Kroatienreise 2015

Allgemeines zu unserer Reise

Dieses Jahr wussten wir nicht recht, ob wir nun lieber 2 Wochen nach Madeira fliegen oder doch lieber nach Kroatien fahren wollten. Schließlich fiel unsere Wahl auf Kroatien. Für Madeira sprachen die vielen schönen Levada-Wanderwege, das milde Klima und der Riesenpool in Porto da Cruz. Für Kroatien sprachen die Vielfalt an Möglichkeiten: Radeln auf Inseln, wandern, schwimmen im Mittelmeer, Besichtigen von kleinen Städtchen... Außerdem sprach für Kroatien, dass man auf der Hin und Rückfahrt bei Zwischenstopps neue Gegenden kennenlernen kann.

Da unser Ziel in Kroatien über 800 km weit entfernt ist, planten wir einen Zwischenstopp in der Mitte. Ich dachte mir, warum nicht Ljubljana, die Hauptstadt Sloweniens? Diese Stadt kannten wir noch gar nicht und so planten wir gleich zwei Tage bzw. drei Nächte dort zu verweilen. Nach den beiden Tagen fuhren wir nach Kroatien und zwar an Dalmatiens Küste nach Biograd. Hier blieben wir 10 Tage. Zurück ging es dann mit einer Übernachtung in Treffen am Ossiacher See in Österreich.

Gebucht habe ich die Hotels in Ljubljana und Treffen über booking.com, nach dem Hauptgesichtspunkt, dass wir für unser vollbepacktes Auto einen günstigen Parkplatz nahe am Hotel bekommen und dass sich Manfred nicht mühsam noch durch Städte quälen musste mit dem Auto.


Fahrt nach Ljubljana

Samstag, der 12.9.2015

Juchu, heute beginnt unser 2-wöchiger Kroatienurlaub! Wobei so ganz richtig ist das nicht, mein Urlaub begann schon gestern, somit waren die Vorbereitungen schön relaxt zu managen. Manfred musste allerdings gestern noch arbeiten. Und rein Kroatien stimmt auch nicht, wir legen ja auf der Hinreise einen Zwischenstop in Ljubljana/Slowenien ein. Manfred holte heute Morgen frische Semmeln zum Frühstück, wir packten unsere letzten sieben Sachen. Manfred hatte gestern schon die Autorücksitze ausgebaut und unsere beiden Klappräder im Auto verstaut.

Wir starteten um 9;30 Uhr. Ab München auf der A99 wurde der Verkehr sehr, sehr dicht. Für die nächsten 20 km, eigentlich bis nach Holzkirchen konnten wir uns nur zäh vorwärts bewegen. Unser Navi bot uns ständig Umleitungen an, aber wir lehnten ab, es rollte ja. Schließlich wurde es lockerer und als wir auch den Chiemsee passiert hatten, konnten wir uns wieder etwas freier auf der Autobahn bewegen. Die Grenze nach Österreich erreichten wir nach knappen 3 Stunden bei Salzburg.

Fahrt nach Jubljana

Unterwegs nach Ljubljana

Fahrt nach Jubljana

Es war optimales Reisewetter, die Sonne schien bei 22°C. Langsam nervte unser Navi immer häufiger. Er wollte uns partout ständig von der Autobahn runter leiten. Ich kontrollierte die Einstellungen, Mautstraßen habe ich nicht begrenzt, Autobahnen durfte er auch benutzen, woran haperte es also? Staus waren auch keine. Nach langem Suchen entdeckte ich bei den Einstellungen einen Menüpunkt, der viele kleine Untermenüpunkte enthielt, nämlich vignettenpflichtige Straßen verbieten. Der war nicht angekreuzt, aber der Unterpunkt für Österreich enthielt ein Kreuz. Nachdem ich das kleine Häckchen entfernte, arbeitete der Navi nicht mehr gegen uns, sondern zeigte uns treu den restlichen Weg zu unserem ersten Ziel. 

Vor dem Tauerntunnel legten wir in der Tauernalm eine Tank- und Erfrischungspause ein. Bis hierhin waren es knappe 300 km, die wir in 3,5 Stunden zurücklegten. Hier setzten wir uns bei Apfelstrudel, bzw. Nudeln Bolognese gemütlich ins Freie und genossen den tollen Bergblick.

Unterwegs nach Ljubljana Unterwegs nach Ljubljana

Pause in der Tauernalm vor dem Tauerntunnel

Für die Tauerautobahn mussten wir in St. Michael 11 Euro zahlen und später noch mal für den Karawankentunnel 7 Euro. Im Karawankentunnel passierten wir die Grenze nach Slowenien. Und gegen 16 Uhr erreichten wir Ljubljana. Unser Navi führte uns statt zum Hotel zu einen Ponyhof, da der Navi die Hausnummer 4 nicht annahm, sondern nur die Nummern 1-5. Gut, war aber kein Problem wir fanden das große Hotel schließlich auch so, wir mussten also nicht auf dem Ponyhof übernachten. Nach 5,5 Stunden Fahrzeit und 502 km erreichten wir das Hotel, wo gerade eine große Hochzeit statt fand.

Fahrtdaten:
Abfahrt: 9:30 Uhr bei 12871 km - 0 km
Grenze nach Österreich in Salzburg: 12:06 Uhr - 225 km (2 Stunden 36 Minuten)
Tankstop Tauernalm: von 13:08 Uhr bis 14:00 Uhr - 80 km (1 Stunde)
Mautzahlstelle St. Michael: 14:18 Uhr - 26 km (19 Minuten)
Mautstelle Karawankentunnel: 15:05 Uhr - 95 km (47 Minuten)
Grenze Slovenien: 15:15 Uhr - 5 km (10 Minuten)
Ankunft: 16:00 Uhr - 71km (45 Minuten)
Gesamtfahrt: 502 km in 5 Stunden 38 Minuten

Wir checkten ein und bezogen unsere Zimmer. Manfreds Zimmer lag im Erdgeschoss und roch recht strenge nach Rauch. An der Rezeption fragten wir nach einem Nichtraucherzimmer. Der Angestellte meinte, es wären alles Nichtraucherzimmer. Leider wären sie ausgebucht und könnten ihm kein neues anbieten. Gut, dann begnügte sich Manfred mit lüften. Ich versuchte derweil mit meiner Zimmerkarte im Aufzug in den 1. Stock zu gelangen. Nach dem 3. oder 4. Versuch klappte es schließlich. Das war mir auf Dauer zu mühsam. Ich benutzte fortan ohne Koffer das Treppenhaus, über das gelangte man auch ohne Karte in jedes Stockwerk - albern nicht? Wir machten uns frisch und fuhren in die Stadt.

Ljubljana Ljubljana

Ljubljana:

Die Stadt liegt an der Grenze zwischen den Julischen und den Dinarischen Alpen, im südlichen Teil des Talkessels von Laibach, Fluss Laibach (Ljubljanica).

Ljubljana, ist die Hauptstadt von Slowenien und mit 277.554 Einwohnern die größte Stadt Sloweniens. Die Stadt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Die Stadt ist Sitz des gleichnamigen römisch-katholischen Erzbistums und seit 1919 Universitätsstadt.

Im Laibacher Moor entdeckte man, dass hier die ersten Seebehausungen (Pfahlbauten) zwischen 3600 bis 3100 v. Chr. errichtet wurden. Zwischen 1000 und 700 v. Chr. existierten erste illyrische und venetische Siedlungen und um 400 v. Chr. folgte die Periode der Kelten. Um 600 kamen die Slawen in das Gebiet. 800 wurde das Gebiet den Franken zugeordnet usw. usw.

1945 wurde Ljubljana Hauptstadt der Volksrepublik Slowenien in der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien. 1991 wurde Slowenien unabhängig.

Das Stadtwappen zeigt auf rotem Grund eine silberne Stadtmauer mit Wachturm, auf dem ein grüner Drachen sitzt. Der Drache bezieht sich wahrscheinlich auf den hl. Georg, den Schutzpatron der Stadt.

Ljubljana ist berühmt für ihre von Jože Plečnik geplanten Architekturdenkmäler sowie für ihre gut erhaltene Innenstadt. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz.

Wir wollten bei der Burg, die sich fast mitten in der Stadt befindet den Sonnenuntergang genießen. In einer Seitenstraße beim Aufgang  zur Burg fanden wir einen Parkplatz und wanderten zur Burg hinauf. 

Ljubljana Ljubljana

Burg von Ljubljana:

Die Burg wurde im 9. Jahrhundert errichtet, erstmals ist sie in einer Urkunde aus dem Zeitraum 1112-1125 erwähnt. Damals war sie der Sitz der Landesfürsten von Spannheim. Im Jahre 1335 wurde die Burg zum Erbbesitz der Habsburger. Die neuere Rundburg, die größer als die früheren Burganlagen war, ließ der Herzog und spätere Kaiser Friedrich III. in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts bauen.

Die Hauptgebäude der heutigen Burg wurden im 16. und 17. Jahrhundert errichtet oder umgebaut. Bis 1814 war die Burg ein militärischer Stützpunkt, anschließend befand sich in der Burg das Landesgefängnis. 1848 wurde der Aussichtsturm gebaut, in dem ein Wächter wohnte, der mit Kanonenschüssen auf Brände oder bedeutende Besuche und Ereignisse in der Stadt hinwies. Die Stadt Ljubljana kaufte die Burg im Jahre 1905 zu Kulturzwecken. Nach 1964 begann eine langjährige Renovierung der Burggebäude, die noch immer im Gange ist. Im Jahre 2000 übernahm das Festival Ljubljana die Verwaltung der Burg.

Ljubljana

Die Ausblicke waren grandios. Gut, dass wir dies am ersten Tag gemacht hatten, so erhielten wir einen tollen Überblick über die große Stadt, die wir uns beide kleiner vorgestellt hatten. Eine Weile wanderten wir fotografierend um die Burg herum. Als es dämmerte gingen wir in die Altstadt hinunter. 

Ljubljana Ljubljana

Wir bummelten am Fluß entlang, durch die Fußgängerzone und fanden im zweiten Anlauf schließlich etwas zum Schmausen in einer Fußgängerzone im Gostilna Sokol. Manfred bestellte Schweinebraten mit Bratkartoffeln, ich Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln. Wir erhielten statt der Bratkartoffeln zu Knödeln geformten Kartoffelbrei. Ohne Sauce ein bisschen trocken. Ja man musste sich die Gerichte wie Bausätze zusammenbasteln. Komisch, dass dieses Restaurant auf der Top 5 Liste meines Reiseführers stand.

Ljubljana Ljubljana

Ljubljana Ljubljana

Auf der Metzgerbrücke

Ljubljana Ljubljana

Im Hotel zurück, setzten wir uns noch ein Weilchen in die gemütliche Hotelbar. 

Wetter:
Schön. Temperaturen tagsüber zwischen 21 und 23°C. 


2. Tag - --->

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