Sabines völlig subjektiven Buchtipps

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Meine
Bewertung

Ulrike Talbiersky Der Fluch der Makaá Jugendroman
Deborah Tannen Du kannst mich einfach nicht verstehen Ratgeber
Oliver Tappe Hopp! Hopp! Es geht weiter - Vom Glück und Unglück eines Reiseleiters im Wilden Westen
Reiseerlebnis 4 Sterne
Oliver Tappe Hurra! Die Deutschen kommen - In Socken und Sandalen von New York bis nach L.A. Reiseerlebnis 5 Sterne
Donna Tartt Die geheime Geschichte Roman 3 Sterne
Peta Tayler Freundinnen Roman
Peta Tayler Heimlichkeiten Roman
Peta Tayler Reizende Aussichten Roman
Alexandre Poussin - Sylvain Tesson Paris - Auckland und zurück Reiseerlebnis
Nancy Thayer Aber die Liebe bleibt Roman
Nancy Thayer Zwischen den Zeiten Roman
Nancy Thayer Gläsernes Glück Roman
Paul Theroux Kowloon Tong Roman
Paul Theroux An den Gestaden des Mittelmeeres Reiseerlebnis
Paul Theroux Die glücklichen Inseln Ozeaniens Reiseerlebnis
Paul Theroux Der alte Patagonien-Express Reiseerlebnis
Stephan Thiemonds Querweltein - Eine Radreise voller Gegensätze Reiseerlebnisse
Stephan Thiemonds Querweltein - Unterwegs
Schrauben, Spesen und Chinesen
Reiseerlebnisse
Stephan Thiemonds Querweltein - Unterwegs
Trotz Überstunden die Welt erkunden
Reiseerlebnisse
Stephan Thiemonds Querweltein - Unterwegs
Seemannsgarn oder Sabotage in der Antarktis
Reiseerlebnisse
Stephan Thiemonds Querweltein - Unterwegs
Berufsalltag oder Alltagsflucht
Reiseerlebnisse
Jackie Thomae
Heike Blümer
Let's Face It - Das Buch für alle die älter werden ?
Hellen Townsend Alles begann am Meer Roman
Hellen Townsend Träume für ein Leben Roman
Ilija Trojanow In Afrika - Mythos und Alltag Erlebnisberichte
Joanna Trollope Anderer Leute Kinder Roman
Kathrin Tsainis Tagediebe Roman

Urlike Talbiersky

Der Fluch der Makaá

Urlike Talbiersky

5 Sterne

Als eBook gelesen im Februar/März 2013:
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l. 8. Januar 2013

Melanie freute sich schon auf einen schönen Strandurlaub mit ihren beiden jüngeren Brüdern und ihren Eltern in Griechenland. Aber es kam mal wieder anders als geplant. Diesmal wurden die Eltern kurzfristig in ein Kunstmuseum nach Venezuela gerufen, um ein Kunstwerk auf seine Echtheit zu prüfen. Also flog die ganze Familie statt nach Griechenland, nach Venezuela. Während die Eltern im Museum arbeiteten, mussten die Kinder sich im Hotel beschäftigen. Nicht gerade spannend! Nachdem die ganze Familie einen Rundflug startete wurde alles anders. Wie waren wir nur in diese Situation geraten?

Gereizt hat mich das Thema, da ich zur Zeit alles über Südamerika suche. Obwohl ich weit vom jugendlichen Alter entfernt bin und dieses Buch ein Jugendbuch ist, hat es mir sehr gefallen. Ich fand es richtig schön spannend und konnte mich ins Handlungsgeschehen hineinträumen.

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Du kannst mich einfach nicht verstehen
Warum Männer und Frauen aneinander vorbeireden

Deborah Tannen

Gelesen im März 2010
Wilhelm Goldmann Verlag, Sonderausgabe April 2004, die Originalausgabe erschien 1990 unter dem Titel "You just don't understand. Women and Men in Conversation"

Die Linguistin Deborah Tannen beschreibt die unterschiedlichen Gesprächsstile von Männern und Frauen und deren unterschiedlichen Beweggründe Gespräche zu führen. Die Stile sind so unterschiedlich, dass man fast von einer anderen Kultur sprechen kann, wenn Männer oder Frauen sprechen. Die Autorin drückt es so aus, dass Männer und Frauen unterschiedliche Genderlekte sprechen. Sie schreibt: "Für die meisten Frauen ist die Sprache der Konversation in erster Linie eine Beziehungssprache: eine Möglichkeit, Bindungen zu knüpfen und Gemeinschaft herzustellen. Sie demonstrieren vor allem Gemeinsamkeiten und gleichartige Erfahrungen. Für die meisten Männer sind Gespräche in erster Linie ein Mittel zur Bewahrung von Unabhängigkeit und zur Statusaushandlung in einer hierachischen sozialen Ordnung. Zu diesem Zweck stellen Männer ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zur Schau und glänzen mit sprachlichen Darbietungen wie Anekdoten, Witzen oder Informationen, um sich in den Mittelpunkt zu rücken". Kurz und knapp ausgedrückt: "Betrachten Männer das Leben als Wettstreit, als Kampf gegen die Natur und gegen andere Männer, so sehen Frauen das Leben als Kampf gegen die Gefahr, von ihrer Gemenischaft abgeschnitten zu werden." Auf diese Annahmen aufbauend, erklärt die Autorin, warum Männer Frauen oft missverstehen und umgekehrt.

Ein so tolles Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Ich kann mir nach dem Lesen des Buchs vieles in Bezug auf unterschiedliches Handeln und Denken bei Männern und Frauen erklären, z.B. warum Frauen selten in Führungspositionen zu finden sind, Zitat der Autorin: "Wenn Frauen so sprechen, wie es von Frauen erwartet wird, spricht man den Frauen die Führungsqualitäten ab. Wenn sie so sprechen, wie man es von Führungskräften erwartet, stellt man ihre Weiblichkeit in Abrede". Ich weiß nun auch, dass es "normal" ist, wenn viele Männer gerne mit wahnsinniger Wichtigkeit dozieren, warum sie aber auch schnell das Thema wechseln und nicht zuzuhören scheinen. Ebenso verstehe ich auch Männer, warum sie nicht gerne über persönliche Probleme sprechen usw. Ich kann das Buch denjenigen wärmstens empfehlen, die eine Erklärung für das ihnen unverständliche Verhalten des anderen Geschlechts suchen.

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Hopp! Hopp! Es geht weiter - Vom Glück und Unglück eines Reiseleiters im Wilden Westen

Oliver Tappe

Gelesen als eBook im November 2014
Copyright Oliver Tappe, 2011.

Der Autor wagte vor 20 Jahren den Schritt über den großen Teich nach Los Angeles, um dort als Reiseleiter zu arbeiten. Seitdem führt er Reisegruppen in großen Bussen durch den Westen der USA. Seine riesigen Gruppen bestehen hauptsächliche aus deutschen Pauschaltouristen, die aus den verschiedensten Gründen eine 14-tägige Busrundreise durch den Westen der USA buchen. Der Reiseleiter ist dabei Mädchen für alles und eine Reise ohne Pannen ist eher die Seltenheit. Irgendetwas ist immer und wer ist für den Reisenden immer Schuld? - Der Reiseleiter.

Nachdem ich das Buch gelesen habe, dachte ich mir, nein, sowas muss ich mir niemals antun, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu hetzen, in einer riesigen unflexiblen Gruppe, wo eigentlich der Ärger vorprogrammiert ist. Aber Hut ab vor den Leistungen des Reiseleiters, er ist doch meistens der Prügelknabe wenn etwas schief läuft, auch wenn er nichts dafür kann. Der Autor erzählt im humorvollen Stil mit ein wenig Selbstironie, von dem alltäglichen Ablauf, den Pannen und auch den Freuden so einer Reise. Aber er erzählt auch Interessantes von den bereisten Stätten, von dem "typischen" deutschen Touristen, von den Amis, ihren kulinarischen Gebräuchen usw. Rundum ein nettes Buch für zwischendurch mit abschreckender Wirkung zum Nachreisen, zumindest für mich :-).

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Die geheime Geschichte

Donna Tartt

Gelesen als eBook im September/Oktober 2016
Goldmann-Verlag 2013. Die Originalausgabe erschien 1992 unter dem Titel „The Secret History“.

Der aus armen Verhältnissen stammende Kalifornier Richard Papen erhält ein Stipendium, mit dem er sich in einer Universität im Osten der USA einschreibt und dort studiert. Ohne Stipendium hätte er sich das nicht leisten können. Eine Gruppe Elitestudenten zieht ihn besonders an. Er schreibt sich wie sie auch in Griechisch ein. Seitdem studiert, unternimmt und trinkt er gemeinsam mit den Studenten. Eines Tages erfährt er von einem fürchterlichen Geheimnis, welches seine Freunde teilen. Wird er auch in den mörderischen Sog hineingezogen?

Das über 600 Seiten umfassende Buch, habe ich vor ca. 20 Jahren zum ersten Mal gelesen und es hatte mich begeistert, vor allem die Beschreibungen des damaligen Studentenlebens und ihrer Lebensart. Heute empfinde ich es als etwas zu sehr in die Länge gezogen mit immer wieder den gleichen langweiligen Beschreibungen. Entweder hat sich mein Geschmack mit dem Älterwerden gewandelt oder der Buchgeschmack hat sich allgemein gewandelt. Jedenfalls finde ich diesen Roman heute nicht mehr spannend.

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Hurra! Die Deutschen kommen - In Socken und Sandalen von New York bis nach L.A.

Oliver Tappe

Gelesen als eBook im April 2015
Copyright Oliver Tappe, 2014 / R. O. Y. Publishing.

In kleinen netten Geschichten erzählt der Autor und Reiseleiter über seine ca. 20-tägigen Reisen mit deutschen Reisegruppen im Bus quer durch die USA, von New York, zu den Niagara Fällen, Detroit, Chicago, Sioux City, Mount Rushmore, Cody, Yellowstone Nationalpark, Salt Lake City, Arches Nationalpark, Las Vegas, Death Valley bis nach Los Angeles. Der Autor erzählt von kleinen bis größeren Vorfällen mit seinen Reisenden, gibt viele Hintergrundinformationen der bereisten Strecken und auch wertvolle Tipps.

Wegen dieser vielen, vielen tollen Tipps und Hintergrundinformationen hat mir dieses Buch noch besser gefallen als sein Buch "Hopp! Hopp! Es geht weiter". Oder wussten Sie aus normalen Reisebüchern, warum es am südlichen und östlichen Ufer der großen Seen im Winter häufig zu starken Schneefällen kommt im Gegensatz zum nordwestlichen Ufer? Wussten Sie, dass in keiner amerikanischen Großstadt so viele Gewaltverbrechen geschehen wie in Detroit? Wussten Sie, dass man in North Dakota, Illionois und Arkansas Waffen in Gotteshäusern tragen darf? Auch interessant finde ich Hintergründe zum Gebiet des Yellowstone Nationalparks, z. B. dass der Yellowstone Vulkan zu der Gruppe der Supervulkane zählt. Von Las Vegas erfährt man im Buch, dass etwa 1000 Obdachlose in kilometerlangen Tunnelschächten unter der Stadt wohnen, die eigentlich dazu gebaut wurden, das Flutwasser abzuleiten bei starken Regenfällen. Man erhält auch den Tipp, beim Buchen eines Hotelzimmers möglichst darauf zu achten, ein Zimmer ohne Verbindungstür zu reservieren, denn in den Zimmern mit Tür hört man seine Nachbarn besonders laut. Das sind natürlich alles gute Tipps und sehr interessant, aber wie gesagt, das Reisen in großen wie in kleinen Reisegruppen wird für mich dadurch natürlich noch abschreckender, als es ohnehin schon ist :-) 

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Freundinnen

Peta Tayler

Gelesen im Januar 2001
2000 (Originalausgabe: 1995)

Roman: Laura lebt mit ihrem Mann in einem kleinen englischen Dorf auf dem Land. Sie sind seit 20 Jahren glücklich verheiratet, doch leider kinderlos. Den Kindern ihrer Freundinnen ist sie jedoch eine wunderbare Tante. Eines Tages gesteht ihr Mann, dass er einen 14 jährigen Sohn hat, der für die nächsten Monate bei ihnen wohnen soll.

Das Buch liest sich recht locker, aber mehr auch nicht. Manchmal erwischt man ein Buch, auf das man sich schon richtig freut: gleich kann man sich aufs Sofa legen und sich mehrere Stunden in das Buch vertiefen. Dieses Buch gehört leider nicht dazu. Die beiden anderen Bücher der Autorin fand ich bedeutend besser.

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Heimlichkeiten

Peta Tayler

Gelesen im Januar 2000
1999 Deutsche Erstausgabe, (Originalausgabe: 1995)

Roman: Die ehemalige Lehrerin Frances Mortimer lebt zurückgezogen in ihrem gemütlichen Cottage. Ihre uneheliche, zur Adoption freigegebene Tochter Persephone erfährt beim Tod ihrer Adoptivmutter, wer ihre Mutter ist, usw.

Roman, den man schnell verschlingen kann.

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Reizende Aussichten

Peta Tayler

Gelesen im November 1999

Roman: Phoebe ist die glücklichste Frau der Welt, seit sie mit Leo verheiratet ist. Eines Tages verschwindet er plötzlich. Es stellt sich heraus, dass er ein Doppelleben führt.

Teils spannend, teils heiter geschrieben. Läßt sich ziemlich schnell verschlingen. Werde von der Autorin möglichst mehr lesen.

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Paris - Auckland und zurück

Alexandre Poussin - Sylvain Tesson

Gelesen im Februar 2001
1999 (Originalausgabe: 1996)

Erlebnisbericht: Die beiden Franzosen durchqueren in einem Jahr auf ihren Rädern 31 Länder und legen dabei, auf ihrer Reise um die Welt 25.000 km zurück. Tag für Tag erleben sie neue Abenteuer und kämpfen sich durch Afrika, Südamerika, Asien, Ost- und Westeuropa.

Die beiden Franzosen erzählen im Wechsel in Tagebuchform. Man erhält einen kleinen Einblick von den verschiedensten Landschaften und Lebensweisen der Menschen in den bereisten Ländern. Spannender und besser kann man einen Reisebericht nicht gestalten.

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Aber die Liebe bleibt

Nancy Thayer

Gelesen im Februar 2000
1998 Deutsche Erstausgabe

Roman: Der Roman erzählt spannend von der Krise, die eine Familie zu zerstören droht, von einem Geheimnis, das sie auseinanderbringen kann, aber auch von der Liebe, die sie zusammenhält.

Wirklich spannend geschrieben, hatte das Buch leider schon in 5 Tagen durch.

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Zwischen den Zeiten

Nancy Thayer

Gelesen im Juni 1999
1998 Taschenbuchausgabe, (Originalausgabe: 1989).

Roman: Ihr Ehemann hat sie, mit ihrer besten Freundin verlassen, der Mann, den sie liebte, ist tot, und ihre 16 Jahre alte Tochter ist zum Vater gezogen. Sie zieht nach Vermont aufs Land und lernt dort den 10 Jahre jüngeren, verheirateten Jack kennen.

Netter Roman, den man leicht hintereinander weg lesen kann. Man kann sich gut in die gleichaltrige Hauptdarstellerin hinein fühlen. Genau wie im letzten Roman der Schriftstellerin.

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Gläsernes Glück

Nancy Thayer

Gelesen im April 1999
1999 Deutsche Erstausgabe, (Originalausgabe: 1995).

Roman: Die 40-jährige Joanna, eine bekannte Fernsehmoderatorin, erwartet von ihrem verheirateten Kollegen Zwillinge. Sie zieht sich zurück auf die Insel Nuntucket.

Netter Roman, den man leicht hintereinander weg lesen kann. Man kann sich gut in die gleichaltrige Hauptdarstellerin hinein fühlen, aber noch mehr in die Hausangestellte Madaket. Nebenbei bekommt man auch gleich Fernweh an die Ostküste der USA.

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Kowloon Tong

Paul Theroux

Gelesen im Januar 2001
1999 (die Originalausgabe erschien: 1996).

Der Roman spielt das letzte Jahr in Hongkong, vor der Übergabe an die Chinesen. Ein in Hongkong gebürtiger englischer Geschäftsmann gerät in einen Abgrund von Intrigen.

Das Buch ist locker zu lesen und gibt auch einen kleinen Einblick in die Machenschaften der Chinesen vor der Übergabe. Das ist das zweite Buch, dass ich von Paul Theroux lese, es gefällt mir sehr gut. Er schreibt mit Humor, was man nicht von vielen Autoren behaupten kann.

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An den Gestaden des Mittelmeeres

Paul Theroux

Gelesen im März 2001
Rowohlt Taschenbuch Verlag 1999/Originalausgabe 1995 (633 Seiten).

Erlebnisbericht:Der amerikanische Autor reist außerhalb der Saison, allein mit Zug, Bus und Schiff einmal um das Mittelmeer. Sein Startpunkt ist Gibraltar, sein Ziel Marokko. Einige Länder mußte er aufgrund der politischen Lage auslassen.

Mir gefallen besonders seine humorvolle Art zu schreiben und die Sichtweise eines Außenstehenden gegenüber den Mittelmeerbewohnern. Nett finde ich zum Beispiel die Bemerkung: "Griechenland gleicht einem Vergnügungspark mit Marmortrümmern". Noch erschütternder als seine Reise durch Kroatien, erlebte er Albanien.

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Die glücklichen Inseln Ozeaniens

Paul Theroux

Gelesen im November 2000
1996 (Originalausgabe: 1991).

Erlebnisbericht: Der amerikanische Autor reist von Neuseeland, über Australien, nach Melanesien (Trobrianden, Salomonen, Vanuatu, Fidschi), nach Polynesien (Tonga, Samoa, Tahiti, Marquesas, Cook-Inseln, Osterinsel), und beendet seine Reise in Hawaii. Mit dabei sind sein Kanu und sein Zelt.

Plant man eine Reise in die Südsee oder interessiert sich einfach für diesen Teil der Welt, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Man wird so mancher Illusion beraub. Gut und spannend geschrieben ist es auch.

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Der alte Patagonien-Express

Paul Theroux

Gelesen im Dezember 2011:
4. Auflage 1999, Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG. Die englische Originalausgabe erschien 1979 unter dem Titel "The Old Patagonian Express".

Ende der 70er Jahre steigt Paul Theroux in Bosten in den Zug, um auf der Schiene durch ganz Amerika bis Patagonien zu reisen. Seine Fortbewegungsmittel sind normale Pendlerzüge, Schmuddelzüge, Luxuszüge, ja eigentlich Züge jeder Art. Sein Weg führt ihn durch die unterschiedlichsten Länder, die USA, Mexiko, El Salvador, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Equador, Peru, Bolivien und Argentinien, dabei lernt er die unterschiedlichsten Menschen und Landschaften kennen. Auch wenn das Buch seine 30 jahre auf dem Buckel hat, erfährt man viel Interessantes.

Dieses Buch habe ich schon lange ungelesen bei mir im Regal herumstehen. Ich habe es mir gekauft, nachdem ich von Paul Theroux einige Bücher gelesen habe und sie mir ausnahmslos gut gefielen. Gelesen habe ich dieses allerdings erst jetzt, da mich Südamerika erst kürzlich zu interessieren beginnt. Paul Therouxs hunorville und einfühlsame Art nimmt mich in jedem Buch schon von Beginn an mit auf Tour. Als der Autor sein Reiseziel in Patagonien schließlich erreichte, war es wie ein Abschied von einer wunderschönen Reise. Ich hätte mit ihm noch weiter reisen können.

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Querweltein
Eine Radreise voller Gegensätze

Stephan Thiemonds

Gelesen im November 2005:
Mein Buch Hamburg, Copyright 2005.

Der Autor begibt sich 2002 auf eine Radreise von Merode in Deutschland, durch die Länder Deutschland, Türkei, Syrien, Jordanien, Indien, Nepal, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien und Australien. 14 Monate ist er unterwegs und er erzählt sehr viel Interessantes von Land und Leuten. In dem 540 Seiten umfassenden Buch liest man viele kleinere und größere Geschichten, die sich am Wegesrand abspielen, zum Nachdenken anregen und den Leser staunen lassen.

Das Buch hat mich sehr beeindruckt und begeistert und das nicht nur wegen der vielen Erlebnisse, sondern es ist in einem gut lesbaren Stil und mit viel Humor geschrieben. Seit dem 1. November war es jetzt mein täglicher Wegbegleiter beim Pendeln mit dem Zug und so manches Mal hätte ich fast vergessen am Zielbahnhof auszusteigen, so sehr haben mich seine Erzählungen gefesselt :-). In einem Reiseführer sucht man vergeblich nach solchen Insider-Informationen. Ich bin quasi mitgeradelt, nur eben sehr viel bequemer im Sessel. Die eindrucksvollsten Geschichten, die mir nach dem Lesen sofort wieder ins Gedächtnis schießen sind:

Indien und deren vollkommen konträren Lebensweisen, wo Stinkreich neben Bettelarm wohnt, so arm, dass es kaum vorstellbar ist für uns relativ reichen Mitteleuropäer. Der Hunger treibt einige Menschen sogar so weit, sich selbst oder ihre Kinder zu verstümmeln, um bessere Chancen beim Betteln zu haben.

Nepal mit seinen imposanten 8000ern, wo die 2000er Berge zum Vorgebirge zählen :-)

Das konträre Indonesien, von totaler Überbevölkerung bis zur balinesischen Insel Flores, die noch ihre Ursprünglichkeit bewahrt hat.

Australien mein Lieblingsland, wie ich es noch nicht erlebt habe: Übernachten mitten im Outback unter einem traumhaften Sternenhimmel. Ja und er schreibt auch über die Missachtung der Aborigines durch die "Einwanderer". Er sieht die Aborigines genau so, wie wir sie auch immer sehen, entwurzelt, irgendwo betrunken herumliegend, ohne Arbeit und für die meisten ohne jegliche Chance auf richtige Integration. Aber dies liest man NIE in irgendwelchen Reiseführern oder Romanen. Nein, dort wird immer deren Traumzeit verherrlicht und ihr früheres ursprüngliches Leben, obwohl dies der Vergangenheit angehört.

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Querweltein - Unterwegs
Schrauben, Spesen und Chinesen

Stephan Thiemonds

Gelesen Oktober 2008
2008 IATROS-Verlag

Der Autor, des Buchs "Querweltein - eine Radreise voller Gegensätze" erzählt in diesem neuen Buch über alle möglichen alltäglichen und nicht alltäglichen Dinge aus aller Herren Länder, in denen er beruflich unterwegs ist. Seine Geschichten führen uns von China über die Philippinen, die Türkei, England, Schweden zurück nach Deutschland. Auch allgemeine Reisethemen wie zum Beispiel Fliegen, Platzangst oder Schlafen in fremden Hotelbetten kommen nicht zu kurz.

Auf seine typische humorvolle, lockere Art, die mir in seinem letzten Buch schon so gut gefiel, berichtet Stefan Thiemonds zum Beispiel warum man einem chinesischen Gastgeber gegenüber seinen Lieblingsmusiktitel nicht verraten sollte. Der Leser erfährt einige uns sehr fremd anmutenden Verhaltensregeln der Chinesen, wie man fachmännisch mit Stäbchen Pekingente isst und Fladen damit zusammenfaltet, warum ab dem 1. April 2006 eine fünf Prozent Einwegstäbchen-Steuer fällig ist und vieles, vieles mehr. Mir persönlich gefallen seine Geschichten aus Asien am besten, da mir dieser Kontinent am unbekanntesten ist. Wie es im Vorwort auch erwähnt wird, muss man das Buch nicht von vorne bis hinten lesen, man kann sich irgendwo ein Geschichtchen herauspicken, zu einem Thema, was einem gerade gefällt. Ich hoffe sehr, Herr Thiemonds schreibt noch weitere so nette Geschichten auf seinen Reisen.

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Querweltein - Unterwegs
Trotz Überstunden die Welt erkunden

Stephan Thiemonds

Gelesen im Februar/März 2010:
2009 IATROS-Verlag Services GmbH, Dienheim.

Stephan Thiemonds erzählt in diesem 3. Band, wie auch schon in seinem 2. Band, weitere Geschichten aus dem täglichen Leben aus aller Herren Länder, genauer gesagt aus Kolumbien, Großbritanien, Korea, China, Taiwan, Thailand, Indonesien, Frankreich, Norwegen, Dänemark und Deutschland. Es handelt sich um Geschichten die der Autor selber neben seiner beruflichen Tätigkeit im Ausland erlebte und um einige interessante Gedankengänge, z.B. wo wir Menschen entwicklungsmäßig ständen, gäbe es keinen Stahl.

Ich finde die Geschichten sehr interessant und abwechslungsreich, einmal vom Thema und einmal von der Vielfalt der bereisten Länder. Das Buch füllt die Lücke zwischen Reiseführer und Roman. Wo sonst erfährt man zum Beispiel über die erstaunlichen Verhaltensweisen in den verschiedenen Bahnklassen Südkoreas, warum sich der Autor wie ein vergessener Kleiderständer in einem Aufzug eines chinesischen Hotels fühlte oder wie die Bewohner der Millionenstadt Kaoshiung/Taiwan lernen U-Bahn zu fahren, uvm. Solche, für den Reisenden interessanten Begebenheiten findet man in keinem Reisebuch. Um es auf den Punkt zu bringen, der Autor hat die Gabe, durch seinen Schreibstil, den Leser mit in die bereisten Länder zu entführen.

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Querweltein - Unterwegs
Seemannsgarn oder Sabotage in der Antarktis

Stephan Thiemonds

Gelesen im Juli/August 2011:
2011 IATROS-Verlag & Services GmbH, Dienheim.

Der Autor reiste im Juni 2009 auf dem norwegischen Krill Trawler MS Juvel von Montevideo in die Antarktis. Der gelernte Kupferschmied reiste nicht als Tourist zu diesem, für die meisten Menschen, unbekannten Ziel, sondern er hat das Glück, dass ihn sein Chef solche abenteuerlichen Reisen beruflich ermöglicht. Er behandelt die unterschiedlichsten Themen, von verstopften Kühlanlagen, bei der man nicht weiß, ob es Seemannsgarn ist :-), über Seekrankheit, Gedanken bei hohem Seegang und ob die Schweißnähte halten oder nicht, was Krill eigentlich wirklich ist, das Leben an Bord, Eisberge, Montevideo, bis zum Thema wenn Seemänner losgelassen werden nach 6 Wochen Einsamkeit auf See :-) und vieles mehr. Das ganze Buch wird durch viele Fotos aufgelockert.

Der Autor erzählt die Geschichten in seiner gewohnt humorvollen und lockeren Art. Gleich zu Beginn des Buchs wurde ich schon von seiner freudigen Erwartungshaltung der bevorstehenden Reise angesteckt "ANTARKTIS (vibrier, viebrier...)". Ganz atemberaubend muss es sein, morgens aufzustehen und die ersten Eisberge zu entdecken. Sehr interessant fand ich seine Erzählungen über Krill, über dass ich mir zuvor eigentlich nie größere Gedanken gemacht habe, was das ist, wie schnell man es verarbeiten muss, bevor es vergammelt, warum der Fang reguliert wird und wozu wir es benötigen... Zwischendurch wird ein bisschen Seemannsgarn eingeflochten, das die Geschichten noch mehr auflockert. Niedlich und amüsant finde ich Thiemonds Seekrankheitsgeschichte und dass er partout nicht seekrank wird, auch wenn er sich noch so viel Mühe gibt - sei froh Stephan!

Für mich ist es sein bestes Buch und ich hoffe der Autor wird noch häufig von seinem Chef in die Welt hinaus geschickt, damit er weiterhin so interessante Bücher schreiben kann :-).

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Querweltein unterwegs

Querweltein - Unterwegs
Berufsalltag oder Alltagsflucht

Stephan Thiemonds

Gelesen im März 2015.
2015 IATROS-Verlag & Services GmbH, Potsdam.

Der Autor, bei einer weltweit operierenden deutschen Firma angestellt, wird von seinem Chef mal in diesen, mal in jenen Teil der Welt entsandt, um bei den Kunden vor Ort die Anlagen seiner Firma zu warten (laienhaft von mir so ausgedrückt). Während dieser vielen Reisen macht sich der Autor so seine Gedanken über dieses oder jenes Thema zu seinem Leben unterwegs oder zu seinen vielen Erlebnissen und fremden Sitten. Er fragt sich zum Beispiel was eigentlich einen "normalen" Alltag ausmacht und wie man seinen "Alltag" bezeichnen könnte, hat er überhaupt einen Alltag? Er berichtet ebenso über Eigenarten von Firmenangestellten anderer Länder, so z.B. über "Health Moving" in einer taiwanesischen Firma (noch nie gehört? - Seien Sie beruhigt ich auch nicht), über unaussprechliche Worte, die er am Frühstückstisch in einer finnischen Zeitung aufschnappt, über Science Fiction beim neuartigen Laserschweißen in Thailand. Er beschließt sein Buch mit ein paar Worten zu seinem derzeitigen Wohnsitz Darmstadt und noch wichtiger, wie es ihm nach 12 Jahren querweltein unterwegs gesundheitlich ergeht.

Ich finde, dass dieses Buch von Stephan Thiemonds sein persönlichstes Buch ist. In fast alle seine Geschichten kann ich mich gut hineinversetzen bzw. seinen Gedankengängen folgen. Er schreibt recht humorvoll und ist mit viel Phantasie gesegnet. Meine persönliche Lieblingsgeschichte seines Buchs heißt "Die Rückkehr der Jedi Ritter" aus Thailand. Sie ist auch die längste Erzählung und von Anfang bis Ende einfach toll geschrieben.

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Alles begann am Meer

Hellen Townsend

Gelesen im August 2001
Bastei Lübbe Taschenbuch 1. Auflage 2001 (die Originalausgabe erschien 1998).

Roman: Die 2 Kusinen Juliet und Tessa haben vollkommen andere Vorstellungen von ihrem Leben. Tessa sehnt sich nach Liebe und Geborgenheit, Juliet möchte ein Leben in Luxus, doch schon während der Hochzeitspläne scheitert ihre Beziehung.

Die verschiedenen Charaktere sind ganz amüsant dargestellt. Die Handlung spielt in den Sydneyer Stadtteilen, Bondi Beach, Bronte Beach und Castle Hill. Also die richtige Lektüre während einer Australienreise.

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Träume für ein Leben

Hellen Townsend

Gelesen im Mai 2001
Bastei Lübbe Verlag, deutschsprachge Ausgabe: 2001 (380 Seiten).

Roman Hauptpersonen sind die drei um die 40 Jahre alten, in Sydney lebenden Frauen Cassie, ihre Schwester Susan und Cassies Freundin. Cassie ist beruflich erfolgreicher Single, ihre Schwester hat 3 Kinder und Mann und ist mit ihrem Leben unzufrieden. Doch auch Cassies Idylle zerplatzt, als ihre Beziehung in die Brüche geht und sie auch noch ihren Job verliert.

Der Roman hat mir gut gefallen, er liest sich flüssig und läßt sich schön nebenher lesen. Vom Bastei Lübbe Verlag finde ich es aber eine Frechheit, ihn als großen Australienroman anzupreisen. Tatsächlich könnte er in jeder anderen Stadt mit italienischen Einwanderen spielen: New York, L.A.... Und mit dem Cover des Buches, Australiens Outback hat der Roman gar nicht zu tun.

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In Afrika - Mythos und Alltag

Ilija Trojanow

Gelesen im Juni 2008:
National Geographic und Frederking & Thaler, 3. Auflage Oktober 2007. Die Originalausgabe erschien im Marino Verlag 1993.

Der Autor berichtet in mehreren kleinen Geschichten vom Alltag der Menschen in Ostafrika. Er beschreibt das Leben der Suaheli, dem Leben der Massai und warum das Nomadenleben immer schwerer wird, von Sansibar, von den Slums in Nairobi usw. Seine großen Themen sind:
- Wellen der Veränderung: Von den Menschen an der ostafrikanischen Küste, ihrem Alltag und ihre Geschichte.
- Risse des Inneren: Von der Vielfalt des Rift Valley und des ostafrikanischen Hochlands.
- Sackgassen der Hoffnung: Die vielen Gesichter der Stadt - Verlockungen, Gelegenheiten, Enttäuschungen.

Ich war überrascht in einem doch recht dünnem Buch von 164 Seiten, so viele interessante Informationen über die Bewohner Ostafrikas zu erhalten. Auch von diesem Autor werde ich versuchen mehr zu lesen.

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Anderer Leute Kinder

Joanna Trollope

Gelesen im September 2001
Heyne Verlag: 2001 (die Originalausgabe erschien 1998).

Roman: Josie und Tom, frisch verliebt, trennen sich von ihren Partnern und heiraten. Probleme entstehen , da beide Kinder in die Ehe mitbringen, die nicht unbedingt erfreut sind über die neuen Partner ihrer Eltern.

Ein heiter geschriebener Roman. Nach diesem Buch sollte man es sich fünfmal überlegen einen Partner mit Kindern zu heiraten :-)

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Tagediebe

Kathrin Tsainis

Gelesen im Juli 2003
Rowohlt Taschenbuch Verlag, Originalausgabe März 2003.

Roman: Die junge Architektin Juli Blume steht kurz vor dem Umzug von Hamburg nach Amsterdam. Da lernt sie den Schriftsteller Ben kennen und verliebt sich in ihn. Leider ist er in festen Händen und Juli bleiben auch nur noch 36 Tage in Hamburg.

So etwas gähnend langweiliges habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Friede, Freude Eierkuchen! Dagegen schreibt Annemarie Schönle die reinsten Thriller. Das Buch dient hervorragend als Einschlafhilfe.

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