Grafenau im Sommer 2020

Anreise und Bärenpfad

Allgemeines zu unserer Reise

Diese Reise war jetzt eine coronabedingte, außerplanmäßige Reise. Nach unserer ersten Winterreise in den Bayerischen Wald 2020, brach COVID-19 aus. Wir stornierten alle geplanten Reisen (Madeira, Südtirol), da wir nicht wussten, wie lange das Virus noch grasieren würde. Es folgte nun der Lockdown, man durfte nirgendwohin reisen. Ich glaube es war Mitte Juni, zu dem Zeitpunkt durften die Hotelbetriebe mit vielen Auflagen wieder für den Tourismus öffnen. Ins Ausland zu reisen war uns zu kritisch, denn was wäre, wenn in dem Land eine neue Welle ausbrechen würde? Und was wäre, wenn man im fremden Land wegen eines ganz anderen Grundes, zum Beispiel eines gebrochenen Fußes, in ein dort, von Corona überlastetes Krankenhaus muss? Also beschlossen wir im Land zu bleiben und dort am besten im eigenen Bundesland, weil jedes Bundesland seine eigenen Maßnahmenkataloge entwickelt. So entschlossen wir uns ein zweitesmal in diesem Jahr in den Bayerischen Wald zu reisen. Ein weiterer Vorteil des Bayerischen Walds ist, wir sind im Notfall mit dem Auto schnell wieder zuhause. Die Kleblmühle in Grafenau kennen wir und hier müssen wir abends nicht irgendwelche anderen Restaurants aufsuchen, sondern können vor Ort essen. Das Suchen neuer Gasthäuser macht zu Corona-Zeiten nämlich auch keinen großen Spaß.

Samstag, der 20. Juni 2020

Manfred holte uns wie jeden Tag zuerst mal leckere Semmeln zum Frühstück. Da wir gegen 14 Uhr in der Kleblmühle einchecken konnten und wir maximal 3 Stunden Fahrt vor uns hatten, blieb uns noch viel Zeit. Manfred packte heute Morgen und ich wusch eine Waschmaschinenladung durch. Um 10:20 Uhr starteten wir. Der Verkehr ging. Wie üblich wurde es nach dem Münchner Flughafen leerer.

Grafenau Grafenau

Unterwegs nach Grafenau

Beim Edeka in Grafenau legten wir einen 10-minütigen Einkaufsstopp ein und nach 260 km bzw. 2 Stunden 20 Minuten reiner Fahrzeit, erreichten wir die Kleblmühle. Wir erhielten unsere Garage vom letztenmal, genau zwei Stockwerke unterhalb unseres Apartments. Von hier aus erreichten wir durch das Treppenhaus direkt unser Appartment. Das ist sehr praktisch. Warum nahmen wir im Sommer auch eine Garage? Wir haben schlechte Erfahrungen mit Mardern gemacht, zwar nicht hier, aber wir wollten es auch nicht drauf ankommen lassen :-)

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Kleblmühle und Gästehaus

Manfred wuchtete das Gepäck in die Wohnung, dann gingen wir in den Gastraum um uns mit Kaffee und Kuchen zu erfrischen bzw. mit Weißwürsten.

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Unser Apartment und Mittagessen in der Kleblmühle

Die Wolken verzogen sich immer mehr, so dass wir aufbrachen und direkt von der Haustür loswanderten. Zuerst wanderten wir gegenüber der Kleblmühle, hinter dem Hirschgelände hinauf, nach etwa 100 Metern bogen wir nach links auf den markierten Bärenpfad in den Wald hinein ab. Als wir aus dem Wald auftauchten, folgten wir kurz der wenig befahrenen Teerstraße, dann gings auf Feldwegen nach Grafenau, das wir nach 2,5 km erreichten.

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Spaziergang von der Kleblmühle über den Bärenpfad nach Grafenau

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Die Stadt sieht im Sommer bedeutend hübscher aus als im Winter, stellten wir fest. Stühle standen zum Einkehren vor dem Café Restaurant Fox und dem Hotel zum Kellermann. Blumen schmückten die Straße. In dem "Eis Center" kauften wir uns je ein Eis und ließen es uns auf einer Bank zwischen dem Café Restaurant Fox und der Eisdiele schmecken.

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Bummeln durch Grafenau mit einem Eis

Zurück ging es durch den Kurpark und weiter auf einem kleinen hübschen Sträßlein an der kleinen Ohe entlang. Der Weg führte direkt zur Kleblmühle. Insgesamt waren es knappe 6 km.

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Im Kurpark von Grafenau

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An der kleinen Ohe

Gegen 17:30 Uhr wanderten wir zum Abendessen in das Restaurant. Wir erhielten einen schönen Platz, Tisch Nummer 11. Heute Mittag haben wir schon für die ganze Woche diesen Platz gebucht. Manfred schmauste Hirsch-Edelgulasch, ich Zanderfilet. Alles war sehr lecker und frisch, wie wir es von unseren früheren Urlauben kennen. Zum Abschluss stießen wir auf unseren Urlaub mit einem Blutwurz (Manfred) und mit einer milden Marille (ich) an.

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Nach dem Abendessen drehten wir noch eine Runde auf dem Gelände der Kleblmühle

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Auf dem Balkon saßen wir noch eine Weile, ich tagebuchschreibend, Manfred bildersortierend. Als es Manfred zu kalt wurde, er war kurzärmlig, gingen wir rein, ich schrieb allerdings noch rasch mein Tagebuch zuende.

Wetter:
Schauer bei Ankunft, aber immer besser werdend, bei maximal 19°C.



2. Tag - --->

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