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Australien
14. September bis 11. Oktober 2008
Atherton Tableland: 7 Tage
Sydney: 7 Tage
Melbourne-Anlesea / Mudgee: 5 Tage
Great Ocean Road und Umgebung: 5 Tage
 
Flugroute nach Australien
 
Unsere Reise führte uns dieses Mal nach drei Jahren Enthaltung endlich wieder nach Australien. Abflugort war der Frankfurter Flughafen, wohin wir gemütlich mit dem ICE schaukelten. Von hier aus flogen wir mit Qantas und Jetstar über Singapur und Darwin nach Cairns, wo wir uns einen Leihwagen mieteten und nach Tinaroo ins Atherton Tableland fuhren. Sieben Tage lang unternahmen wir wunderschöne Ausflüge zu Zielen im Tableland und auch zur Küste Nordqueenslands. Anschließend flogen wir nach Sydney, wo wir sieben Tage im Ort Manly wohnten. Wir unternahmen Bekanntes und auch Neues, die Stadt begeistert uns immer wieder. Nun wurde es kompliziert. Während Manfred im 250 km westlich von Sydney gelegenen Mudgee vier Tage Freunde auf einer Farm besuchte und die Arbeit dort kennenlernen durfte, flog ich nach Melbourne zu meiner E-Mailfreundin und deren Familie. Nach drei Tagen Melbourne fuhr ich mit E-Mailfreundin und deren Mann nach Anglesea an der Great Ocean Road. Die letzten fünf Urlaubstage verbrachten wir alle vier gemeinsam mit Manfred an der Great Ocean Road.
 
Unsere Ziele in Australien
 
Wo haben wir was gebucht?

Travel Overland in Augsburg
Flüge mit Qantas
Leihwagen für Queensland von Europcar

Unterkünfte per Internet gebucht:
Tinaroo Haven Holiday Lodge
Aquablue in Manly bei Sydney

Unterkünfte ausgesucht von meiner E-Mailfreundin und per Internet gebucht:
Roadknight Cottages in Anglesea
Johanna Seaside Cottages
Ti Tree Cottages in Forrest

Reisebücher:
Als Reisebücher hatte ich folgende Bücher dabei und diverse Karten, die ich nicht aufliste:
Lonely Planet Victoria
Lonely Planet Queensland (nur die Seiten 327 bis 394)
Natur-Reiseführer von Lutz Fehling

Anreise
Sonntag, 14. September 2008
Nun war es mal wieder soweit, seit drei Jahren bereisten wir schon nicht mehr unser Lieblingsland Australien, dieses Jahr wollten wir es aber doch mal wieder anpacken. Das bestellte Taxi erschien um 15:20 Uhr und eine Viertelstunde später erreichte es den Hauptbahnhof in Augsburg.

Augsburg Hauptbahnhof

Pünktlich um 16:03 Uhr fuhr der ICE, mit unserem Ziel Frankfurt Flughafen Fernbahnhof, los. Die dreistündige Zugfahrt war recht bequem, der Zug fast voll.

Ich hatte Manfred gegenüber ein etwas schlechtes Gewissen, da ich einen Zug ausgesucht hatte, der schon 5 Stunden, bevor unser Flieger in Frankfurt starten würde, Frankfurt erreichte. Aber ich bin nun mal ein Vorsichtskandidat und bei den beiden Verbindungen vorher hätten wir mit unserem Gepäck in Stuttgart den Zug wechseln müssen und bei der direkten Verbindung vorher, wären uns nur drei Stunden in Frankfurt geblieben.

Warten auf unseren ICE nach Frankfurt  
 
Wie schnell kann es passieren, dass ein Zug einfach mal ein oder zwei Stündchen liegen bleibt, aus welchen Gründen auch immer (langjährige Pendlererfahrung).
Also lange Rede, kurzer Sinn, wir waren nicht wenig erstaunt, als wir 4,5 Stunden vor Abflug vor dem Qantas Check-in Schalter schon eine kleine wartende Traube entdeckten. Am Schalter stand der Hinweis, dass um 20 Uhr, also vier Stunden vor Abflug der Check-in öffnen würde. Die Angestellten nahmen schon mal alle an ihren Schaltern Platz, wurschtelten irgendetwas herum, eine weitere Angestellte wies uns an, wo wir uns anzustellen hätten und dann verschwanden die Angestellten alle wieder. Pech für die, die zuerst da waren, sie hatten sich falsch eingereiht und durften nun hinter den später ankommenden Passagieren warten. Am Zeitungsstand konnten wir uns zwischenzeitlich dank einer großen Auswahl an Zeitungen auf den neusten Stand bringen. So gut versorgt kam trotz der Wartezeit keine schlechte Laune auf, denn schließlich konnten wir uns in der Schlange abwechseln, sodass sich jeder von uns mal ein wenig die Beine vertreten konnte.
Frankfurt beim Check-in
  Frankfurt Flughafen: Beim Check-in
 

Ach ja, zu erwähnen sind noch der besonders "freundliche" Umgangston, der am Frankfurter Flughafen herrschte, uns immer wieder auffiel und wir schon drauf warten, ja darüber schon lachen mussten.

1. Beispiel:
Passagier fragte Busfahrer des Pendelbusses von Terminal 1 zum Terminal 2, ob dieser Bus zum Terminal 2 fahren würde, woraufhin der Busfahrer nur hochmütig mit dem Finger nach oben an seinen Bus deutend, „steht oben“ murrte.

2. Beispiel:
An der Passkontrolle war ein Schalter mit „EU-Bürger“, drei mit „non-EU-Bürger“ beschriftet. Wir reihten uns, bei Non-EU ein, da die Schlange kürzer war und wir schon wussten, dass wir hier auch passieren konnten. Die Kontrolleure unterbrachen nicht mal ihr internes Gespräch, blickten uns nur an, um die Passfotos zu kontrollieren, keinen Gruß , keine Andeutung, die Miene zu verziehen, nichts – Ware Passagier!

3. Beispiel:
Kein Blick den Passagier würdigend, murmelte die ebenfalls "freundliche" Angestellte beim Sicherheitscheck nur Anweisungen, was zu tun sei, keinen Gruß – nichts. Manfred musste sich hier übrigens einer Rauschgiftkontrolle unterziehen. Geprüft wurden er, seine Kamera und sein Buch. Zum Glück hatte er dieses Buch in eBay nicht von einem Rauschgiftsüchtigen erstanden :-)

Aber halt, halt, wir sind nun eigentlich erst beim Check-in. Da wir sehr früh dran waren, mussten wir nicht lange warten. Die Dame am Check-in fragte uns, ob wir Fenster oder Gang wollten. Ich sagte verwundert, wir hätten Plätze reserviert, die hätten wir am liebsten. Sie blickte in ihren Computer und meinte, es wäre nichts reserviert, es könnte sein, dass durch eine kürzliche Computerumstellung dies verlorengegangen sei. Dann fragte ich, ob die Plätze 71A und 71B, die wir reserviert hatten, denn noch frei wären. Sie waren es zum Glück. Keine Ahnung, wie es denen erging, die sich auf ihre reservierten Plätze freuten und "erst" drei Stunden vor Abflug kamen. Wegen der Computerumstellung erhielten wir auch noch nicht unsere Boarding-Pässe für den Weiterflug in Singapur mit Jetstar nach Cairns. Aber es ging ja allen so.

Qantasflug nach Singapore


Nach dem Check-in, die Schlange hinter uns war inzwischen riesig, setzten wir uns beim Gate D, in das einzig noch geöffnete Restaurant, namens Laxx und aßen ein letztes mal Bayerisch: Nürnberger Rostbratwürstel mit Sauerkraut und Weizenbier. Anschließend fanden wir ein paar bequeme Liegen, wo wir die Füße hochlegend aufs Boarding warteten.

Der Jumbo war bis auf den letzten Platz besetzt, wir erhielten unseren Zweier-Fensterplatz. Fast pünktlich startete die Maschine kurz nach Mitternacht.

 
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