Australien - Singapur

25. Juli bis 25. August 2001

 


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Sydney: 10 Tage

Townsville->Hervey Bay: 10 Tage

Fraser Island: 5 Tage

Singapur: 3 Tage

 

In diesem Jahr feierte einer von uns Jubiläum. Mein Mann Manfred reiste zum 10. Mal in Folge nach Down Under, wir, unsere Tochter Ingrid und ich, Sabine zum 9. Mal. Hin flogen wir mit Singapore Airline nach Sydney. Die Reisedauer von Haustür zu Haustür betrug genau 31 Stunden. In Sydney hielten wir uns 10 Tage im Hotel Woolloomooloo Waters auf, das Apartment buchten wir übers Internet. Mit Qantas flogen wir weiter nach Townsville, von wo aus wir uns mit einem Mietwagen Richtung Süden begaben, nach Hervey Bay. Für diese Route, es waren 1600 km, ließen wir uns 10 Tage Zeit. Die erste Unterkunft in Townsville, und den Mietwagen buchten wir von Deutschland aus. Unterwegs suchten wir uns in Cannonvale, bei Airlie Beach, in Yeppoon, an der Capricorn Coast und in Hervey Bay vor Ort eine Unterkunft. Als große Hilfe bei der Suche nach einer Unterkunft erwies sich, die überall in Queensland ausliegende 400 Seiten starke Broschüre: "Queensland and Northern Territory accomodation guide 2001". Weiter ging es mit der Fähre nach Fraser Island, wo wir fünf Tage im Kingfisher Bay Resort wohnten. Diesen letzten Part hatten wir komplett von Zuhause vorgebucht. Mit Fähre und Flugzeug (Ansett) reisten wir nach Brisbane und von dort mit der Singapore Airlines nach Singapur. Drei Tage weilten wir in Singapur, dann ging es entgültig heim.

Vielleicht liegt es an der Olympiade, vielleicht an dem auch drüben härter werdenden Existenzkampf, vielleicht brauchten wir so lange für diese Erkenntnis, vielleicht war es unsere Unterkunft in einem weniger schönem Stadtteil, vielleicht traf mehreres gleichzeitig zu, jedenfalls kam bei mir zum ersten Mal nicht mehr dieses "endlich Sydney" Feeling herüber, im Gegenteil, nach 10 Tagen dachte ich, es reichte! Sydney ist in Zukunft kein absolutes MUSS mehr auf unseren nächsten Reisen. Vor 8 Jahren kam ich mir in dieser Stadt absolut sicher vor, sicherer als in unserer kleinen Stadt in Deutschland. In diesem Jahr wohnten wir zum 2. Mal im Stadtteil Woolloomooloo, wo jede noch so alte Klapperkiste (Auto) mit einer Lenkradverriegelung versehen war. Der Gehweg einer Seitenstraße war übersät mit kaputten Frontscheibenglas und nicht nur von einem Auto. In der Zeitung lasen wir von den vielen in Sydney existierenden Gangs, die das Leben dort zunehmend unsicherer machten. Die relaxte Stimmung der Sydneysider, die ich noch vor einigen Jahren kennen- und lieben gelernt hatte, war fort. Sogar in ihrer Freizeit kamen mir die Sydneysider gestresst vor. Rote Ampeln wurden von den Fußgängern total ignoriert, nur noch Hektik, Hektik, am schlimmsten war der Freitag Nachmittag. Alles stürzte schnell über rote Ampeln nach Hause, damit man auch ja sein Jogging- oder Gesundheitsprogramm am Wochenende im Eiltempo durchziehen konnte. Die Lage Sydneys um den Hafen herum bleibt natürlich ein Traum, aber zur schönsten Stadt der Welt gehört eben nicht nur die schöne Lage.

Angenehm überrascht war ich vom Ostküstenabschnitt Townsville - Hervey Bay. Kurz vor unserer Reise kamen mir immer wieder Zweifel, ob dort nicht Tourismus pur herrsche, da es fast zu jedem Programm eines neuen Australienreisenden gehört, einmal an der Ostküste von Sydney nach Cairns zu fahren oder umgekehrt. Tatsächlich gibt es aber noch viele endlose leere Strände und so viele Deutsche trafen wir gar nicht. Besonders angenehm überrascht war ich von Fraser Island. Für mich ist diese Insel ein Traum zum Relaxen. Es gibt viele Wanderwege, Strand und Natur pur. In unserem nicht ausgebuchten Resort war es so leise, wie nirgends sonst in unseren übrigen Domizilen gewesen.

Büchertipps:

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