. Teil "Können" geht es um das Haus der Sprache, der Welt des Buches und der Schrift, der Länderkunde für die Frau und den Mann von Welt, Intelligenz, Begabung, Kreativität, was man wissen sollte und dem reflexiven Wissen. Am Ende des Buchs findet man eine Zeittafel, eine Übersicht über Bücher, die die Welt verändert haben, Bücher zum Weiterlesen, Chronologie der Kulturgeschichte, Namensregister usw.

Ein ganz phantastisches Buch! Ich habe es schon oft in den Büchergeschäften gesehen, aber mich nie daran gewagt, weil ich mir dachte, dass es sich um unzusammenhängendes Wissen handelt, nach Fachbereichen getrennt. Aber dem ist ganz und gar nicht so! Das erstemal in meinem Leben, dass ich Geschichte so schön im Zusammenhang vorgesetzt bekomme, dass ich sie richtig interessant finde. Auch leuchtet mir nun der Zusammenhang zwischen Geschichte, Literatur, Kunst- und Musikrichtung ein. Der Autor schreibt witzig, so dass sich das Buch wunderbar lesen lässt. Ich habe wichtige Stellen, die ich später noch einmal wiederholen oder nachschlagen möchte, angestrichen, denn merken kann ich mir den ganzen Inhalt leider nicht.

Nach oben

Abgewiesen

Melisa Schwermer

Gelesen als eBook im Juli 2015.
Copyright 2015 Melissa Schwermer, Rödermark.

Katinka reist mit ihrem Freund Ole nach Dänemark, um ihren Urlaub zu genießen. Sie will sich außerdem auf der Reise klar darüber werden, ob ihre Freundschaft noch eine Zukunft hat oder nicht. Nach einem Konzert, reisen die beiden weiter zu seinem Bruder, der sie eingeladen hat und den er seit 8 Jahren nicht mehr gesehen hat. Er betreibt mit seiner Frau in Dänemark eine kleine Pension. Kurz nachdem sie erschienen sind, werden sie wieder ausgeladen, da sich auch Oles Schwester angekündigt hat und nichts mit Ole zu tun haben will. Dann wird auch noch in einem Bauwagen in der Nähe seines Bruders eine verstümmelte Frau gefunden. Was hat das Ganze mit der Familie zu tun oder hat es das etwa gar nicht?

Schön spannend geschrieben! Was mir besonders positiv auffällt, dass in diesem spannenden Thriller kein Ermittlungsteam die Hauptrolle spielt, sondern gar keine Rolle zum Glück. Ich habe mir eben gerade einen zweiten Thriller der Autorin bestellt und bin nun sehr gespannt.

Nach oben

Über den Wolken von Afrika

Belinda Seaward

Gelesen im August/September 2008
Goldmann Verlag 2008,
die Originalausgabe erschien 2008 unter dem Titel "Hotel Juliet" bei John Murray, London

Memory Cougan wächst in London bei ihrer Stiefmutter Elise auf. Kurz vor ihrer Hochzeit möchte sie ihre Vergangenheit aufklären und fliegt deshalb zu Max Searle nach Afrika. Von ihm möchte sie die Wahrheit über den Tod ihres Stiefvaters Paul erfahren. Ihre Stiefeltern Elise und Paul reisten vor 24 Jahren nach Sambia, auf die Plantage von Max Searle, um dort Max zu helfen, eine Schule zu errichten. Diese Reise war ein Hochzeitsgeschenk von Elises Vater. Als plötzlich einige Kinder spurlos verschwanden, unter anderem Pauls Lieblingsschülerin Memory, kommt es zu einer verhängnisvollen Nacht im Busch.

Ein, für meinen Geschmack, fürchterlich langweiliger Roman. Die Autorin beschreibt endlos, langatmig Situationen, wo immer wieder mal geweint wird. Dann wird mitten in einer spannenden Szene, die selten genug vorkommt, plötzlich dargestellt, warum Max oder Paul, ich habe es vergessen, Zebras so gerne mag, was mich zu dem Zeitpunk überhaupt nicht interessiert. Am Schluss kann man eigentlich sagen, dass das Verhalten der einzelnen Personen regelrecht dumm und planlos ist.

Nach oben

Welfenbrand

Susanne Seitz

Gelesen Juni 2008
Droemersche Verlagsanstalt 1996

Den Inhalt schreibe ich mal vom Schutzumschlag ab: "Die Geschichte einer Verzehrenden Leidenschaft zur Zeit der Kreuzzüge: Welf von Richen liebt und hasst seine Stiefmutter Johanna, die ihm nach dem Leben trachtet und ihm doch mit an Besessenheit grenzender Unbedingtheit verfallen ist."

Diese Beschreibung hört sich kitschiger an, als es der Inhalt eigentlich ist, finde ich. Es ist mal ein ganz anderer Roman, als ich sie sonst so lese und er gefällt mir sehr gut, spannend und unterhaltsam. Die Autorin stellt das Leben auf den Ritterburgen sehr anschaulich dar. Mir gefällt außerdem ihr netter Schreibstil und auch die Sprache, die der damaligen Zeit angepasst ist. Ich nehme an, die Autorin hat sehr viel für diesen Roman recherchieren müssen. Das war sicher nicht der letzte Roman von Frau Seitz, den ich gelesen habe.

Nach oben

Der Glücks-Faktor
Warum Optimisten länger leben

Martin E.P. Seligman

Gelesen im Oktober 2006:
Bastei Lübbe Taschenbuch 2. Auflage November 2005 (Die Originalausgabe erschien 2002 mit dem Titel "Authentic Happiness: Using the New Positive Psychology to Realize Your Potential for Lasting Fulfillment")

Dies ist ein praktischer Ratgeber, um Optimist zu werden und sich nicht unnötig sein Leben durch Pessimismus schwer zu machen. Der Eine Mensch ist von Haus aus Optimist, der andere kann es lernen. Und an letztere wendet sich der Autor. Herr Seligman war früher selber Pessimist, wie schreibt er so schön, der Miesepeter der Familie. Er schreibt in diesem Buch über positive Gefühle, positive Charakter, Zufriedenheit mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Weiter kann man mit Hilfe von Tests seine Stärken und Tugenden herausfinden und der Autor zeigt Beispiele, wie man diese eigenen Stärken für seine Arbeit oder zu Hause zur eigenen Zufriedenheit nutzen kann.

Dieses Buch hat mir persönlich viel gebracht, da eine Methode aufgezeigt wurde, namens ABCDE-Methode, mit deren Hilfe man konkrete Probleme analysieren und sogar so zum positiven wenden kann, dass man daraus noch Energie gewinnt. Wäre diese Methode nicht so effektiv, dann hätte ich dem Buch einen Punkt weniger verliehen. Der Autor schreibt nämlich, dass Pessimisten intelligenter wären und realistischer denken würden. Ich finde diese Andeutung schreckt doch eher ab, ein Optimist werden zu wollen. Oder ist es vielleicht wahr, dass alle großen Wissenschaftler Pessimisten sind? ;-) Nebenbei, bei einem Test sind Fehler bei der Punkteberechnung enthalten.

Nach oben

Sommergeheimnisse

Martin Semesch und Christoph Wittmann

Gelesen als eBook im September/Oktober 2013:
Verlag: Abacus-Verlag, Februar 2011
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

Sam, der mit seiner Frau und seinen beiden Zwillingstöchtern als Autor in Deutschland lebt, erhält eine Einladung zum Klassentreffen in seine alte Heimat nach Flagstaff/Nebraska. Er hat ein mulmiges Gefühl dabei seine alten Freunde wiederzusehen, denn im Sommer 1987, vor 25 Jahren, geschah etwas schreckliches über das die 5 Freunde für immer Stillschweigen bewahren wollten. Doch allmählich drängt das Geheimnis ans Tageslicht.

Ich habe dieses eBook als 0-Euro eBook erstanden und wenn mir ein eBook, für das ich kein Geld ausgeben musste nicht gefällt, dann berichte ich hier auch nicht drüber. Aber dieses Buch gefiel mir ausgesprochen gut. Die Autoren schildern schön gemütlich und einfühlsam die Geschehnisse und über die einzelnen betroffenen Personen bis zu dem Klassentreffen. Ein bisschen weniger ausführlich hätte mir besser gefallen, also ich muss nicht unbedingt wissen, was die Eltern der betroffenen Personen ganz genau denken und beruflich tun. Aber macht auch nichts, ist ja nett beschrieben. Dann passierten Dinge, wo ich mir überlegte, dass Buch abzubrechen, weil es zu unwahrscheinlich und übertrieben klingt. Und Fantasy-Bücher sind nicht mein Fall. Aber ich musste das Buch trotzdem zu Ende lesen, weil mir die Personen inzwischen ans Herz gewachsen sind :-) und ich habe es nicht bereut. Es ist ein sehr unterhaltsames Buch. Ich werde weitere Bücher der Autoren lesen.

Nach oben

Idylle

Martin Semesch und Christoph Wittmann

Gelesen als eBook im Januar 2014:
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

Oliver Ritter, Lehrer in Wien, erleidet einen Burnout. Um einen Neuanfang zu starten mit weniger Stress, bewirbt er sich an eine Schule in der Kleinstadt Kirchbergen. Mit seiner Familie stellt er sich beim Direktor der Schule vor, erhält den Posten und zieht kurzerhand in das kleine Städchen. Sie verlieben sich auf Anhieb in ein tolles, aber renovierungsbedürftiges Haus, kaufen es und richten ihr eigenes Traumhaus ein. Zunächst scheint alles perfekt, doch nach und nach passieren seltsame Dinge.

Durch das Buch "Sommergeheimnisse" bin ich auf die beiden Autoren gestoßen. Auch dieses Buch finde ich recht unterhaltsam geschrieben. Es hat mir ein paar spannende Stunden im Zug beschehrt. Nachdem ich das Buch zuende gelesen habe, habe ich mir sogleich das nächste eBook der beiden Autoren bestellt :-). 

Nach oben

Ein gefährlicher Vorschlag

Kate Sharam

Gelesen im November 2001
Deutsche Erstausgabe März 1999 vom Deutschen Taschenbuch Verlag

Roman: In Alexandras Leben taucht plötzlich ihre kleine Schwester auf: attraktiv und mittellos. Sie bringt das Alexandras Leben und ihrer Ehe durcheinander. Erinnerungen an früher kommen hoch.

Netter Roman, den man leicht hintereinander weg lesen kann. Er ist manchmal sehr langatmig. Während des Lesens hatte ich öfter den Eindruck, dass die Autorin eine Mindestseitenzahl absolvieren musste. Vom Inhalt würden 200 Seiten ausreichen statt knappe 400.

Nach oben

Wind des Südens

Patricia Shaw

Gelesen im Dezember 2004:
Weltbild Verlag 2004 (Originalausgabe erschien 2003 unter dem Titel "The five winds")

Auf der Schiffspassage von Hongkong nach Australien kommt es zu einer Meuterei. Dabei stirbt die junge Chinesin und Ehefrau des Passagiers Mal Willougbhby auf der Flucht vor ihren Entführern. Eine weitere Passagierin gelingt erst später die Flucht, sie erholt sich lange Zeit nicht von dem Erlebnis. Mal will sich an den Meuterern rächen, während die Eltern der Chinesin Mal zur Verantwortung ziehen. Die ganze Geschichte spielt zu Zeiten des Goldrausches auf den Goldfeldern nördlich von Cairns, in Cairns und in Brisbane.

Es ist ein richtig typischer Patricia Shaw Roman, man fühlt sich beim Lesen der Lektüre sofort nach Australien versetzt. Laut Autorin spart man sich übrigens auch den Kauf jeglicher Reiseführer, da ihre Romane wie Reiseführer benutzt werden können :-). Ich lernte die Autorin letzten Monat bei einer Lesung im Weltbild Verlag kennen. Die Dame war mir mit ihrem typisch, trockenen australischen Humor auf Anhieb so sympathisch, dass ich wohl nie wieder ein Buch von ihr schlecht beurteilen werde, egal was sie schreibt :-).

Nach oben

Im Feuer der Smaragde

Patricia Shaw

Gelesen im Juni 2004
Deutsche Erstausgabe: Schneekluth Verlag 2003 (Originalausgabe erschien unter dem Titel: "On Emerald Downs" bei Headline Book Publishing, London 2002)

Jack Drew ist vor 10 Jahren von einer Gefängnisfarm geflohen und schlug sich mit Hilfe der Aborigines durch den australischen Busch. (Jack Drew bekannt aus dem Roman "Südland"). Zurück in der Welt der Weißen findet er auf der Farm von Major Kit Ferrington Arbeit. Kit Ferrington erhält den Befehl, einen Trupp zu leiten, der mit Waffengewalt die Aborigines in den Norden treiben soll, Jack Drew soll ihm als Kundschafter dabei helfen. Die Farm legt Kit solange in die Obhut seines Freundes Adrian und dessen Schwester, Kits Verlobten.

Wieder ein typischer Patricia Shaw Roman, was ich nicht abwertend meine. Die Handlung spielt vor dem gleichen Hintergrund, wie ihre anderen auch, nämlich in Australien zur Besiedlungszeit. Australienfans kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Es ist spannend geschrieben und auch die Landschaftsbeschreibungen gefallen mir ganz gut.

Nach oben

Tal der Träume

Patricia Shaw

Gelesen im Februar 2003
Bastei Lübbe, 2002 (Originalausgabe erschien: 2000 unter dem Titel: "Waiting for the Thunder")

Autralien um 1900. Der Hauptteil dreht sich um zwei Großgrundbesitzer Familien im Northern Territory, Oatley und Hamilton. William Oatley, dessen Frau starb, verliebt sich in ein viel jüngeres Mädchen aus Perth und heiratet sie. Sein Sohn Myles, der dies auf seiner Europareise erfährt, ist erbost und versucht die Ehe zu zerstören. Hamilton, wird bei einem Aborigines Überfall von einem Pfeil schwer verletzt und von einem weiteren Aborigines zufällig entdeckt und gerettet. Durch diesen Unfall wird die alljährliche Sommerreise der Familie Hamilton nach Darwin verzögert zum Ärger seiner Frau, die bei dieser Gelegenheit ihren Mann verlassen wollte, um in Perth zu leben.

Ein typischer Patricia Shaw Roman mit ihren typischen Motiven. Wie schon früher erwähnt, lese ich ihre Romane so gern, weil sie in Australien spielen, denn Australien ist mein absolutes Traumland. Würde die Handlung in irgendeinem anderen Land der Welt genauso dargestellt werden, würde ich das Buch als viel zu "schmalzig" zur Seite legen. So aber, war dies schon mein 12. Patricia Shaw Roman und ich verschlinge sie trotz des Schmalzes immer wieder!

Nach oben

Im Land der tausend Sonnen

Patricia Shaw

Gelesen im November 2002
Knaur, deutsche Erstausgabe 2002 (Originalausgabe erschien: 2001 "The Dream Seekers")

Roman / Australien: Pastor Beitz macht sich im Jahre 1874 zusammen mit einigen Landsleuten aus Hamburg nach Australien auf, um dort ein neues Gemeindeleben aufzubauen. Die Bedingungen in Bundaberg / Queensland sind härter, als sie erwarteten. Ihr erworbenes Land erweist sich als wilder Dschungel. Bald aber bedroht ein Neuankömmling, der sich als Geistlicher ausgibt, ihre aufblühende Stadt.

So langsam fällt der Autorin nicht mehr viel ein. Es ist nicht besonders spannend, aber es eignet sich gut als Lektüre für eine lange Bahnfahrt. Trotzdem verschlinge ich ihre Romane immer wieder gerne, da der Hauptteil der Handlung in meinem absolutem Lieblingsland Australien spielt.

Nach oben

Feuerbucht

Patricia Shaw

Gelesen im März 2002
Bastei Lübbe: Dezember 2001 (Originalausgabe: 1999)

Roman: Die Schwestern Ruth und Emilie reisen 1868 von England nach Australien, in der Hoffnung auf eine gute Stellung. Ruth findet eine Stelle auf einer Farm, Emilie in Maryborough. Sie begegnet dem Abenteurer Willoughby, der unter Mordverdacht gerät.

Ein typischer Patricia Shaw Roman. Ich verschlinge ihre Bücher, weil sie in meinem Lieblingsland spielen, nicht weil die Handlung besonders toll ist. Aber man kann es so hintereinander weglesen und dabei täglich an Australien denken. Und bei 670 Seiten lässt es sich besonders lang träumen.

Nach oben

Sterne im Sand

Patricia Shaw

Gelesen im August 2001
Bastei Lübbe Taschenbuch 1.1.2001 (Originalausgabe erschien: 1998)

Roman: Austin Broderick gründete mit Kelly Halligan bei Brisbane in Australien eine Schaffarm. Sein Partner wurde von Aborigines ermordet, da sie ihnen das Land für die Schaffarm weggenommen hatten. Austin heiratet Kellys Schwester und bemüht sich in Frieden mit den Ureinwohnern auf der Farm zu leben. Es treten neue Probleme auf, durch eine Landreform droht der Broderick Familie der Verlust ihres Besitzes. Der Missionar Reverend Billings entführt 3 Aborigineskinder von der Farm.

Eine nette Familiensaga im typischen Patricia Shaw Stil. Es kommt alles drin vor, was zu einer ordentlichen Australien-Saga gehört: Gründung einer Schaffarm, Aborigines, Familienstreitigkeiten und Skandale. Die Bücher von der Autorin gefallen mir wahrscheinlich nur, da ich ein sehr großer Australienfan bin. Würde die gleiche Handlung in einem anderen Land stattfinden, hätte ich den Roman sicher nicht gelesen.

Nach oben

Leuchtendes Land

Patricia Shaw

Gelesen im August 2000

Roman: Clem Price erbt die Schaffarm seines Vaters. Er heiratet aus Gefälligkeit Thora, die ein Kind erwartet von einem anderen Mann erwartet. Clem geht auf Goldsuche, Thora zieht es in die Stadt.

Dies ist das langweiligste Buch von der Autorin. Es lief alles nach dem gleichen Schema ab, einschließlich der Eingeborenen die nicht fehlen dürfen. Zu guter Letzt siegt natürlich das Gute.

Nach oben

Eine afrikanische Liebesgeschichte -
Mein Leben unter Elefanten

Daphne Sheldrick

Gelesen als eBook im November 2013
1. Auflage. Copyright der deutschsprachigen Erstveröffentlichung 2012 by Wilhelm Goldmann Verlag. Die Originalausgabe erschien unter dem Titel: "An African Love Story".

Die Autorin beschreibt in dem Buch ihre Lebensgeschichte in Kenia. Ihr ganzes Leben widmet sie den Tieren und besonders den Elefanten. Im Tsavo Nationalpark lernt sie den Leiter des Parks David Sheldrick kennen und verliebt sich in ihn. Die beiden heiraten. Daphne kümmert sich mit David um kranke oder verwaiste Tiere und sie nehmen sie auf ihrer Station auf, bis sie stark genug und bereit sind, wieder ausgewildert zu werden. Nach Davids viel zu frühem Tod gründet Daphne eine Rettungsorganisation für verwaiste Elefantenkinder.

Die Autorin gewährt dem Leser einen Einblick in die Politik Kenias, die Probleme der Nationalparks, sie berichtet vom Kampf gegen die Wilderei, von unsinnigen politischen Entscheidungen, dass im Sinne der Naturwissenschaft mal rasch 300 Elefanten getötet werden mussten und sie erzählt über ihr tägliches Leben im Nationalpark, von den vielen Tierwaisenkindern und deren Verhalten. Sie lässt den Leser staunen über so manche "menschlich" scheinende Verhaltensweise der Elefanten. Ein richtig schönes Buch!

Nach oben

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
Neues aus dem Irrgarten der deutschen Sprache: Folge 2

Bastian Sick

Gelesen im Januar 2006
Kiepenheuer & Witsch 1. Auflage 2005

Der Autor beantwortet, wie in seinem ersten Band, viele Fragen zur Rechtsschreibung. Hier einige Themen:
Genitiv oder Dativ nach Verben
Klopft man an der oder an die Tür
Wie steigert man "doof"?
Heißt es vierzehntäglich oder vierzehntägig?
Was ist ein Nebensatz?
Hinauf oder herauf oder hinunter oder herunter?
Wo beginnt der mittlere Osten?
Auf was man bei dem Verfassen von E-Mails achten sollte
Abkürzungen in E-Mails.

Dies Buch ist kein reines Sachbuch, dass in langweiliger und belehrender Art die Rechtschreibregeln einpauken will, nein der Autor weist humorvoll auf ungewollte Fehler hin, dass ich beim Lesen manchmal wirklich laut lachen musste. Am Schluss des Buchs kann man seine inzwischen erworbenen Deutschkenntnisse in einem Test überprüfen.

Nach oben

Happy Aua

Bastian Sick

Gelesen im September 2007:
Kiepenheuer & Witsch Verlag, 1. Auflage 2007

Dies ist ein "Bilderbuch" vom Autors, des Buchs "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod". Die abgebildeten Fotos sind mit den lustigsten Fehlern behaftete Ausschnitte aus Werbeprospekten, Anzeigen der Bahn, Übersetzungen im Ausland, Speisekarten, usw.

Leider ist das Buch nicht dick, das ist der einzige Nachteil des Buchs. Ich habe es auf zwei Bahnfahrten gelesen, aber auf diesen beiden Fahrten habe ich so gelacht, dass es mir gegenüber meinen Mitreisenden schon fast peinlich wurde. Es ist so witzig, dass man sich das Lachen nur schwerlich verkneifen kann, außerdem sorgt es für gute Laune. Denn wussten Sie, dass "Schloßplatz" nach neuer Rechtschreibung "Schlosssplatz" heißt? Zumindest behauptete dass die Berliner Zeitung vom 4.4.2006. Die Bundesbahn wünscht sich von ihren Kunden an einer Stuttgarter S-Bahn-Haltestelle "Lassen Sie Ihr Gebäck nicht unbeaufsichtigt!".

Nach oben

Der Weltenwanderer
- zu Fuß um die halbe Welt

Gregor Sieböck

Gelesen im Oktober 2011:
Überarbeitete Taschenbuchausgabe, Piper Verlag GmbH, München, Juni 2011..

Mit der Idee, den Umweltschutz und das umweltschonende Leben in das Bewusstsein möglichst vieler Menschen zu bringen, packt der Autor seine sieben Sachen und wandert, nur mit Rucksack bewaffnet, von Österreich nach Japan. So startet er seinen Weg über die schönen Alpen Österreichs und der Schweiz, wandert den Pilgerweg durch Spanien nach Santiago de Compostela und weiter durch Portugal. Nach einem Flug nach Südamerika, setzt sich hier sein Weg fort, durch Chile, Argentinien, Peru .... Den nordamerikanischen Kontinent durchwandert er im fußgängerunfreundlichen Kalifornien. Nach einer Pause geht es weiter durch Japan und durch Neuseeland. Sein Leben hängt dabei oft am seidenen Faden, sei es, dass er bis zur Erschöpfung wandern, große Hürden, in Form von Gewässern und Bergen überwinden oder den Wettern strotzen muss. Unterwegs trifft er auf die verschiedensten Menschen und findet Wanderfreunde. Am Ende des Buchs findet man noch allerlei Umwelttipps und Empfehlungen für eine Wanderausrüstung.

Ein ganz tolles Buch! Es ist nicht nur spannend erzählt, sondern mir hat die Einstellung des Autors imponiert, der schon in jungen Jahren weiß was er will und was wichtig für ihn ist. Die Wanderung hat sein Leben verändert. Zuhause wieder angekommen macht er nun das, was seinem Leben einen Sinn gibt und dazu gehört seine ehemalige Schreibtischarbeit nicht. Die Erzählungen über Landschaft und Menschen der einzelnen Wanderabschnitte finde ich durchgehend alle sehr interessant, sowohl im positiven, als auch im negativen Sinn. Dank Sieböck bin ich mir nun zum Beispiel sicher den Pilgerweg nach Spanien niemals zu wandern. Viel zu viele Wanderer, Massenunterkünfte mit ständigen Schnarchern, keine atemberaubende Landschaft. Erschreckt hat mich seine Erzählung von der Wanderung durch Portugal, wo er in einem Dorf weder Verpflegung noch Unterkunft bekam, da die Bewohner keine Fremden im Dorf wollten. Ebenso hat mich Kalifornien nachdenklich gemacht. Im Süden gibt es kaum öffentlichen Zugang zum Meer, er musste häufig auf Asphalt, auf der Standspur neben den vorbeidonnernden Autos wandern oder auf Eisenbahnschwellen, um Canyons zu überwinden. Mit seinem Rucksack wurde er in den USA oft für einen Landstreicher gehalten. Ganz klasse finde ich den Teil Patagoniens, das muss eine herrliche Landschaft sein! Das gleiche gilt selbstverständlich für das abwechslungsreiche Peru, für das bergige Neuseeland und auch für Japan.

Nach oben

Der Teufel geht auf die Jagd

Tove Simpfendörfer

Gelesen im April 2001
Peter Hammer Verlag / Originalausgabe 2001 (168 Seiten)

Erzählung: Der 35 jährige Aborigine Ernie Holden erzählt dem Autor seine Geschichte. Um bei seinen Kumpels als richtiger Kerl anerkannt zu werden gerät er immer mehr unter Alkoholeinfluss. Seine ganze Familie leidet darunter. Aber er ist kein Einzelfall.

Eins der besten Bücher, die ich über das jetzige Leben der Aborigines gelesen habe. Anders, als viele Autoren, beschreibt Herr Simpfendörfer nicht das frühere Leben der Ureinwohner, mit Traumzeit und Walkabout und so, sondern wie man sie jetzt oft sieht in Cairns oder Darwin, nämlich leider meist betrunken, mit unserer Lebensweise nicht zurechtkommend. Diese Hintergrundinformation hat mir zum besseren Verständnis gefehlt.

Nach oben

St Judes

Gemma Sisia

Webseite: www.schoolofstjude.co.tz

Gelesen im Juni 2007:
Pan Macmillan Australia Pty Limited, April 2007
ISBN: 9781405037952

Dieses Buch erzählt die beeindruckende Geschichte von Gemma Sisia, die mit ihren sieben Brüdern und ihren Eltern in Australien aufwuchs, in Tansania auf einer Safari ihren Ehemann kennenlernte und, dort im Dorf ihres Mannes eine Schule aufbaute für die ärmsten Kinder der Umgebung, die sonst nirgends eine Chance in ihrem Leben bekämen. Die Idee dieses Projekts stammte von ihrem Schwiegervater, er schenkte ihr das Land dazu. Gemma Sisia begann Sponsoren zu suchen, indem sie auf den Versammlungen des Rotary Clubs in Australien Vorträge hielt. Der Bedarf einer Schule ist riesig, dass überhaupt nur wenige von vielen, vielen Kindern aufgenommen werden können. Es müssen Auswahlkriterien geschaffen und Aufnahmetests durchgeführt werden, um überhaupt eine kleine Auswahl von Kindern aus einer riesigen Menge übernehmen zu können. Inzwischen sind es 700 Schüler und Schülerinnen. Davon und vom erfolgreichen Wachsen der Schule St Jude's, benannt nach dem Schutzpatron der Verzweifelten, erfährt der Leser in diesem Buch.

Ich will mir nicht anmaßen über den Stil des Buches zu urteilen, dazu ist mein Englisch zu schlecht. Warum ich hier volle Punktzahl vergebe und das Buch jedem weiterempfehle, ist das Projekt selber. Ja, St Jude's hat mich ungeheuer beeindruckt und natürlich nicht zu vergessen die Aktivitäten der Autorin, die sowohl ständig auf der Suche nach Sponsoren ist, um die Schule am Leben zu erhalten bzw. noch zu vergrößern und verbessern, als auch das Schulleben managen muss. Ich bin davon überzeugt, dass das Unterstützen solcher wichtigen Projekte, nämlich direkte Hilfe zur Selbsthilfe, die beste Art ist, wenn nicht sogar die einzige, richtige Entwicklungshilfe zu leisten. Denn wie sollen diese Kinder besser fürs Leben gerüstet werden, als mit Bildung? Zum einen hilft man den Kindern, indem man ihnen eine Chance im Leben gibt, der Armut zu entkommen, zum anderen hilft man dem Land mit besser ausgebildeten Bewohnern, die durch eine Ausbildung die Chance bekommen den Lebensstandart des Landes zu verbessern.

Meine Freundin aus Melbourne schenkte mir dieses, von der Autorin signierte Buch. Zwar bin ich der englischen Sprache nicht sehr mächtig, wie oben schon erwähnt, aber es war mal wieder eine sehr gute Übersetzungsübung. Bis auf wenige australische Ausdrücke, die ich auch nicht im Wörterbuch fand, konnte ich das Buch gut lesen und verstehen. Und da ich absolut überzeugt bin von diesem Projekt, werde ich den Link zu St Jude's fest auf meiner afrikanischen Bücherseite verankern. Möchte man dieses Projekt, bzw. Kinder dieser Schule unterstützen, dann kann man über die Webseite in Kontakt mit der Schule treten, die gespendeten Gelder erreichen direkt den Empfänger, es sind keine Mittelsmänner dazwischen, wo man nicht weiß, in welche Kanäle das Geld fließt.

Nach oben

Gefährliche Wünsche

William Sleator

Gelesen im Mai 2002
Limitierte Sonderausgabe Januar 2002 DTV(Originalausgabe: 1995 "Dangereous Wishes")

Jugendroman: Der 15-jährige Amerikaner Dom reist mit seinen Eltern für 2 Monate nach Bangkok. Schon bei der Ankunft passieren der Familie mehrere gefährliche Missgeschicke und Katastrophen. Liegt vielleicht ein Fluch auf dem Jadeamulett, dass Doms Schwester auf dem Weg hierher verloren hat? Dom versucht das Amulett zu finden und lernt dabei den Thai-Jungen Lek kennen.

Obwohl es ein Jugendbuch ist, habe ich es bis zum Schluss rasch verschlungen. Es ist sehr spannend geschrieben. Meiner 14-jährigen Tochter gefiel es nicht. Es spielte ihr zu sehr in der Phantasie.

Nach oben

Fenster zur Nacht

Fenster zur Nacht

Jonathan Smith

Gelesen Juli 2007
Deutscher Taschenbuch Verlag, März 2007 (Die englische Originalausgabe erschien 2004 mit dem Titel: "Night Window")

Eines Tages steht die Polizei vor der Tür Patrick Balfours, einem angesehenen Direktor einer Londoner Privatschule. Er wird bezichtigt Benzin gestohlen und pädophile Fotos gemacht zu haben. Die Beweise sprechen gegen ihn. Hat Balfour einen Doppelgänger? Wer steckt dahinter? Sind es die Konkurrenten aus dem Lehrerzimmer oder sind es Schüler?

Anfangs dachte ich, schön, endlich mal ein Thriller, wo die Spannung nicht allein durch Brutalität und Blutvergießen erzeugt wird, darum auch die 3 Punkte, aber es fehlte leider gänzlich die Spannung. Jedenfalls hatte ich keine Einschlafprobleme nach dem Lesen des Buchs.

Nach oben

Fenster zur Nacht

Dickicht

Scott Smith

Gelesen im Oktober 2007:
Fischer Taschenbuch Verlag, 3. Auflage 2007. Die Originalausgabe erschien 2006 unter dem Titel: "The Ruins"

Thriller: Vier junge Leute verbringen ihren Urlaub am Strand in Mexiko. Sie lernen den Deutschen Matthias kennen, der seinen Bruder vermisst. Sein Bruder folgte einer Archäologin in den Dschungel zu Ausgrabungsstätten. Seitdem ist er spurlos verschwunden. Matthias begibt sich auf die Suche nach ihm und die vier Amerikaner beschließen, ihn in den Urwald zu begleiten. Dieser Weg wird für alle ein Weg in die Hölle...

Das Buch fängt interessant an und wird immer spannender. Ich konnte es nicht abends zum Einschlafen lesen und das kann ich selten von Büchern sagen. Die Dinge, die die jungen Leute im Urwald erleben sind zwar absolut unrealistisch und manchmal ein wenig zu blutrünstig beschrieben, trotzdem konnte ich das Buch nur mühsam aus der Hand legen.

Nach oben

Rad ab! 71.000 km mit dem Fahrrad um die Welt

Peter Smolka

Gelesen im Juni 2005:
Reise Know-How, 1. Auflage 2005

Der Erlanger Peter Smolka radelte vier Jahre lang um die Erde. Er durchquerte Lichtenstein, Albanien und Türkei, wo er den nächsten Kontinent Asien erreichte. Mit vielen bürokratischen Hindernissen kam er schließlich in Afrika an. In Äthiopien besuchte er das achte Weltwunder, die monolithischen Felsenkirchen von Lalibela und in Botswana fuhr er mit einem rennenden Elefanten um die Wette :-). Weiter ging's mit einem Segelschiff über die Insel St. Helena nach Brasilien. Er kreuzte Südamerika durch Paraguay, Bolivien, Peru und Chile. Sein meist beeindruckendes und unvorstellbares Abenteuer in Südamerika war für mich die Überquerung des Salzsees Salar in Bolivien, Kilometer um Kilometer nur Salz und strahlendes Sonnenlicht. Weiter ging es per Flugzeug nach Neuseeland, von dort mit einem Schiff nach Australien, wo er das Outback von Rockhampton nach Darwin durchquerte. Durch Südostasien, Indonesien, Singapur, Malaysia, Thailand, Kambodscha, Vietnam, Myanmar und China ging es weiter durch Indien, Afghanistan, Turkmenistan, Iran, Türkei und wieder heim.

Der Autor beschreibt seine Reise so spannend und interessant, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Man erfährt sehr viel über die Verhältnisse in den bereisten Ländern, über deren Lebensweise, die Art der Menschen und die Landschaften. Er stellt richtig, dass die Pakistanis zu Unrecht einen so schlechten Ruf in unserer Öffentlichkeit genießen und erzählt auch über negative Beispiele, wie Afghanistan, wo er mit Steinen beworfen wurde und über Nordindien, wo ihm die Menschen sehr neugierig und aufdringlich erschienen. Auch, dass sich in Äthiopien so ein wichtiges Kulturdenkmal befindet, wie die Kirchen von Lalibela, hatte ich niemals auch nur vermutet. Auf alle Fälle wünsche ich mir, dass Peter Smolka noch sehr viel reist und schreibt in Zukunft. Ich fand die Beschreibungen jedes Kontinents gleich spannend.

Nach oben

Traumreise durch Australien und Neuseeland

Traumreise durch Australien und Neuseeland

Fred Sommer

3 Sterne

Gelesen als eBook im Februar 2015
Text Copyright 2013 Fred Sommer.

Der schweizer Autor reiste mit seiner Frau in einem Wohnmobil in drei Monaten durch Australien. Auf dem Hinflug legten sie einen Stopover in Singapur ein. In Australien fuhren sie an der Ostküste und der Südküste entlang und ließen auch das Outback nicht aus. Von Sydney ging es weiter nach Neuseeland, wo die beiden mit einem kleineren Wohnmobil die Nordinsel unsicher machten. Auf dem Rückflug legten sie einen Zwischenstop in den USA ein und nützten die Gelegenheit, sich die drei Städte San Francisco, Las Vegas und New York anzusehen.

Ich finde den Reisebericht recht nett zu lesen, es fehlt auch nicht an Hintergrundinformationen. Wenn man auch leider nicht so genau weiß, wie aktuell diese Informationen überhaupt sind. Denn aus mir unerklärlichen Gründen verheimlicht der Autor leider das Reisejahr und erwähnt nur Tag und Monat. Man kann aus einigen Bemerkungen schließen, dass diese Reise eventuell zwischen 2002 und 2011 stattgefunden haben könnte :-)

Nach oben

Asiens letzte Geheimnisse - als Tourist in Nordkorea und Bhutan

Asiens letzte Geheimnisse - als Tourist in Nordkorea und Bhutan

Beatrice Sonntag

Gelesen als eBook im Januar 2015
Telescope Verlag und Druck 11. August 2014.

Die vielgereiste Autorin hat mit diesem Buch zwei Reiserzählungen zu zwei völlig unterschiedlichen sehr exotischen Ländern Asiens herausgebracht. Und zwar erzählt sie über ihre Reisen nach Nordkorea und nach Bhutan. Eine Reise nach Nordkorea zu buchen erwies sich schon als sehr schwer und war wohl nur über Schweden machbar. Während ihres Aufenthaltes in Nordkorea wurde ihre Reisegruppe rund um die Uhr bewacht. Keiner durfte sich auch nur 10 Meter von der Gruppe entfernen, ohne sich einen Rüffel von einem aufpassenden Soldaten einzufangen. Nur ausgewählte Musterziele wurden ihnen vorgeführt, der Gründungspräsident wird gottgleich gestellt. Alles ist reglementiert vom Internet (falls es das überhaupt gibt) bis zu erlaubten Büchern. Ganz anders Bhutan. Ihr privater Reiseführer zeigte ihr, was sie sehen wollte und beantwortete alle Fragen. Die Menschen in Bhutan sind nicht reich aber machen einen zufriedenen Eindruck. Die Landschaft scheint herrlich zu sein.

Auch wenn Nordkorea für mich wohl niemals als Reiseland in Frage kommt, finde ich diesen Teil des Buchs sehr viel interessanter, vielleicht weil es alles neu für mich ist, was sie berichtet und ich kann nur staunen, wie abgeschottet die Bewohner dieses Landes vom Rest der Welt leben. Bhutan finde ich als Reiseland sehr interessant, aber das, was sich die Autorin anschaut, interessiert mich nicht ganz so stark, es sind wohl, zumindest kommt es im Text so heraus, Klöster, Tempel und noch mehr Klöster. Das normale Leben in den Dörfern und Städten und auch die Natur kommen nach meinem Geschmack zu kurz in dieser Geschichte.

Nach oben

Selkirks Insel

Diana Souhami

Gelesen im März 2004
Goldmann Verlag Februar 2004 (Originalausgabe erschien: 2001 unter dem Titel "Selkirk's Island")

Es ist die wahre Geschichte des "echten" Robinson Crusoe, erzählt von der Biografin Diana Souhami: Alexander Selkirk, 1680 in Schottland geboren, schloss sich 1703 einer Gruppe von Freibeutern an, die das Ziel hatten, französische und spanische Schiffe vor der Küste Südamerikas zu plündern, um Gold und andere Reichtümer zu erobern. Die Kaperungen blieben erfolglos, Hunger und Krankheiten brachen auf dem Schiff aus, und  unter der Besatzung kam es zu heftigen Streitereien. Nach einem Streit mit dem Kapitän wurde Steuermann Alexander Selkirk auf der Insel Juan Fernandez ausgesetzt. Auf dieser Insel kämpfte er vier Jahre und vier Monate um sein Überleben, bis er schließlich von einem anderen englischen Freibeuterschiff entdeckt und gerettet wurde.

Eine sachlich und spannend geschriebene Biografie des "echten" Robinson Crusoe. Diana Souhami hat seinen Lebenslauf genauestens recherchiert und mit 13 Seiten Quellenangaben belegt. Auch die Hintergrundinformationen der Zeit um 1700 herum, finde ich sehr informativ, wie z.B. das Leben an Bord, der Umgang mit der Natur, die damalige Rechtsprechung usw.

Nach oben

Die Landkarte der Liebe

Ahdaf Soueif

Gelesen als gebundenes Buch im November 2016.
Verlag: RM Buch und Medien Vertrieb GmbH. Die Originalausgabe erschien 1999 unter dem Titel: „The Map of Love“.

Die junge Amerikanerin Isabel findet unter den Sachen ihrer Mutter, in einem verschlissenen braunen Koffer, Briefe, Tagebücher und Notizen in englischer und arabischer Sprache. Diese Fundstücke gehörten offensichtlich ihrer Urgrossmutter Anna Winterbourne. Zufällig lernt sie gleichzeitig den aus Ägypten stammenden Stardirigenten Omar al-Ghamrawi kennen und lieben. Sie erzählt ihm von dem Koffer und er rät ihr, zu seiner Schwester Amal nach Kairo zu fahren. Amal lebte lange Zeit in England, inzwischen aber wieder in Kairo. Amal wird neugierig und beide Frauen vertiefen sich in Annas Tagebucheinträge. Aus ihren Briefen erfahren sie von Annas kurzer Ehe mit Edward, der nach einem traumatischen Einsatz der Briten im Sudan an Depressionen litt und schließlich starb. Annas Schwiegervater empfahl Anna, damit sie auf andere Gedanken kommt, nach Ägypten zu reisen. Anna fühlte sich in Ägypten unter ihren englischen Landsleuten nicht wohl, sie hatte den Eindruck, dass die Engländer die Ägypter als unzivilisiert betrachten. Sie wollte das Land aus Sicht der Ägypter kennenlernen und unternahm auf eigene Faust eine Reise in die Wüste. Da man sie für einen Mann hielt, wurde sie entführt und so in die politischen Auseinandersetzungen mit hineingezogen. Durch die Entführung lernte sie Sharif al-Baroudi kennen und lieben. Usw., usw. Jedenfalls, so steht es in der Beschreibung: „Der Roman ist nicht nur die Geschichte einer grossen Liebe, sondern auch das Porträt eines zerrissenen Landes auf der schwierigen Suche nach dem Weg in die Moderne“.

An sich klingt der Inhalt dieses Buches wirklich sehr interessant. Der Leser erfährt einiges über die politische Situation Ägyptens, ebenso über das Leben in Ägypten im Vergleich vor 115 Jahren zu der Zeit vor 17 Jahren (da das Buch bereits so alt ist). Ich finde es auch sehr positiv dies alles aus Sicht einer intelligenten Frau zu lesen. Was ich aber beim besten Willen einfach nicht länger als bis zur Hälfte des Buchs ertragen habe, war ihr Schreibstil. Vielleicht lieben Ägypter diese Art des Schreibens, vielleicht macht es auch die Übersetzung ins Deutsche aus, auf alle Fälle ist mir der Stil zu übertrieben gefühlsbetont, ja man kann sagen er ist mir zu schmalzig, zu blumig, nicht mein Ding. Ich musste mich jeden Abend an das Buch quälen und habe es nach exakt 274 Seiten (von 558 Seiten) nach 14 Tagen Lesekampf zur Seite gelegt.

Nach oben

Wir haben gar kein Auto...
Mit dem Rad über die Alpen

Jutta Speidel und Bruno Maccallini

Gelesen im November 2010:
Originalausgabe im Ullstein Taschenbuch 2. Auflage 2009

Jutta Speidel und Bruno Maccallini begeben sich auf eine 7-tägige Radtour von München nach Meran. Die Autoren beschreiben nach Tagen sortiert, im Wechsel, jeder aus seiner Sicht über den Tagesverlauf. Also zuerst berichtet Jutta Speidel über den Ablauf des Tages x aus ihrer Sicht, dann Bruno Maccallini über denselben Tag aus seiner Sicht. Die beiden beschreiben vom Radelkauf über die Zusammenstellung der Ausrüstung bis zu ihren Erlebnissen unterwegs (Hotelsuche, Zustand der Pisten, Landschaft...).

Die Erzählungen von Jutta Speidel finde ich sehr nett, unterhaltsam und auch humorvoll geschrieben. Ich finde gerade diese Streckenbeschreibnung auch deshalb sehr interessant, da ich sowohl Obermenzing kenne (radele ich jeden Tag durch), als auch die Autostrecke über den Reschen nach Südtirol, als auch das von den beiden gelobte Vinschgau, wo ich nur zustimmen kann. Die doppelte Beschreibung des Tages und speziell, die Art wie Bruno Maccallini schreibt, nervte und langweilte mich allerdings ziemlich. Oder interessieren Sie sich für Herrn Maccallinis Träume oder dafür, was genau Frau Speidel bzw. Herr Maccallini im Bad was und wielange tun, um zu vergleichen, wer länger im Bad verweilt? Mich interessiert es nicht. Ich finde das etwas zu sehr vom Thema abschweifend und an den Haaren herbeigezogener Stoff, so als ob er dazu verdonnert wäre etwas schreiben zu müssen, aber ihm nichts Vernünftiges einfiel.

Nach oben

Manfred Spitzer

Dopamin & Käsekuchen

Manfred Spitzer

Gelesen im September 2011:
2011 by Schattauer GmbH

Der Autor streift in diesem Buch mit seinen Essays einige neurowissenschaftliche Themen, aufbereitet und verständlich für Nichtneurowissenschaftler. Zum Beispiel:
- Dopamin und Käsekuchen (Essen als Suchtverhalten)
- Einfach verbieten (Kinder-TV-Werbung für ungesunde Nahrungsmittel)
- Sex and Crime
- Computer in der Schule
- Lithium im Trinkwasser
und weitere 15 Geschichten aus der Hirnforschung.

Sieht man mal davon ab, dass dieses Buch 214 Seiten umfasst (Netto etwa 170 Seiten) und hinter jeder der 20 Essays ellenlange Quellenangaben stehen (wahrscheinlich insgesamt doppelt und dreifach), finde ich einige der Geschichten ganz informativ und für den Laien anhand von beschriebenen Experimenten glaubhaft dargestellt. In anderen Geschichten hingegen, scheint der Autor unbewiesen selber seine Schlüsse zu ziehen, die für mich nicht ganz nachvollziehbar sind. Denn wie kann man empfehlen unser Trinkwasser mit Lithium zu versetzen, um Depressionen vorzubeugen? Weiß man denn überhaupt, ob Lithium einem Baby vielleicht sogar schadet oder Lithium sonst irgendwelche Nebeneffekte hat? Wäre es nicht viel sinnvoller dem Depressionspatienten Lithium zu empfehlen, statt dass alle Deutschen zum Lithiumkonsum verdonnert werden? Auch finde ich die Behauptung sehr vorurteilsbehaftet, dass es schadet, lange vor dem Computer zu sitzen. Der Autor meint, die Konzentrationsfähigkeit leidet darunter. Ich behaupte, dass man Konzentration an einem Bildschirmarbeitsplatz, wie man sie sehr häufig heutzutage findet, lernen kann. Auch wenn man 10 Fenster gleichzeitig geöffnet hat und von einem zum anderen springen muss, kann man lernen sich auf das jeweilige Fenster zu konzentrieren.

Nach oben

Isabel Stadnick

Wanna Waki - Mein Leben bei den Lakota

Isabel Stadnick

Gelesen als eBook im März 2017.
Kindle Edition: Wörterseh Verlag (1. Juli 2016).

Als 32-jährige reist die schweizer Autorin mit einer kleinen Reisegruppe 1989 nach Süd-Dakota, um das Leben der dort ansässigen Lakota kennenzulernen. Denn seit ihrer Jugend interessierte sie sich schon für die Ureinwohner Nordamerikas. Was sie vorher natürlich nicht geahnt hat, dass sie im Pine-Ridge-Indianerreservat, Bob Stadnick, die Liebe ihres Lebens kennenlernt. Sie entschließt sich bei Bob und seinen vier Kindern zu bleiben. Ebenso wie die anderen Reservatsbewohner lebt sie dort in den ärmlichsten Verhältnissen, in einer 2-Raum Erdwohnung. Eines Tages baut Bob ihnen ein neues Haus mit Garten zur Selbstversorgung, denn von der Sozialhilfe, die Bob erhält, kann die Familie nicht ernährt werden. Im Reservat lernt Frau Stadnick die Gegensätze dieses Lebens kennen. Auf der einen Seite das reiche kulturelle Erbe der Lakota und die Weite der Prärie, auf der anderen Seite die Hoffnungslosigkeit des vertriebenen Volkes, das um die eigene Identität ringt. Kinder und Jugendliche haben kaum eine Chance auf einen Job, entsprechend oft rutschen sie in die Kriminalität und den Alkoholkonsum ab und landen im Gefängnis.

Im Gegensatz zu vielen Büchern dieser Art, Frau heiratet Mann aus anderem Kulturkreis, wird hier nichts beschönigt. Isabel Stadnick schreibt aufrichtig über das Leben der Lakota in den Reservaten, über deren traurige Geschichte seit Ankunft der ersten Einwanderer. Sie beschreibt, wie sie früher und auch jetzt noch von der US-Regierung behandelt werden. Ich hatte zum Beispiel nicht gewusst, dass die Regierung, ihre Ureinwohner genauso grausam behandelten und behandeln, wie die Australier ihre Aborigines. Auch in den USA entriss man, vor nicht allzu langer Zeit den Eltern ihre Kinder, um sie in katholischen Schulen erziehen zu lassen. Dieses Buch hat mir ein bisschen weiter die Augen geöffnet zum Thema Leben der Ureinwohner Nordamerikas.

Nach oben

Lieber die Taube in der Hand

Franziska Stalmann

Gelesen im Februar 1999
5.Auflage 1998, (Originalausgabe: 1998)

Roman: Geschiedene 40-jährige sucht einen Mann für alles.

Ein heiterer Roman, der sich gut für Zugfahrten oder ähnliches eignet.

Nach oben

In der Südsee

Robert Louis Stevenson

Gelesen im Oktober 2000
2000 (Originalausgabe: 1896)

Erlebnisbericht: Um sein Lungenleiden zu kurieren, reist der "Die Schatzinsel" Autor 1888 in die Südsee. Er reist auf verschiedenen Schiffen zu folgenden Inselgruppen: Marquesas-, Paumotu-, Gesellschafts-, Hawaii-, Samoa-, und den Gilbert Inseln. Er vergleicht die verschiedenen Kulturen und berichtet über deren Lebensarten.

Er beschreibt Menschen, deren Leben und die Landschaft in eindrucksvoller Weise. Mit soviel Einfühlungvermögen und Kentniss hat wahrscheinlich kein Europäer vor ihm über die Südsee berichtet.

Nach oben

Ein Sommer in Sydney

Madeleine St. John

Gelesen im Januar 2004
Fischer Taschenbuch Verlag April 2001 (Originalausgabe erschien 1993 mit dem Titel "Women in Black" im Verlag Andre Deutsch, London)

Vier junge Frauen verkaufen Cocktailkleider in einem Kaufhaus in Sydney in den 50er Jahren. Alle vier haben unterschiedliche Lebenswege. Patty und ihr Mann wünschen sich Kinder, Fay hat Schwierigkeiten mit Männern, Magda ist kürzlich nach Australien eingewandert, Lisa hat gerade ihr Abitur bestanden und möchte studieren.

Mit viel Humor wird ein kurzer Ausschnitt aus den Lebenswegen dieser vier Frauen und deren Umfeld gezeigt. Leider hatte ich Mühe dieses Buch überhaupt noch zu bekommen. Für einen Sydneyfan wie mir ist es jedoch Pflichtlektüre

Nach oben

Weißer Hass

Weißer Hass - Schatten über Südafrika

Rolf Stöver

5 Sterne

Gelesen als eBook im November 2013
Copyright by Rolf Stöver, Herausgeber: Verlag DeBehr, Radeberg, Erstauflage 2013

Der Text des Autors zu seinem Buch:
"Nelson Mandela war gerade als Präsident eines freien und nun demokratischen Südafrika vereidigt worden, als Naniki und ich uns entschlossen, nach Südafrika zurückzukehren. Meine Frau war glücklich, konnte sie doch endlich nicht nur ihre Heimat wiedersehen, sondern auch ihre Familie. Nun saßen wir wieder im Flugzeug auf dem Weg in ein neues demokratisches Südafrika, wir flogen in die Regenbogennation, wie dieses Land nun weltweit bezeichnet wurde. Doch hatte sich Südafrika wirklich gewandelt? Bald sollten wir die schmerzliche Wahrheit erfahren, und bald würde Naniki dem Tod sehr nahe sein…".

Es ist ein sehr mitreißender und spannender Tatsachenroman über zwei ungewöhnlicher Menschen Rolf und Naniki Stöver. Ungewöhnlich deswegen, weil die beiden bei kirchlichen Veranstaltungen schwarz und weiß einander durch ihre gemeinsamen Leidenschaft, dem Gesang, näher bringen. Oft wird Naniki von weißen Nazis wegen ihrer Hautfarbe angepöbelt, aber sie wehrt sich nicht mit Hass und Aggression, sondern mit Worten. Schließlich gerät sie dadurch in Lebensgefahr. 

Nach oben

Stars & Stripes und Streifenhörnchen

Michael Streck

Gelesen im Juli 2010
Taschenbuchausgabe 2010 Piper Verlag GmbH, die Originalausgabe erschien 2008

Stern-Autor Michael Streck erzählt von den sieben Jahren, die er mit seiner Familie beruflich in Amerika, in New York verbrachte. Er berichtet, wie man in New York ein Haus findet, von den häufig benötigten Handwerkern, Beamten, die keinen Spaß verstehen, erzählt von den Schwierigkeiten einen Führerschein zu bestehen, von den Essgewohnheiten und Fresswettbewerben, den lieben Nachbarn und Mitmenschen, dass man ohne Grill kein richtiger Mensch ist, von Arztbesuchen, verbotenen Worten, wie wichtig Religionszugehörigkeit ist, warum der Amerikaner zu Hamsterkäufen neigt bei den nicht selten stattfindenden Stromausfällen, warum Wasserleitungen trotz Frost außen am Haus verlaufen uvm.. Kurz und gut man erfährt als Leser, was einen in Amerika an Unterschieden zu Deutschland erwartet.

Das Buch liest sich locker an einem oder zwei Abenden durch und es ist recht humorvoll geschrieben. Mir gefällt auch die Art, wie er von den Hauptdarstellern schreibt: "Die Frau des Hauses...", "Der Mann des Hauses..." Man erfährt allerlei Kuriositäten und Alltägliches. Einiges ist mir neu, einiges hat man selber in Urlauben erlebt. Die Karrikaturen von Til Mette könnte man sich sparen. Ich finde sie nicht sonderlich witzig, andererseits stören sie mich auch nicht sonderlich.

Nach oben

Unter Freunden und andere Geschichten aus der Business Class

Martin Suter

Gelesen im November 2008:
Diogenes Taschenbuch, 2008 (die Originalausgabe erschien 2007 im selben Verlag)

Eigentlich sagt der Titel schon alles, wovon die zwei- bis vierseitigen Geschichten handeln. Sie spielen alle im Businessleben. Es sind Erzählungen von der Personalstelle, nee falsch von Human Resources, von der Begründung, warum Chefs ihren Job nicht beherrschen und ganz allgemein vom täglichen Kampf um die Karriere.

Es wundert mich, dass ein so guter Autor von wunderbaren Romanen, sich im täglichen Berufsleben eines Chefs oder Büroangestellten in der heutigen Bürowelt so gut auskennt, ganz tool! Ich musste oft herzhaft lachen. Meine Lieblingsgeschichten sind unter anderem "Gedankenaustausch", eine Geschichte, in der sich zwei Angestellte in der Bar unterhalten, aber keiner zuhört sondern jeder von sich redet "Ich" "Ich" "Ich".... Weitere schöne Geschichten sind: "Ein Überläufer" mit herrlich blöden ver-amerikanischten Wörtern, "Human Resources" oder "Die Strukturierung der Personalprozesse" oder "Managementtraining". Gut, manche Geschichten entsprechen nicht ganz meinem Geschmack, aber das kommt bei Büchern mit mehreren Geschichten normalerweiise vor. Auf alle Fälle kann ich mir von diesem Autor bedenkenlos alles kaufen.

Nach oben

Small World

Martin Suter

Gelesen Februar 2008
Diogenes Taschenbuch 1999 (Die Originalausgabe erschien 1997)

Konrad Lang, Mitte 60, wird immer vergesslicher. Die Ärzte vermuten, dass er unter Alzheimer leidet. Die nähere Vergangenheit vergisst er fast vollständig, er vergisst sogar den Namen seiner Frau, die er heiraten will, findet im Supermarkt den Ausgang nicht, verläuft sich... Anfangs merkt er es noch selber und versucht es zu vertuschen. Dafür treten die Erinnerungen an seine früheste Kindheit immer stärker in den Vordergrund, was der millionenschweren Erbin der Kochwerke gar nicht recht ist. Was steckt dahinter?

Der typische mich fesselnden Schreibstil Martin Suters lässt mich das Buch kaum absetzen. Bis zum Schluss ahne ich nicht, was es mit der Vergangenheit der millionenschweren Erbin und Konrad Langs auf sich hat. Was mich an allen Büchern Martin Suters fesselt, dass ist seine Einfühlsamkeit in seine Darsteller, die er so genau beschreibt, dass man für alle Seiten Verständnis aufbringt.

Nach oben

Der Teufel von Mailand

Martin Suter

Gelesen im Dezember 2007:
Diogenes Taschenbuch, 2007, die Erstausgabe erschien 2006

Sonia flüchtet mit ihrem Wellensittich Pavarotti vor ihrem geschiedenen Mann in die Berge. Sie flüchtet in ein abgelegenes Bergdorf im Engadin, um einen Job im neu eröffneten Wellnesshotel anzunehmen, wo sich schon bald merkwürdige Dinge ereignen. Will sich jemand an der Besitzerin rächen oder was verbirgt sich hinter diesen Merkwürdigkeiten?

Herr Suter hat einen so wunderschönen Schreibstil, dass ich bei jeder gelesenen Seite, enttäuscht bin, mich dem Buchende zu nähern. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Mit gefallen die witzigen, schlagfertigen Dialoge und man kann sich in die Personen unschwer hineinversetzen. Nach meinem Geschmack ist es das beste Buch, was ich bisher von Martin Suter gelesen habe. Mehr kann ich zu dem Buch gar nicht schreiben. Das beste ist, man liest es einfach :-)

Nach oben

Lila, lila

Martin Suter

Gelesen im Januar 2007:
Diogenes Taschenbuch 2005, die Erstausgabe erschien 2004

David findet in seinem neu gekauften, alten Nachttisch das Manuskript eines unbekannten Liebesromans. Um von seiner angebeteten Marie endlich wahrgenommen und geliebt zu werden, gibt er vor der Autor dieses Romans zu sein. Marie reicht das Manuskript, ohne Davids Wissen bei einem Verlag ein, der es tatsächlich veröffentlicht. David schlüpft in die Identität des anderen, dem er allmählich nicht mehr gewachsen ist.

Zwar gefielen mir andere Romane des Autors besser, aber auch dieses Buch ist mitreißend. Herr Suter kann so wirklichkeitsnah die Personen und deren Handeln, Denken und Fühlen beschreiben, dass ich mich in alle Personen gut hineinversetzen kann.

Nach oben

Die dunkle Seite des Mondes

Martin Suter

Gelesen im Dezember 2005:
Diogenes Verlag 2001 (Die Originalausgabe erschien 2000 im gleichen Verlag)

Der 45-jährige erfolgreiche Wirtschaftsanwalt Urs Blank führt mit seiner ebenso erfolgreichen Freundin Evelyne ein geordnetes Leben, bis er auf dem Flohmarkt das Hippiemädchen Lucille kennenlernt. Er begleitet sie zu einem gefährlichen Trip mit halluzinogenen Pilzen. Als einziger der Gruppe erfährt er eine gefährliche Persönlichkeitsveränderung, aus der ihn niemand zurückzuholen vermag. Urs begreift, dass es nur einen Weg zurück gibt. Der Alptraum beginnt.

Meine Tochter musste das Buch in der Schule lesen, darum erwartete ich nicht, dass mir das Buch gefiel. Aber ich bin angenehm überrascht! Es ist spannend, lässt sich gut lesen und ist humorvoll geschrieben. Man kann sich sehr gut in die Hauptperson hineinversetzen. Ja, und man kennt sich nach dem Lesen sogar mit halluzinogenen Pilzen aus ;-)

Nach oben

Ein perfekter Freund

Martin Suter

Gelesen im Januar 2006:
Diogenes Taschenbuch, 2003

Journalist Fabio erwacht mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus und kann sich nicht daran erinnern, wie er hier hereingekommen ist und auch nicht an die letzten 50 Tage. Die blonde Frau an seinem Bett soll angeblich schon seit Wochen seine Freundin sein, dabei kennt er sie gar nicht. Nach und nach tauchen bei Fabio wieder Erinnerungen auf und er entdeckt dabei, dass sich sein Lebensstil in den letzten Wochen stark geändert hat und nicht unbedingt zum Positiven. Und einigen Leuten wäre es lieber, Fabios Gedächtnis bliebe ausgelöscht.

Besonders gerne mag ich die Sprache des Autors. Er schreibt flüssig, es ist gut lesbar. Der Roman ist spannend und man kann sich gut in Fabio hineinversetzen. Im Gegensatz zu seinem Roman "Die dunkle Seite des Mondes" finde ich dieses Buch allerdings etwas langatmiger.

Nach oben

Der letzte Weynfeldt

Martin Suter

Gelesen im November 2009
Diogenes Raschenbuch, 2009 - die Originalausgabe erschien 2008 im selben Verlag

Der wohlhabende Junggeselle Adrian Weynfeldt, Mitte 50, Kunstexperte, lebt in seiner riesigen Wohnung allein sein geregeltes Leben. Eines Tages lernt er in seiner Stammbar eine attraktive Frau kennen, die ihn dazu bringt mit nach Hause zu nehmen. Am nächsten Morgen steht sie an der Balkonbrüstung und droht zu springen. Adrian kann sie jedoch davon abhalten. Dieser Vorfall und ein Kunstbetrug bringen sein Leben in Aufruhr.

Zwar gefällt mir nach wie vor die Art Martin Suters zu schreiben, dass man sich mühelos in die Situation der Darsteller hineinversetzen kann, aber dieses Buch fand ich ein wenig zu langweilig im Vergleich zu seinen anderen Büchern, so langweilig wie das Leben des Adrian Weynfeldt.

Nach oben

Der Koch

Martin Suter

Gelesen im Dezember 2011:
Diogenes Taschenbuch 2011. Die Originalausgabe erschien 2010 im Diogenes Verlag AG Zürich.

Maravan, ein 33-jähriger tamilischer Asylbewerber und leidenschaftlicher Koch, arbeitet als Hilfskraft in einem Schweizer Nobelrestaurant. Wegen mehrerer Vorkommnisse wurde er eines Tages entlassen. Die ebenfalls entlassene Kollegin Andrea überredet Maravan zu einem Deal. Er soll in einem, von ihr gegründeten Catering-Unternehmen für Paare, zu therapeutischen Zwecken zu kochen. Denn seine Menüzusammenstellung und deren Zutaten verfehlen nie ihre Wirkung, was die sexuelle Stimulanz betrifft. Das Catering-Unternehmen wird so erfolgreich, dass auch bekannte Männer aus Politik und Wirtschaft die beiden engagieren.

Wieder ein nettes Buch von Martin Suter. Sein Schreibstil fesselt mich immer wieder, ich könnte seine Bücher immer weiter und immer weiter lesen. Anfangs versteht man noch nicht, was die Politiker und Waffenschieber mit dem tamilischen Koch und Sri Lanka zu tun haben, aber nach und nach werden die Zusammenhänge offensichtlich.

Nach oben

Allmen und Libellen

Martin Suter

deBook Diogenes Verlag AG Zürich, 2012. Die Originalausgabe erschien 2011 im selben Verlag

Allmen, ein Millionenerbe, gibt sein ganzes Vermögen leider schneller aus als geplant und muss deshalb sein hochherrschaftliches Anwesen verkaufen, sichert sich aber Wohnrecht im Gärtnerhaus, welches er zusammen mit seinem treuen "Diener" aus Guatemala bewohnt. Nach außen tritt er weiterhin als reicher Gentleman auf. Bei einem alkoholfeuchten Abend gerät er an die Tochter eines reichen Mannes, die ihn in die Villa ihres Vaters abschleppt. Hier entdeckt er wunderschöne Jugendstil-Schalen, die ein beträchtliches Vermögen wert sind. Ist dies seine Chance seine Schulden loszuwerden?

Da ich seit einigen Monaten nur noch eBooks lese und dieses Buch vor einigen Wochen noch nicht als Kindle-eBook zur Verfügung stand, habe ich meinen Wunsch an Amazon übermittel, die ihn an den Verlag weitergeleitet haben. Scheinbar wurde dieser Wunsch mehrfach geäußert, jedenfalls war meine Freude groß, dieses Buch vor ein paar Tagen nun als eBook zu entdecken - Super! Allein wegen Herrn Suters nettem Schreibstil könnte ich ständig Bücher von ihm lesen. Ich kann mich in seine Darsteller jedesmal aufs Neue gut hineinversetzen, egal, was es diesesmal für Charaktere sind. Und ich freue mich schon auf sein nächstes Buch.

Nach oben

Montecristo

Martin Suter

Gelesen als eBook im Februar 2017.
Verlag: Diogenes Verlag AG; Auflage: 2 (25. Februar 2015).

Jonas Brand arbeitet als Videojournalist für eine Boulevardpresse. Mit seinem Werk „Montecristo“ möchte er den großen Durchbruch schaffen. Aber es wurde immer wieder abgelehnt. Es geschehen einige Dinge, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Zum Beispiel sitzt Jonas gerade in einem Zug nach Zürich, als er wegen eines Personenschadens im Tunnel stehen bleibt. Er nutzt die Situation und filmt ein paar Fahrgäste. Er verliebt sich in die Eventmanagerin Marina Ritz. Durch einen fast unmöglichen Zufall gerät Jonas an zwei Banknoten mit identischer Nummer. Beide Scheine sind echt, aber darf das überhaupt sein? Bei seiner Recherche gerät er an die Firma Coromag, die Geldnoten für die Schweiz drucken. Auch hier wird ihm die Echtheit bestätigt. Kurz darauf wird seine Wohnung auf den Kopf gestellt. Er wendet sich an seinen alten Freund Max Gantmann, der ihm bei der Recherche hilft.

Nach den ersten 40 Prozent fragte ich mich, was diese ganzen unterschiedlichen Geschichten überhaupt miteinander zu tun haben. Fast hätte ich das Buch enttäuscht zur Seite gelegt. Dann auch noch meine „Lieblingsthemen“ Verschwörungstheorie und Wirtschaft, die mich beide nicht die Bohne interessieren, vor allem nicht in Krimis. Aber es wird tatsächlich spannend und ich war froh es weitergelesen zu haben. Martin Suter versteht es wie kaum ein anderer sogar schrecklich langweilige Themen interessant dem Leser zu präsentieren. Auch der Ausgang war für mich nicht vorhersehbar.

Nach oben

Die Ernte eines Sommers

Madge Swindells

Gelesen im Januar 2000
1986 Deutsche Ausgabe, (Originalausgabe: 1983)

Familiensaga, die in Südafrika spielt. Die reiche Anna, die Hauptperson heiratet den armen Bauern Simon. Sie gelangt zu Reichtum und verliert es wieder.

Da ich von Familiensagen genug hatte, hätte ich den Roman fast nach der Hälfte aufgegeben. Er wurde aber später doch so spannend, dass ich die restlichen 250 Seiten an einem Wochenende verschlang

Nach oben

Zurück zur Bücherstartseite