weiter
 
Heidelberg
 
24. April bis 27. April 2009
 

Wie kommt man auf die Idee einen Kurzurlaub in Heidelberg zu verbringen? Ganz einfach! Im Forum von Nobbys WoMo Welt stand ein Forentreffen an, diesmal in Heidelberg. Manfred und ich wollten die weite Strecke nach Heidelberg nicht nur für einen oder zwei Abende fahren, sondern ein bisschen von der Umgebung sehen, die wir noch nicht kannten. Das Treffen fand am Samstag statt, wir reisten am Freitag an und fuhren am Montag wieder nach Hause.

Wohnen wollten wir gemütlich am Stadtrand mit Nahverkehrsanschluss. Im Internet stießen wir auf Heidelberg-Ziegelhausen und dort auf das Gäste- & Seminarhaus Zum Löwen mit Ferienwohnungen.

 

Heidelberg
Heidelberg ist mit seinen 147.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Baden Württembergs. Die Stadt liegt hauptsächlich am linken Neckarufer und befindet sich in einer der wärmsten Regionen Deutschlands, weshalb hier auch unter anderem Mandel- und Feigenbäume wachsen. Der älteste und bekannteste Stadtteil Heidelbergs ist die Altstadt, in der man auch das bekannte Heidelberger Schloss findet. Das noch viel ältere Dorf Bergheim und die Altstadt bilden zusammen die Innenstadt Heidelbergs.

Die Geschichte Heidelbergs reicht weit zurück. 1000 v. Chr. ließen sich die Kelten hier nieder. Dann siedelten auch die Römer eine zeitlang hier. Im 6. Jahrhundert entstanden die fränkischen Dörfer Neuenheim und Bergheim, welche heute noch zu Heidelberg gehören. Zum erstenmal schriftlich erwähnt wurde Heidelberg 1196. Im Jahre 1386 wurde hier die älteste Universität Deutschlands gegründet. Das Heidelberger Schloss, gegründet wurde im französisch-pfälzischen Erbfolggekriegs zum Teil zerstört und gehört zu den weltweit berühmtesten Schlossruinen.

Allgemeine Links zu Heidelberg:
http://www.heidelberg.de
http://heidelberg.gequo-travel.de/ (gefällt mir persönlich am besten)
http://www.heidelberg-aktuell.de
http://www.heidelberg-guide.com/

 
Freitag, 24. April 2009
 

Abfahrt in Augsburg um 10:45 Uhr. Manfred erkundigte sich im Internet bei Tomtom nach Verkehrsstaus, da keine gemeldet wurden auf unserer bevorzugten Strecke, wählten wir die Autobahn A8 bis Karlsruhe und dort auf der A5 bis Heidelberg.

Es lief auch anfangs recht flüssig, wenn auch sehr viele LKWs unterwegs waren, ja eigentlich fuhr ein LKW-Band auf der rechten Spur. Irgendwann standen wir in einem 20 km langen Stau, in dem wir im Stopp & Go vorankamen. Es war ein baustellenbedingter Stau. Kaum lief der Verkehr wieder, folgte die nächste Baustelle hinter Karlsruhe. Also den Rückweg wählten wir anders. In Heidelberg mussten wir uns auf der B37 am linken Neckarufer durch den dichten Verkehr zwängen und in Ziegelhausen ging’s auf die andere Neckarseite nach Peterstal, wo wir im Goldenen Löwen untergebracht waren.

Die nette Wirtin empfing uns freundlich und zeigte uns unser hübsches Apartment mit großer Terrasse. Als die Wirtin uns unserer Wohnung überließ, fiel unser Blick sofort auf die riesige, 16-Punkte umfassende Hausordnung und jede der 16 Regeln enthielt noch Unterpunkte :-)))). Das hatten wir ja noch nie erlebt, außer vielleicht vor 35 Jahren in Jugendherbergen. So viele Regeln auf einem Blick! Halt, das stimmt nicht ganz, wir haben das ein halbes Jahr später in den Hütten im Schwarzwald auch so erlebt, Regel an Regel, Regel lässt grüßen ;-) Eine kleine Kostprobe unserer Regeln gefällig?

§ Es wird eine Gebühr von 30 Euro fällig, wenn das Auto tropft, da neu geteert werden müsste.
§ Das Fenster durfte nicht gekippt sein während unserer Abwesenheit.
§ Maximal 2 bis 3 Mal am Tag für 5 Minuten Stoßlüftung erlaubt, während der Heizperiode.
§ Thermostaten dürfen maximal auf 3 bis 3,5 gestellt werden während der Heizperiode.
§ Schläft man mit geöffnetem Fenster und die Außentemperatur beträgt weniger als 10°C, werden 5 Euro Gebühr pro Schlafraum und Nacht erhoben.
§ Man darf keine Steine in den Fischteich werfen.
§ Das Apartment wird pro Tag einmal vom Vermieter kontrolliert.
§ Die Badtür muss bei Nichtbenutzung geöffnet bleiben wegen Schimmelbildung.
§ Beim Verlassen des Apartments alle Stecker ziehen außer Kühlschrank,
und viele, viele, viele Regeln mehr :-))))

Eigentlich durfte man sich nur noch mit schlechtem Gewissen hier aufhalten und bewegen. Nach einem Kaffee setzen wir uns ins Auto und fuhren in die Innenstadt. Auf der Suche  nach einem Parkplatz lernten wir mal die ganze Stadt gegenüber der Altstadt kennen und die Prophezeihung eines Freundes, dass hier alle mit Fahrrad unterwegs seien, konnten wir nur bestätigen. Noch nie haben wir so viele Fahrradfahrer auf einem Haufen gesehen wie in Heidelberg (erst in einem späteren Urlaub in Münster). In Anbetracht der knappen Parkplätze kann ich das gut verstehen. Wir fanden in der Nähe des Hauptbahnhofs schließlich ein Parkhaus mit superschmaler Einfahrt. Auf dem Kästchen an der Einfahrt stand „Für Kurzparken Knopf drücken.“ Wir wollten nicht Kurzparken, sondern ein paar Stunden, also drückte Manfred nicht. Aber es passierte nichts, wir fanden auch keinen anderen Knopf, um die Schranke zum Öffnen zu bewegen. Also Rückwärtsgang rein und steil bergauf zurück. Manfred betätigte den Knopf nun trotzdem und Sesam öffne dich! Im leeren Parkhaus waren die Parkplätze erstmal alle reserviert. Wir fuhren und fuhren, bis endlich die ersten freien Parkplätze (Frauenparkplätze) in Sicht kamen. Wir nahmen einen von denen, da wir froh waren endlich überhaupt einen Parkplatz gefunden zu haben.

Von hier aus liefen wir durch Industriegelände (Heidelberger Druck) usw., Richtung Neckar, dort entlang Richtung Altstadt. Auf dem Weg in die Innenstadt, muss man sich auch als Fußgänger immer wieder vor den zahlreichen Radfahrern in Acht nehmen, die nicht gerade langsam an einem vorbeischießen.

 
Neckar Fußgängerzone
Am Neckar bummelten wir Richtung Altstadt Hauptstraße
 

Die Altstadt liegt sehr idyllisch, hat eine riesige Fußgängerzone, an dessen Ende man die bergige Landschaft sah, und manchmal blitzte, das in der Sonne liegende Schloss hindurch, hübsch! Überall waren draußen vor den Cafes und Restaurants Tische aufgebaut und luden zum Verweilen ein.

 
Chocolaterie Fahrbares Schaufenster
Hauptstraße
An dem Schoko-Laden komme ich nicht vorbei
Fahrbares Schaufenster
   
Fußgängerzone Krämergasse
Hauptstraße Krämergasse mit Cave 54,
dem ältesten Studenten Jazz-Club Deutschlands
   
Fußgängerzone Kornmarkt
Hauptstraße
Cafes laden zum Verweilen ein
Der Kornmarkt mit dem Muttergottes-Brunnen,
im Hintergrund das Heidelberger Schloss
 

Wir flanierten die ganze Fußgängerzone entlang und kehrten auf dem Rückweg in einem netten Restaurant mit Innenhof ein.

 

Untere Straße

Unser Restaurant in Heidelberg
Setzen wir uns hier hin... ...oder lieber in diesen Innenhof?
 

Bei einem Heidelberger Weizen aßen wir Nudeln mit Lachs bzw. Spargel mit Schinken, sehr lecker. Das restliche Publikum bestand fast ausschließlich aus zwei italienischen Gruppen. Flaniert man durch die Fußgängerzone, mag man meinen, alle Touristen, die Deutschland besuchen, müssen einmal in Heidelberg gewesen sein.

 

Nudeln mit Lachs

Spargel mit Schinken
Nudeln mit Lachs Spargel mit Schinken
 

Im Apartment genossen wir auf unserer Terrasse bei einem Gläschen Rotwein die Abendstimmung. Gegen 21 Uhr wurde es aber doch recht frisch mit 9°C, so dass wir uns ins Innere verzogen. Der erste Tag war schon mal sehr erlebnisreich und schön.

 
 
Zurück zu den Reiseberichten
weiter