Bayerischer Wald

Ein paar Worte vorweg

Ein großes Vorwort habe ich nicht geplant, außer vielleicht, dass es Manfred und mich bereits seit 2010 regelmäßig jeden Januar für eine Woche in den Bayerischen Wald zieht. Unser Motto "Tiere und Glas des Bayerischen Waldes" beschreibt gut, wo unsere Schwerpunkte in diesem Urlaub lagen. Kurz habe ich überlegt, ob ich über diese Tage überhaupt einen Reisebericht schreiben soll, da ihr das, was wir unternommen haben ebenso in den Reiseberichten der Vorjahre nachlesen könnt. Aber der Vollständigkeit halber habe ich mich dann doch zu einem Reisebericht entschlossen :-). Nun geht's aber los:

Samstag, der 23.1.2016

Die Wettervorhersage war nicht berauschend, am Vormittag sollte es Eisregen geben. Wir starteten unsere Reise nach Grafenau nicht zu früh am Morgen, sondern erst um 10:20 Uhr, in der Hoffnung, dass sich der Eisregen bis dahin vorübergezogen ist.

Bei der Abfahrt war es auch tatsächlich trocken, während es um München herum nieselte. In den Nachrichten erfuhren wir, dass in München sogar einige Flüge wegen gefrierenden Regens gecancelt wurden. Wir hatten Glück, die Autobahnen waren gut gestreut. Hinter dem Flughafen München wurde der Verkehr immer lichter.

Fahrt nach Grafenau Fahrt nach Grafenau

Hinter Dingolfing kreuzten wir sozusagen die 0°C-Grenze. Ab hier lag auch Schneematsch auf der Autobahn. Die Räumfahrzeuge hatten alle Hände voll zu tun. Die Landschaft wurde immer winterlicher. Gegen 13 Uhr erreichten wir Grafenau. Bevor wir unsere Ferienwohnung bezogen, tankten wir und kauften beim Edeka in Grafenau Lebensmittel für die nächsten Tage.

Fahrt nach Grafenau Fahrt nach Grafenau

Um 13:35 Uhr erreichten wir die Ferienwohnung Stecher im Stadtteil Lichteneck in Grafenau. Ein wenig erstaunt waren wir, als wir erfuhren, dass die zu unserer Wohnung gehörende Garage anderweitig an eine Dauermieterin der 2. Wohnung vergeben wurde. Zwar wussten wir, dass die 2. Wohnung inzwischen nicht mehr für Feriengäste zur Verfügung steht, aber laut Webseite gehört die Garage zu unserer Ferienwohnung. Nun mussten wir unser Auto im Freien abstellen. Hätte man uns das vorher gesagt oder stände es auf der Webseite, dann hätten wir den, in unserem Keller herumliegenden Schutz für die Autoscheibe, mitgenommen. Denn zu dieser Jahreszeit muss man immer mit verschneiten oder vereisten Scheiben rechnen. Ok, zum Schluss stellte sich heraus, wir mussten die ganze Woche die Scheiben weder von Eis noch von Schnee befreien. Glück gehabt!

Fahrtdaten:
Start: um 10:18 Uhr,
nach einer Stunde passierten wir die Abfahrt Freising-Ost nach 101 km,
nach einer weiteren Stunde erreichten wir das Kreuz-Deggendorf nach 203 km,
die Wohnung in Grafenau erreichten wir um 13:35 Uhr nach 261 km, wobei wir zum Tanken 6 km Umweg fuhren und 30 Minuten für das Tanken und das Einkaufen insgesamt benötigten.
Gesamtfahrzeit (ohne Abstecher): 2 Stunden 45 Minuten
Gesamtentfernung (ohne Abstecher): 255 km.

Grafenau Grafenau

Wir wurden von Familie Stecher wie immer herzlich empfangen, richteten uns ein, tranken Kaffee und schmausten den leckeren selbstgebackenen Kuchen, den uns Frau Stecher im Kühlschrank als Willkommensgruß bereitgestellt hatte. Anschließend fuhren wir in den Ort hinunter, bummelten durch Grafenau und schauten nach eventuellen Veränderungen in der Stadt. Bei der Touristeninformation, die seit neuestem sogar am Samstagnachmittag geöffnet hat, deckten wir uns mit neuem Informationsmaterial ein.

Gegen 17:15 Uhr wanderten wir, ausgerüstet mit Spikes unter den Schuhen, nach Grafenau hinunter zum Café Restaurant Fox. Wir bekamen im 1. Stock einen netten Platz am Fenster zwischen Palmen. Manfred schmauste eine Tomatensuppe vorweg, anschließend aßen wir ein Gericht von der chinesischen Karte, Ente mit Gemüse und Reis. Das Fox hatte vom 8. bis 24.1. chinesische Wochen. Es war sehr lecker!

Zuhause angekommen, wollte ich die Heizung im Schlafzimmer herunterregeln und hatte plötzlich den Thermostatgriff in der Hand. Ein Ring zur Befestigung war abgefallen. Nun konnte ich die Heizung nicht mehr runterregeln. Manfred reparierte sie provisorisch, indem er den Griff so fest andrückte, dass die Heizung runterregelte. Damit der Thermostat nicht von alleine abfiel, klemmte er ihn mit Büchern fest. Das funktionierte.

Wir sahen uns im TV einen "Der Kommissar und das Meer" an. Die Ferienwohnung wurde mit einem neuen Blaupunkt Flachbildschirm-TV ausgestattet. Schaltete man auf einen neuen Kanal um, war standardmäßig der Ton für Sehbehinderte zugeschaltet. An der Fernbedienung konnte man diesen über den Knopf "Audio" wieder abschalten. Hinterher sahen wir uns noch eine Quizshow an, dann fielen wir müde ins Bett.

Wetter:
Leichter Schneefall
Temperaturen: - 8,5°C bis 1,8°C.


2. Tag - --->

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