Sabines völlig subjektiven Buchtipps


Zuletzt aktualisiert am 1. Mai 2018

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Meine zuletzt gelesenen Bücher

Die Häupter meiner Lieben

Die Häupter meiner Lieben

Ingrid Noll

4 Sterne

Gelesen als E-Book im April 2018.
Die Erstausgabe erschien 1993 im Diogenes Verlag

Cora zieht zur Familie ihrer Freundin Maya, da sie zuhause bei ihrer depressiven Mutter und ihrem Bruder nicht mehr wohnen will. Ihr Vater, ein Möchtegern-Künstler und Alkoholiker lebt getrennt von ihrer Mutter in einer anderen Stadt. Auf einer Reise mit Maya und deren Eltern lernt Cora ihren zukünftigen Ehemann Jonas kennen. Als Cora erfährt, dass sie schwanger ist, heiraten Jonas und Cora. Cora ist nicht begeistert von Jonas Vorhaben, mit ihr und dem Kind auf den heimischen Bauernhof seiner Eltern zu ziehen und reist stattdessen zu ihrer Freundin Maya. Die lebt jetzt nämlich in Florenz bei einem gut betuchten Bauunternehmer, der wiederum einen Narren an Bela, Coras Sohn, gefressen hat. Zwischendurch muss allerdings immer wieder mal der eine oder andere beseitigt werden, damit Cora und Maya auch weiterhin so leben können, wie sie es sich vorgestellt haben.

Auf die Idee, mal wieder Ingrid Noll zu lesen, brachte mich eine Freundin, der per Zufall beim Aufräumen Ingrid Nolls Bücher in die Hand gefallen sind. Ich erinnerte mich daran, dass mir die Autorin früher sehr gut gefiel. Jetzt habe ich mit diesem Buch festgestellt, dass mir ihre Art zu schreiben immer noch gefällt und besonders auch ihre Art von Humor. Ich finde in diesem Buch sind ziemliche Längen enthalten, darum habe ich mir ein weiteres bestellt, um zu sehen, ob das bei den anderen Büchern auch so ist.

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Ihr letzter Sommer

Ihr letzter Sommer

Anna Snoekstra

5 Sterne

Gelesen als E-Book im April 2018
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (2. Januar 2018). Der Titel der Originalausgabe lautet „Only Daughter“.

Inhalt aus Amazon kopiert: „Im Sommer 2003 verschwindet die 16-jährige Rebecca Winter spurlos. Elf Jahre später greift die Polizei eine junge Rumtreiberin auf, die behauptet, Rebecca zu sein – und der Gesuchten tatsächlich so täuschend ähnlich sieht, dass deren Familie sie mit offenen Armen aufnimmt. Die vermeintliche verlorene Tochter genießt die ungewohnte Zuwendung und schlüpft mit wachsender Begeisterung in Rebeccas Kleider und Leben. Doch je intensiver sie sich mit ihrer Rolle identifiziert, desto tiefer dringt sie in Rebeccas Gefühlswelt vor. Und kommt der tödlichen Wahrheit um ihr Verschwinden immer näher“.

Ohne viel Worte zu machen: Toll ausgedacht, spannend von Beginn bis zum Ende. Ich warte auf den nächsten Thriller von Anna Snoekstra.

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Das All und das Nichts: Von der Schönheit des Universums

Das All und das Nichts:
Von der Schönheit des Universums

Stefan Klein

5 Sterne

Gelesen als gebundene Ausgabe im März/April 2018.
S. Fischer Verlag GmbH 2017.

Der Autor Stefan Klein stellt in seinem Buch zum Denken anregende Fragen über das All, den Raum, die Zeit, das Leben und vieles mehr. So glaubt er, je mehr wir über die Beziehungen im Universum erfahren, umso geheimnisvoller erscheint uns die Welt. Er geht der Frage nach, warum die Welt immer noch unberechenbar ist und sich nicht mal das Wetter genau vorhersagen lässt. Oder er fragt, warum ein Hammerschlag auf den Finger schmerzt, wenn die Atome der Materie doch so riesige Abstände voneinander haben, dass Materie fast nur aus leeren Räumen besteht. Im letzten Kapitel versucht er dem Leser zu vermitteln, dass intelligentes Leben nicht nur möglich ist, sondern sogar wahrscheinlich.

Ein ganz tolles Buch, wozu es sich lohnt sich die Zeit zu nehmen. Es ist kein Buch für nebenher beim Pendeln oder im Bett, wenn man müde ist, sondern ich habe es immer wieder mal zum Lesen aufgeschlagen, wenn ich mit meinen Gedanken, wie es der Buchtitel so schön beschreibt „in die Schönheit des Universums“ eintauchen möchte. Nachdem ich das Buch durchgelesen habe, möchte ich gerne weitere Bücher zu diesem Thema lesen.

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Verschollen in Australien

Verschollen in Australien

Günter-Christian Möller

3 Sterne

Gelesen als Ebook im April 2018.
Verlag: tredition GmbH, Hamburg 2015.

Der Hamburger Wissenschaftler Jonas Tjerne muss dienstlich nach Australien reisen. Am Frankfurter Flughafen trifft er zufällig seine ehemalige Freundin Judith Tenhausen. Sie ist Kriminalkommissarin und reist privat nach Australien, um ihrer Schwester beim Suchen ihrer Tochter zu helfen. Die Tochter Ulrike bereiste als Backpackerin Australien und hat seit ein paar Wochen kein Lebenszeichen mehr nach Hause gesendet. Jonas bietet Judith seine Hilfe bei der Suche an.

Anfangs wollte ich das Buch gleich wieder zur Seite legen, es liest sich ziemlich kindlich, aber da Australien nun mal mein Lieblingsland ist, wollte ich es doch nicht gleich aufgeben und las es zu Ende. Eins ist zumindest mal sicher, der Autor war bestimmt noch nicht in Australien, sonst würde er keine Erdhörnchen in ein altes Auto positionieren :-) Es befinden sich einige weitere Merkwürdigkeiten in dem Buch, auf die ich nicht eingehen will, um nicht zu viel vom Inhalt zu verraten.

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Die Moortochter

Die Moortochter

Karen Dionne

2 Sterne

Gelesen als E-Book im März 2018.
Goldmann Verlag (3. Juli 2017). Die Originalausgabe erschien unter dem Titel: „The Marsh King’s Daughter“.

Psychothriller: Die in Michigan, auf der einsamen Upper Peninsula lebende Helena Pelletier erfährt, dass ihr Vater aus dem Hochsicherheitsgefängnis geflohen ist. Sie geht auf die Suche nach ihrem Vater. Vor 15 Jahren hatte sie erfahren, dass er ihre Mutter entführte, um mit ihr in einer einsamen Blockhütte im Moor zu leben. Dort wurde auch Helena geboren. Fernab der Zivilisation wuchs sie auf und lernte von ihrem Vater in der Wildnis zu überleben.

Die Idee der Geschichte mit der Entführung der Frau und dem Aufwachsen der Tochter in der Wildnis, fernab der Zivilisation, finde ich gut, aber die Umsetzung nicht so gut gelungen. Die ewigen Rückblicke nerven, ebenso das immer wieder eingestreute Märchen „Die Tochter des Moorkönigs“ von Hans Christian Andersen. Auch den erhobenen Zeigefinger wegen abgeholzter Bäume, hätte sich die Autorin in einem Thriller sparen können. Vermisst habe ich hingegen, was genau aus ihrer Mutter wurde und wie ihr Vater gefasst wurde. Irgendwie fehlt mir der Faden im Buch.

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Nächste Ausfahrt Zukunft: Geschichten aus einer Welt im Wandel

Nächste Ausfahrt Zukunft: Geschichten aus einer Welt im Wandel

Ranga Yogeshwar

5 Sterne

Gelesen als E-Book im März 2018.
Verlag: Kiepenheuer & Witsch, Köln 2017.

Herr Yogeshwar blickt in diesem Buch auf die sich rasch wandelnde Welt, seien es die digitale Revolution, Fortschritte in der Gentechnik oder die Entwicklungen der künstlichen Intelligenz. Er erzählt von seinen eigenen Erfahrungen, so zum Beispiel von seinen Besuchen in einem Klonlabor in Südkorea, einer Auswilderungsstation auf Sumatra, von unterirdischen Eishöhlen auf Spitzbergen oder den zerstörten Atomanlagen in Fukushima. Er erinnert sich, wie sein indischer Großvater die erste mobile Bibliothek einführte, um Menschen den Zugang zu den Wissensschätzen der Vergangenheit zu ermöglichen. Diese Erfahrungen inspirieren ihn, über unsere Welt im Wandel nachzudenken und den Fortschritt in seinem Gesamtzusammenhang zu begreifen. Andererseits glaubt er, dass es schwer ist vorherzusagen, wohin wir uns entwickeln, denn wir betrachten mit „alten“ Augen das Neue und bedenken nicht, dass der Fortschritt uns selbst verändert.

Ein spannendes Buch und schön zu lesen. Mir aus der Seele geschrieben, fand ich sein Kapitel, wie verbogen uns in den Medien die Geschehnisse, die in der Welt passieren, dargestellt werden. Es ist ein Geschäft mit der Angst. Die Medien kreischen mit Schlagzeilen um die Wette, während der eigentliche Artikel nichts aussagt, die TV-Sender stürzen sich mit Sondersendungen auf Ereignisse und wissen eigentlich nicht mehr zu berichten, als man es auch in 2 Sätzen formulieren könnte.

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Liebe ist nicht genug - Ich bin die Mutter eines Amokläufers

Liebe ist nicht genug -
Ich bin die Mutter eines Amokläufers

Sue Klebold

5 Sterne

Gelesen als E-Book im März 2018.
Erschienen bei Fischer E-Books. Die englische Originalausgabe erschien 2016 unter dem Titel „A Mother’s Reckoning. Living in the Aftermath of Tragedy“.

Einen Teil der Beschreibung habe ich direkt der Seite vom Fischerverlag entnommen:
„Am 20. April 1999 betraten Dylan Klebold und Eric Harris ausgerüstet mit Gewehren und Sprengstoff die Columbine Highschool. Dort töteten sie zwölf Schüler und einen Lehrer, verletzten vierundzwanzig weitere Menschen und nahmen sich dann selbst das Leben. Es war der schlimmste Schul-Amoklauf der Geschichte. Dylan Klebold war mein Sohn.“

Sue Klebold, die Mutter des Amokläufers Dylan beschreibt in diesem Buch, wie es ihr und ihrer Familie nach dem Amoklauf ergangen ist. Sie fragt sich, wie das passieren konnte trotz „normaler“ Erziehung und warum weder sie noch ein anderer seiner engsten Umgebung vorher irgendetwas in seiner Entwicklung bemerkt hat. Sie kommt zu der Überzeugung, dass elterliche Liebe allein nicht ausreicht, um Kinder und Jugendliche vor den Folgen unerkannter psychischer Erkrankungen zu schützen.

Es ist ein ergreifendes Buch und ich muss meine Vorurteile über Bord werfen, dass Eltern bzw. deren Erziehung Schuld daran sind, dass ihr Kind zu einem Amokläufer wird. Die Einnahmen dieses Buches spendet die Autorin übrigens an Forschung und Hilfsorganisationen für Opfer und Angehörige psychisch Kranker.

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Immer wenn du schläfst

Immer wenn du schläfst

Jaye Ford

Gelesen als E-Book im Februar 2018.
Verlag: Goldmann Verlag (15. Januar 2018). Die englische Originalausgabe erschien 2016 unter dem Titel „Darkest Place“.

Psychothriller: Carly Townsend hält es wegen eines Schicksalsschlages in ihrer Heimatstadt nicht mehr aus und zieht nach Newcastle zum Studieren. Sie hofft damit auch ihre schrecklichen Erinnerungen zu überwinden. Eines Nachts wacht sie in ihrer Wohnung auf, ist benommen und blickt auf die Silhouette eines Mannes, der im nächsten Moment verschwunden ist. Eine Woche später passiert ihr das gleiche noch einmal, Carly ist ihm schutzlos ausgeliefert. Da die Polizei weder an den Fenstern, noch an den Türen Einbruchsspuren entdeckt, glaubt sie Carly nicht und rät ihr sogar lieber einen Psychiater zu konsultieren.

Der Thriller ist spannend geschrieben und vor allem mal ein anderes, interessantes Thema. Hätte der Thriller statt 500 Seiten nur 300 Seiten, dann wäre er mir nicht zu sehr in die Länge gezogen erschienen, denn immer wieder habe ich beim Lesen Seiten überflogen.

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Übermorgen Sonnenschein - Als mein Baby vertauscht wurde

Übermorgen Sonnenschein -
Als mein Baby vertauscht wurde

Jeannine Klos
und Co-Autorin Anne Pütz

5 Sterne

Gelesen als E-Book im Februar 2018
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Entertainment); Auflage: 5 (16. August 2013).

Jeannine Klos liegt im Krankenhaus, sie wurde gerade von einer Tochter per Kaiserschnitt entbunden. Zwei Tage später legt man ihr ein fremdes Baby in den Arm. Als sie sagt, dies sei nicht ihr Baby, glaubt man ihr nicht, weder im Krankenhaus, noch ihr Mann, auch nicht ihre Mutter und auch nicht ihre Freundinnen. Alle versichern ihr so etwas könne gar nicht passieren. Schließlich glaubt sie es selber nicht mehr. Der Verdacht mit dem Vertauschen gerät zuhause irgendwann in Vergessenheit bis 6 Monate später aus ihrem anfänglichen Verdacht Wahrheit wird. Aber kann man die Kinder jetzt einfach problemlos zurück tauschen?

Die Stärke des Buchs liegt weder in der Sprache, noch im Stil des Buchs, aber in der wahren, unglaublichen Geschichte die hier erzählt wird. Man glaubt gar nicht, was von der Erkenntnis, dass die Kinder vertauscht wurden bis zum endgültigen Kindertausch alles auf die Beine gestellt und welches Gefühlschaos bewältigt werden muss. Nach dem Lesen des Buchs bleibt ein ungutes Gefühl zurück und man fragt sich, wie oft so ein Vertauschen von Babys wohl schon unbemerkt geschehen ist. Denn in diesem Fall ist es durch einen blöden Zufall herausgekommen.

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Unzensiert durch Amerika: Gibt's hier noch was zu lachen?

Unzensiert durch Amerika: Gibt's hier noch was zu lachen?

Katharina Stueber

3 Sterne

Gelesen im Februar 2018.
Goldmann Verlag (20. November 2017).

Die Autorin ist in die USA gereist, um die Amerikaner zu verstehen und sie zu fragen, was sie von Trump halten. Sie trifft auf die unterschiedlichsten Menschen vom Motorradrocker, über illegale Einwanderer bis zu Republikanerfans.

Alles in allem stufe ich das Buch durchschnittlich ein. Positiv finde ich, dass der Amerikaner im Vordergrund steht, negativ, dass die Autorin nach meinem Geschmack zu viel bla, bla, bla um nichts schreibt. Ganze Passagen habe ich überschlagen, weil sie mich langweilten. Am interessantesten finde ich den Teil, in dem die Autorin vom Leben ihrer Verwandtschaft in Texas erzählt. Ich hatte zwar schon öfter gehört, dass man in Texas nicht ganz so offen gegenüber Neuerungen ist, aber dass man dort wie in den 60er Jahren lebt, hätte ich nicht gedacht.

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