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Südafrika
 
11. Juni bis 3. Juli 2006
 
Eine 3-wöchige Rundreise durch den Westen Südafrikas
Yzerfontein
Springbok
Upington
Graaff Reinet
Lalibela
Tsitsikamma
Kapstadt
 
Unsere Rundfahrt durch Südafrika
Unsere Rundfahrt durch Südafrika
 

Unsere Reise führte uns dieses Mal nicht nach Australien, sondern nach Südafrika. Die zweite große Änderung war, dass dieses Jahr unsere Tochter nicht mehr mit uns fuhr. So, aber nun der Reihe nach.

Abflugort war der Münchner Airport, wohin wir mit einem Flughafentransfer von Haustür zu Haustür gebracht wurden. Von hier aus flogen wir mit LTU in knappen 11 Stunden nach Kapstadt, wo wir uns einen Leihwagen mieteten. Die erste Station hieß Yzerfontein, 90 km nordwestlich von Kapstadt gelegen. Zwei Tage wohnten wir hier in einer Bed & Breakfast Pension. Anschließend fuhren wir an der Westküste Richtung Norden nach Springbok, kurz vor die Grenze Namibias. Nach einem zweitägigen Aufenthalt in Springbok reisten wir Richtung Osten nach Upington, wo wir uns sechs Tage aufhielten. Nun starteten wir langsam unseren Rückweg über Graaff Reinet. Hier besichtigten wir ein Township und fuhren nach zwei Tagen zum Game Reserve Lalibela zwischen Port Elizabeth und Grahamstown gelegen. Unsere letzte Station vor Kapstadt hieß Tsitsikamma, wo wir vier Tage verweilten. In Kapstadt beendeten wir unsere 3-wöchige Südafrika Reise.

 

Wo haben wir was gebucht?

TUI Reise Center in 86381 Krumbach
Flüge von LTU
Leihwagen von Hertz,
Tsitsikamma Lodge in Tsitsikamma,
Holiday Inn in Kapstadt

Karawane Reisen
Annies Bed & Breakfastin Springbok,
Oasis Protea Lodge in Upington,
Game Reserve Lalibela.

Portfolio:
Harbour View in Yzerfontein

Per Internet, direkt beim Anbieter:
Flughafentransfer Bavaria,
Bed & Brakfast Obesa in Graaff Reinet


Buchempfehlung:
Eine Buchempfehlung möchte ich direkt hier auf die Titelseite der Reise stellen, denn dieses Buch hat uns schon im Jahre 2004 nützliche Dienste geleistet:
Titel: "Südafrika entdecken"
Autoren: "Willie & Sandra Oliver"
ISBN: 3-8290- 3612-4
Beschreibung:
Das Buch ist gebunden und nach Regionen gegliedert. Es enthält die Beschreibungen von 49 Ausflugszielen innerhalb Südafrikas. Zu jedem Ziel gibt es eine farbige Karte, viele Fotos, Beschreibung der Hauptattraktionen, beste Reisezeit, Touristeninformation und weitere wichtige Infos. Obwohl das Buch kein optimales Reiseformat hat, fand ich es unerlässlich dies mitzunehmen. Die meisten Ausflugsideen haben wir diesem Buch entnommen. Es fehlt der ganze andere Schnickschnack, den man den handelsüblichen Reiseführern entnehmen kann, dadurch ist es nicht zu dick. Hier werden rein Touren für PKW, Geländewagen, Mountain-Bike und Wanderungen, Ausritte und Kanufahrten beschrieben. Ich würde mich freuen, wenn ich für andere Länder auch so tolle Bücher entdecke.

 
 
Anreise
 
Sonntag, 11. Juni 2006
 

Punkt 14:30 Uhr stand unser bestellter Bavaria Transfer vor der Tür. Auf meine Bemerkung „Sie sind ja superpünktlich“, meinte er „kein Wunder meine Eltern wohnen doch schräg gegenüber, ich komme gerade vom Kaffeetrinken bei ihnen“. Seine Eltern winkten uns noch zu und wünschten uns eine gute Reise. Der Fahrer war aufmerksam, ständig um uns besorgt und sehr freundlich. Ach ja, die Fahrt kostete uns zu zweit, hin und zurück 78 Euro.

Nach einer Stunde erreichten wir den Münchner Airport und begaben uns zum Internet Drop Off-Schalter der LTU. Man kann bei LTU 30 Stunden vor dem Start vom heimischen Internet einchecken und sich die Bordkarten mit den Plätzen ausdrucken lassen. Das Gepäck gibt man am Flughafen dann nur noch am oben genannten Schalter ab. Dieser Schalter war zwar nicht besetzt, dafür durften wir beim Businessclass-Schalter das Gepäck aufgeben, ohne zu warten. Die Dame druckte uns anhand unseres Ausdrucks die richtigen Bordkarten, kontrollierte unsere Pässe und fragte uns nach dem Rückreiseticket, ohne dass wir nicht in Südafrika einreisen dürften.

Wir waren so begeistert, von dem schnellen Check-in, dass wir ohne zu gucken durch's nächstgelegene Gate strebten, ohne es mit unseren Bordkarten zu vergleichen. Nach der Sicherheitskontrolle stellten wir fest: „Huch, wir mussten ja zu Gate B und hier ist A, aber wie kamen wir dort hin?“ Eine der Sicherheitsdamen grinste dämlich und meinte, „Sie müssen durch die Halle des Gates A zum Ausgang gehen, und dann müssen Sie in Gate B wieder durch die Pass- und Sicherheitskontrolle hinein.“ Wo aber war der Ausgang? In der Richtung, die sie uns deutete, war er nicht. Wir liefen und liefen, Treppe hinauf, einen langen Gang entlang, unter uns lag Gate B, dann Gate C, aber wie kamen wir da runter? Um von hier zu Gate B zu gelangen, musste man durch eine nicht besetzte Passkontrolle. Ein dickes Schild baumelte am Eingang: „Bitte Klingeln“, gesagt getan, nichts rührte sich. Nach uns kam noch ein Paar, dass sich auch in Gate A verirrt hatte. Uns blieb nichts anderes übrig, als alles zurückzulaufen, lange Gänge, Treppen runter durch die Gate A-Halle zur Sicherheitskontrolle und erneut fragen. Statt dass die Dame uns 2 Meter rückwärts wieder aus der Halle hinauslassen würde, half ihr ein weiterer Sicherheitsmensch, der auf Manfreds Frage, warum die Klingel denn gar nichts nutzen würde, die dümmliche Bemerkung los ließ „Laufen ist gesund“. Es ging aber nicht nur uns so. Ein englischsprachiges Paar folgte uns schon seit wir durch die Gänge irrten. Der Sicherheitsangestellte schickte uns in die andere Richtung zu einem Ausgang. Dieser Ausgang mündete am Gepäckband des Gates A. Wir mussten einen riesigen Bogen schlagen mit unserem schweren Handgepäck, um endlich zum Gate B zu gelangen.
Hier war nun die Passkontrolle, besetzt mit 2 superfreundlichen Beamten, von denen „unserer“ nicht mal grüßte, unsere Pässe durchscannte, mit seinem Kollegen plauderte und uns wortlos, ohne uns anzublicken die Pässe aushändigte. Sind wir Dreck?

Als wir so gemütlich am Gate saßen, sahen wir noch viele, viele weitere Fluggäste, denen es wie uns erging und erst einmal versehentlich den langen Gang Richtung Klingel liefen, um zu Gate B zu gelangen. Aber sie wurden, im Gegensatz zu uns, auch noch lauthals angeschnauzt.  Kurz vorher lobte Manfred noch so den Münchner Flughafen gegenüber dem Frankfurter. Von der Freundlichkeit her sind sie beide gleich. Da freut man sich so richtig, weg von seinen Landsleuten fliegen zu dürfen!

Ach ja, beim Borden wurden unsere Tickets zurückgewiesen. Die LTU-Dame fragte Manfred, ob er immer noch Platz 19C habe? Die Frage verstanden wir nicht ganz, „Warum denn nicht, steht doch auf der Bordkarte?“ Daraufhin rief sie bei ihren Kollegen an, ließ sich von uns noch einmal die Pässe zeigen, von den anderen Passagieren nicht, und zählte unsere freien Seiten durch. Dies schien ihrer Zufriedenheit zu entsprechen, jedenfalls durften wir passieren. 

 
Flug von München nach Kapstadt
Flug von München nach Kapstadt
 
über den Wolken über den Wolken
Mit LTU über den Wolken
 

Um 18:30 Uhr startete unser zu 2/3 besetzter Airbus A330-200. Der Blick auf die Alpen war grandios, es lag noch eine Menge Schnee. Kurz vor Afrika dämmerte es langsam. Service, Freundlichkeit und Schnelligkeit der LTU konnten nicht besser sein! Alkohol musste bezahlt werden, ebenso Kopfhörer für 2,50 Euro, die man aber nach dem Flug behalten durfte. Manfred aß Pasta zum Abendessen, ich Huhn. Kurz bevor die Kabine abgedunkelt wurde gegen 22 Uhr, wurden jedem Passagier ½ Liter Flasche Wasser ausgeteilt.

 
 
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