Lesbos 2019

Zwei Wochen Insel Lesbos/Griechenland

Allgemeines zu unserer Reise

Wie kamen wir eigentlich auf die Idee nach Lesbos zu fliegen? Als die Planung für unseren Urlaub im August/September 2019 anstand, erzählte mir Manfred von einer TV-Sendung, die er über die Insel Lesbos in Griechenland gesehen hatte. Die Natur scheint wunderschön zu sein, es gibt dort alles, was wir uns für den Urlaub wünschen, Meer, Strände, Berge, Wälder, Wanderwege und natürlich allgemein viel Natur. Der Hauptteil der TV-Sendung beschäftigte sich allerdings mit den Flüchtlingsströmen, die auf die Insel kommen. Das Flüchtlingslager platzt aus allen Nähten und als Folge bleiben die Touristen aus, zu Unrecht wie wir später feststellten.

Wir beschäftigten uns nun beide mit der Insel, holten Informationen im Internet und in Reiseführern ein und waren überzeugt, dass Lesbos unser nächstes Reiseziel sein würde. Bei der Planung stellten wir auch fest, dass Lesbos tatsächlich nicht sonderlich hoch im Kurs stand bei den deutschen Touristen, denn ich fand keine Direktflüge von Deutschland nach Lesbos. Außerdem musste man in den Bücherregalen der Buchläden suchen, um auch nur ein Buch über Lesbos zu finden, während die Regale von Kreta-Reiseführern fast überquillten.

Ziel und Zeitraum standen nun fest, nun kümmerten wir uns um die Unterkunft und um den Flug. Wir suchten beide auf den verschiedensten Plattformen nach Ferienwohnungen bis Manfred plötzlich eine Villa ins Auge stach und zwar diese hier, die Ouzo Villas in Agios Isidoros bei Plomari. Ist das nicht ein Traum? Flüge fand ich auch bei Lufthansa und zwar lustigerweise waren in unserem Fall Flüge in der Business Class billiger als in der Economy Class, zumindest der Flug von München nach Athen und zurück. Von Athen bis Lesbos und zurück gab es nur Economy Class.

Nachdem Flüge und Unterkunft gebucht waren, konnten wir uns um den Flughafentransfer und den Mietwagen kümmern. Zur Buchung des Mietwagens fragte Manfred unseren Ouzo Villas Vermieter, denn er hatte uns angeboten uns bei der Suche zu helfen. Er empfahl uns Makis rent a car. Manfred nahm Kontakt auf und erhielt sofort die positive Antwort. Das Auto war nun auch gebucht.

Nun fehlte nur noch der Transfer von Augsburg zum Münchner Flughafen und zurück. Die Öffis wollten wir nicht nehmen, denn Verlässligkeit geht anders und umsteigen wollten wir auch nicht zweimal mit unseren Koffern (Tram - Bahn - S-Bahn). Wir buchten den Transfer dieses Mal bei Flughafentransfer Maier und zwar als Einzelfahrt, da wir unabhängig von eventuell unpünktlichen anderen Mitreisenden, rechtzeitig den Flughafen erreichen wollten. Sehr positiv empfand ich, dass wir am Freitag vor unserer Abreise von einer Angestellten des Flughafentransfers Maier zur Abholterminabsicherung angerufen wurden. Das fanden wir wirklich sehr professionell, ist uns bisher noch bei keinem anderen Transfer passiert.

Hier nun ein paar allgemeine Infos zur Insel Lesbos:

Lesbos liegt in der nördlichen Ägäis nahe an der türkischen Küste. Mit 1.634 km² ist Lesbos die drittgrößte Insel Griechenlands. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und reicht an mehreren Stellen bis nahezu tausend Meter über das Meer. Seine höchsten Erhebungen sind der Olymp und Vigla, beide mit einer Höhe von 968 Meter und beide streiten sich um den Rang des höchsten Berges.

Lesbos hat etwa 90.000 Einwohner, wovon fast die Hälfte in der Inselhauptstadt Mytilini leben. Mytilini liegt auf der Ostseite der Insel, es ist das wirtschaftliche und verkehrstechnische Zentrum von Lesbos, jedoch nicht der touristische Mittelpunkt.

Lesbos ist in weiten Teilen touristisch kaum erschlossen. Die meisten Urlauber kommen nach Molivos oder Petra im Norden der Insel gelegen oder in den Inselsüden nach Plomari (wie wir).

Unser Reiseführer schreibt (und das können wir nach der Reise nur bestätigen): Auf Lesbos findet man schöne Strände, Badebuchten mit kristallklarem Wasser, Wandermöglichkeiten in ursprünglicher Natur, alte Pilger- oder Eselspfade, abgelegene Dörfchen, römische Aquädukte, alte Kirchlein und Klöster und einen versteinerter Wald im Westen der Insel gelegen. Der Golf von Kalloni in der Inselmitte ist ein Paradies für Vogelkundler. Das ganze Jahr über kann man hier Flamingos und viele andere seltene Wasservögel beobachten. Lesbos ist wasserreich, sogar im Sommer gibt es Flüsse und Wasserfälle, die nicht austrocknen. Weite Teile der Insel bedeckt ein dichter schattiger Pinienwald, ein Großteil der hügeligen Landschaft ist mit etwa 11 Millionen Olivenbäumen bewachsen.

Reiseeindrücke in Bildern:

Bevor es aber nun mit dem Reisebericht losgeht hier der Link zu Manfreds Fotos mit Eindrücken zu Lesbos.

Anreise nach Lesbos

Samstag, der 24. August 2019

Um 4:30 Uhr klingelte mein Wecker. Ich bat zwar Manfred vorsichtshalber auch einen Wecker zu stellen, aber seiner klingelte nicht, er hatte versehentlich die Funktion Montag bis Freitag eingeschaltet, worüber wir am Vorabend noch Witze rissen. Aber alles gut, darum haben wir ja zwei Wecker gestellt.

Unsere Reise nach Lesbos

Unser Fahrer vom Flughafentransfer Maier stand superpünktlich um 5:20 Uhr vor unserer Haustür und wartete geduldig bis wir fertig waren, bestellt war er um 5:30 Uhr. Mit einem sehr angenehmen, relaxten Fahrstil chauffierte er uns in einer Stunde zum Münchner Flughafen.

So nun begann der Stress am Flughafen. Als wir das Terminal betraten fielen uns als erstes nur die Gepäckautomaten für die Economy Class ins Auge. Eine Aufsicht von Lufthansa schickte uns auf die andere Seite zum Gepäckabgeben. Dieser Automat auf der anderen Seite schickte uns zum Schalter. Die Dame am Schalter fragte uns warum wir nicht am anderen Ende bei Business Class einchecken würden? Hatten wir nicht gesehen. Aber machte nichts, sie arrangierte das dann für uns.

Zum ersten Mal durften wir die Business Lounge besuchen, nachdem wir über lange Wege endlich unser Gate K erreichten. Wir konnten hier in ruhiger Atmosphäre frühstücken und uns theoretisch in gemütlichen Sesseln pflegeln, Handys laden usw.

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Links: Auf der Transferfahrt zum Münchner Flughafen / Rechts: Im Flugzeug

Der Flieger startete pünktlich um 8:55 Uhr. Wir saßen in Reihe 5, auf den Plätzen A und C, der Mittelplatz blieb frei. In den nur 2 Stunden Flugzeit erhielten wir ein riesiges, leckeres Frühstück.

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Auf dem Flug von München nach Athen

Pünktlich landeten wir bei Sonnenschein und über 30 Grad in Athen. Von der Hitze bekamen wir im klimatisierten Flughafengebäude allerdings nicht viel mit. Hier stellten wir unsere Uhren eine Stunde vor.

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Griechenland von oben

Auf dem Athener Flughafen ging es ziemlich chaotisch zu. Das eine Terminal war viel zu klein für so viele Fluggäste mit zu wenig Toiletten, riesigen Schlangen an den Essensständen, kaum zusammenhängenden Sitzplätzen. Unser Abfluggate war noch nicht bekannt. Auf einer Anzeige stand Gate B01-B31. Das konnte überall sein. Wir erhielten von Olympic Air eine Stunde vor Abflug die Meldung, dass Gate B07 unser Abfluggate sein sollte, war aber noch lange nicht auf den Tafeln angeschlagen. Aber wir begaben uns da mal hin. Lautsprecherdurchsagen gab es keine oder der Lautsprecher war kaputt, wir wussten es nicht. Als sich die Boardingzeit näherte, liefen viele Passagiere aufgeregt durch die Gegend und fragten nach dem richtigen Gate, aber die Angestellten waren nur genervt. Durchsagen gab es trotzdem nicht. Der Platz hinter unserem Gate war lange von einer anderen Maschine belegt.

Irgendwann flog die andere Maschine endlich los und unsere Aegean Airline stand zum Boarden bereit. Die Angestellte ratterte im Affenzahn irgendeinen unverständlichen Text in ihr Mikrofon, erst auf griechisch dann auf griechisch-englisch "grenglisch" :-). Es wurden Schilder aufgestellt, die wir nicht deuten konnten jedenfalls begann die Boarding Prozedur. Ich saß neben einer jungen Spanierin, die von Beruf Dentistin ist. Wie sich im Laufe des Gesprächs herausstellte, flog sie nach Lesbos, um für eine Woche als Voluntärin bei den Flüchtlingen auf Lesbos zu arbeiten. Hut ab für ihr Engagement.

Verspätet flogen wir um 15 Uhr los und erreichten nach 50 Minuten Flug, Mytilini auf Lesbos. Unser Gepäck erschien als erstes auf dem Gepäckband. Was für eine nette Überraschung! Am Ausgang wartete unser Leihwagenmann von Makis rent a car. Der Angestellte nahm mir galant meinen Koffer ab und wir rollten maximal 20 Meter, kurz über die Straße, da stand der gebuchte Opel Corsa Automatik. Manfred wurde kurz eingewiesen, wir erhielten einen Übergabebogen, zahlen sollten wir bei Abgabe in bar. So etwas unkompliziertes habe ich noch nie erlebt.

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Links: Unser Leihwagen / Rechts: Um 19 Uhr waren es noch 37°C

Manfred kam gut zurecht mit dem Wagen, die Straßen waren nicht voll und mit meinem Handy-Navi erreichten wir nach einer Stunde Fahrt den Strandort Agios Isidoros kurz vor Plomari gelegen. Die Anfahrt zu den Ouzo Villas erwies sich als ein steiles geteertes Sträßchen, dass kurz vor den Villas zu einer Schlaglochpiste wurde. Unser Auto konnten wir auf einem großen Parkplatz aus Schotter abstellen. Marianna die sehr lebhafte, freundliche Nichte des Vermieters zeigte uns unsere Villa mit allen Tipps und Tricks die zum Bewohnen nötig sind. Sogar ein Geschenkekorb wartete auf uns. Was für eine nette Überraschung!

Agios Isidoros:

Unser Reiseführer sagt: Der kleine Strandort Agios Isidoros liegt etwa drei Kilometer östlich von Plomari an der Südküste von Lesbos. Die Urlauber hier sind hauptsächlich skandinavischen Ursprungs. Und der Ort selber besteht fast ausschließlich aus Hotels, Privatvermietern, Restaurants und anderen touristischen Einrichtungen. Beliebt ist der Ort bei den Urlaubern wegen seines Strandes vor Ort und wegen seiner Nähe zu Plomari, wo man abends noch bummeln und essen kann. Das klingt zwar jetzt alles ziemlich nach Trubel, hielt sich aber alles im gemütlichem Rahmen.

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Ouzo Villas von außen und der Willkommenskorb

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Wohn-, Koch- und Essbereich

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Essbereich und eins der beiden Schlafzimmer

Nachdem alles geregelt war, schlängelte Manfred unser Auto wieder den Berg hinunter, denn wir wollten ein paar Lebensmittel einkaufen. Mangels Parkplatz in Agios Isidoros fuhren wir die paar Kilometer nach Plomari weiter. Dort fanden wir einen kleinen Shop mit Parkmöglichkeit. Der Laden war winzig aber wir erhielten alles was wir brauchten. Zurück in der Villa, räumten wir unsere Einkäufe ein und brachen zu Fuß gleich wieder auf, um unsere Anlage mit dem schönen Pool zu erkunden und den Sonnenuntergang zu fotografieren.

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Unser Pool im Abendlicht

Nun wanderten wir zu der etwa 200 Meter entfernten Taverna Paradise. Inzwischen war es 20 Uhr und wir erhielten einen schönen Platz. Man saß gemütlich draußen auf den typisch griechischen Stühlen.

Wir schmausten vorweg zusammen einen griechischen Salat, bestehend aus Tomaten, Gurken, Zwiebeln und Feta, dazu aßen wir Brot. Als Hauptspeise leistete sich Manfred Souvlaki vom Schwein mit Pommes und Salat und ich gegrillten Octopus mit Pommes und Salat. Der Octopus war leider steinhart und schwarz, würde ich nie wieder bestellen, aber ich wollte ihn mal testen. Der Rest war sehr lecker. Für alles zusammen zahlten wir gerade mal 26 Euro inklusive zwei Bier, dabei hatte man uns vorausgesagt, dass das Essengehen in Griechenland teuer sein sollte.

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In der Taverna Paradise

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Octopus und Souvlaki

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Links: Als Zugabe gab es Melone / Rechts: Sonnenuntergang am Pool

Auf unserer riesigen Terrasse genossen wir den restlichen Abend. Außer uns saß übrigens nie jemand zur gleichen Zeit draußen auf seinen Balkon in der Anlage.

Wetter:
Heiß mit bis zu 37°C, abends kühlte es auf der Terrasse auf 27°C ab. Es war recht windig.



2. Tag - --->

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