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Madeira
 
22. September bis 6. Oktober 2011
 

Flug München Madeira auf einer größeren Karte anzeigen
 

Unsere Reise führte uns nun zum dritten Mal nach Madeira. Diesmal begleiteten uns unsere 23-jährige Tochter und ihr gleichaltriger Freund. Wir buchten alles über das Internet.

Über FeWo-direkt suchte ich eine Ferienwohnung, die in der Nähe von Porto da Cruz liegen sollte, da wir wegen des riesigen Meerespools unbedingt in deren Nähe wohnen wollten. Ich wurde hier fündig. Es war alles modern eingerichtet, man hatte einen wunderschönen Meeresblick von unserem Balkon (siehe auch unter Fazit am Ende des Reiseberichts).

Die Flüge buchte ich bei Condor. Etwa zwei Monate vor Abflug buchten wir bei Sixt unseren 4-türigen Automatik in der Klasse Opel Corsa.

 

Allgemeines zu Madeira:

Der Archipel setzt sich aus fünf Inseln zusammen, wovon Madeira die größte mit 741 qkm mit fast 300.000 Bewohnern ist. Die Hälfte der Bevölkerung lebt in der Hauptstadt Funchal, ebenso wohnen hier 70% der Urlauber. Der höchste Berg ist der Pico Ruivo mit 1862 m. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Madeira besitzt schwarze, grobkiesige Strände und ein paar künstlich angelegte mit hellem Sand. Auch Kreuzfahrten nach Madeira und zu den Kanaren werden immer beliebter. Bei dem Kreuzfahrtanbieter cruise24 kann man Infos zu einer Kreuzfahrt in dieses Gebiet erhalten. Entlang vulkanischer Inseln mit farbenprächtigem Gestein in schwarzer bis gelb-rötlicher Färbung kann man viele beeindruckende Kulissen erleben. Außerdem sind Kreuzfahrten eine willkommene Abwechslung zum kalten Winterwetter in Deutschland. Viele genießen dabei auch die Strandbesuche auf den Kanarischen Inseln - nicht nur auf Teneriffa.

Links zu Madeira:
Madeira-Forum hier erhielt ich einen Supertipp für Whalewatching!
Madeira-Web
Bus Fahren auf Madeira
Offizielle Tourismus-Webseite Madeiras

Notruf:
112 für Feuerwehr und Polizei. Die Feuerwehr übernimmt hier auch die Bergrettung.

Reisebücher:
Zur Vorbereitung und für Infos allgemeiner Art:
Madeira Zeit für das Beste: Highlights - Geheimtipps - Wohlfühlhotels
Bruckmann Verlag / 2010

Als Wanderführer:
Madeira Rother Wanderführer: Die schönsten Levada- und Bergwanderungen
Bergverlag Rother GmbH / 2011

Naturführer zur Pflanzenbestimmung:
Madeira - Was hier alles wächst!
Oliver Breda Verlag / 2005

Als Sprachführer um Worte nachzuschlagen:
Marco Polo Sprachführer Portugiesisch - Nie mehr sprachlos! (Mit Bildern)

Karten:
Zum Wandern und Autofahren:
Madeira Tour & Trail 1:40.000 Scale Map
Discovery Walking Guides Ltd. Northampton NN5 7HJ. England / 2009

Für eine Buslinienübersicht:
Madeira Bus & Touring Map
Discovery Walking Guides Ltd. Northampton NN5 7HJ. England / 2008

Wir hatten noch andere Bücher und Karten, die aber kaum benutzt.

Straßen:
Sind besonders auf der Südostseite sehr gut ausgebaut, auch von der Südseite ins Inselinnere. Gerade die Verbindungsstraße bei Sao Jorge soll bei einem Erdrutsch zerstört worden sein und nur provisorisch gerichtet mit einer Steigung, die nicht jedes Auto bewältigt. Diese Strecke haben wir gemieden (Stand September 2011). Infos darüber erhält man in dem oben erwähnten Forum.

Stecker:
Man benötigt keine Zwischenstecker.

Taschenlampen:
Wer gerne wandert, der wird bestimmt auch mal eine Levadawanderung unternehmen. Viele Levadas führen durch Tunnel hindurch, die manchmal stockfinster sind. Dazu sollte man eine Taschenlampe, bzw. auch Ersatz mitnehmen. Wir haben uns beim Saturn für 7,90 Euro eine kleine LED-Taschenlampe von Ansmann mit 14 LEDs gekauft. Die war super, heller als meine im letzten Jahr mitgenommene Halogenfahrradlampe. Unsere Mitreisenden haben sich beim Karstadt für ca. 15 Euro LED-Stirnlampen gekauft, die waren praktisch, da man die Hände frei behielt.

Telefon:
Handyempfang ist auf der Insel sehr gut.

Temperatur:
Das Klima ist ganzjährig frühlingshaft mit 18°C im Winter und 25°C im Sommer. In der Zeit, als wir auf Madeira waren, war es schön warm mit Tagestemperaturen von 25°C bis 30°C. Nachts kühlte es auch ca. 20°C ab.

Trinkgeld:
Wie bei uns. Wir rundeten in Restaurants und im Taxi auf.

Wanderwege:
Es gibt ungeheuer viele davon. Besonders beliebt sind die "Levadawanderungen". Levadas sind Bewässerungskanäle, die schon gleich nach der Besiedlung der Insel angelegt wurden. An diesen Levadas kann man wunderschön wandern, oft allerdings auf senkrecht abfallenden Wegen zur einen Seite. Die Levadas erstrecken sich über eine Länge von über 2000 km und haben den Zweck, Regenwasser vom regenreichen Nordwesten zu den Feldern auf die andere Inselseite zu transportieren.

Zeit:
Es gilt die WEZ (westeuropäische Zeit), sowohl im Sommer, als auch im Winter müssen die Uhren eine Stunde zurückgestellt werden.

 
Anreise
Donnerstag, 22. September 2011
 

Zur üblichen Zeit standen wir auf. Manfred kaufte uns beiden Brötchen und Brezen zum Frühstück. Bis zur Abreise blieb uns noch genügend Zeit um Reste zu packen, Pflanzen mit Wasser zu versorgen und so weiter und so weiter. Gegen 11:15 Uhr marschierten wir zur Straßenbahn, die uns zur Haltestelle Haunstetter Bahnhof transportierte. Ein Bayernticket hatte ich schon gestern besorgt. Der Zug nach München wurde angekündigt mit "20:42 Uhr". Diese Anzeige existiert schon seit Monaten, ist wohl zu mühsam sie zu reparieren. Der Fugger Express fuhr mit einer 5-minütigen Verspätung ein und war gesteckt voll mit Dirndel-Frauen, die wohl zum Oktoberfest fuhren, welches gerade in München statt fand. Wir standen bis zu unserem Umsteigeziel München Pasing. Hier erreichte uns eine SMS unserer Tochter, mit der Beschreibung wo genau wir sie in der S-Bahn zum Flughafen finden würden. Und richtig, wir trafen die beiden genau dort, wo wir einstiegen und fuhren gemeinsam zum Flughafen weiter.

 
Bahnhof Haunstetterstrasse Bahnhof Haunstetterstrasse
Warten auf den Fugger Express Das ist er nicht
 

Punkt 13:15 Uhr erreichten wir den Airport München. Wir fanden Condor zwar sogleich, aber nur eine Schlange vor zwei normalen Check-in Schaltern. Gestern checkten wir Online ein, weil Condor groß Werbung damit machte, dass man im Falle eines Online-Check-ins sein Gepäck nur noch am Drop-Off Schalter abgeben müsse. Aber wo war der Drop-Off Schalter? Er war nicht besetzt. Na toll - was sollte dann das Theater mit dem Online Check-in? Also reihten wir uns brav in der einzigen Check-in Schlange ein. Hinter den beiden besetzten Schaltern saßen drei Frauen und ein Mann, die nichts taten außer zusehen. Ich nehme an, dass irgendwer ausgebildet wurde.

Schleppend ging es voran und nach einer Viertelstunde wechselte ein Schalterangestellte seinen Platz zum Online-Check-in-Schalter, wo sich sofort ein frisch ankommendes Paar hinstellte, während wir in der riesigen Schlange, eingequetscht schon 15 Minuten warteten und uns gar nicht zu dem Online-Check-in Schalter bewegen konnten. Na ja, was da wohl für eine Logik hintersteckt? - muss man wohl nicht verstehen. Schließlich erreichten wir unseren Schalter mit, ich nehme an, einer Auszubildenden. Sie tippte die Namen unserer schon zu Hause ausgedruckten Bordkarten in ihren Computer ein. Und was sahen meine entzündeten Kinderaugen? Sie druckte uns eine Bordkarte mit einer völlig anderen Platznummer aus. Nicht nur das, sondern auch der Name Alfred Weiss passte nicht so ganz zu uns. Laut lachend, immer mit Blick zu einem gestylten jungen Mann hinter ihr (vielleicht ihr Ausbilder?), sagte sie, da wäre ihr wohl ein Fehler unterlaufen ha ha ha. Nun ging wohl nichts mehr am Computer, trotz wilden Draufrumhackens, ha ha ha. Keine Entschuldigung nichts. Wir hofften alle vier, dass sie nicht ebenso schlampig mit unseren Koffern umging und die auch ihr richtiges Ziel erreichen würden.

Schließlich drückte sie uns die neu ausgestellten Bordkarten in die Hand mit dem Aufdruck und ihren Worten, dass wir am Gate A23 losfliegen würden. Wir begaben uns zum Sicherheitscheck und wurden sehr freundlich behandelt, das kannte ich hinwiederum nicht von München.

Nun konnten wir uns entspannt nahe des Gates A23 mit Weißwurst niederlassen und abwarten. Eigentlich war um 15:05 Uhr Boarding. Aber am Gate A23 sahen wir weder die Anzeige, noch Fluggäste. Hä? Manfred erkundete, dass wir am Gate A34 losfliegen würden – Mensch wie kann man nur so schlampig arbeiten – und dazu noch das dämliche Lachen.

Pünktlich flogen wir bei gutem Wetter in dem fast voll besetzten Airbus A320 los. Die Crew war sehr freundlich und aufmerksam. Pilot Herr Armin Müller erzählte eine Menge, wo man was sah und über die seiner Meinung nach ungerecht erhobene Ökoabgabe. Er erzählte, dass ein ICE auf Personen und Kilometer bezogen mehr Kerosin benötige, als Flugzeuge. Ich wusste gar nicht, dass ICEs neuerdings mit Kerosin fliegen. Er erklärte auch, warum der Airport auf Madeira an der Stelle gebaut wurde und nicht woanders, dass er dort etwa 150 Mal gelandet wäre und er es wohl auch diesmal hinkriegen würde - sehr beruhigend. Man kann auf Madeira wohl nicht mit dem Autopiloten landen. Er zeigte uns beim Vorbeiflug den Ersatzflughafen für Unwetter, der auf Santos lag. Sehr interessant. So einen netten, gesprächigen Piloten hatten wir lange nicht mehr. Wir landeten pünktlich nach 4 Stunden Flug um 19 Uhr auf Madeira.

 
Flugzeugessen Flug über den Bodensee
Flugzeugessen bei Condor Flug über den Bodensee
   
Lufthansa Cargo Flug über die Schweizer Alpen
Neben uns flog eine Lufthansa Cargo Flug über die Schweizer Alpen
   
Bei Lissabon verlassen wir das Festland Flugzeuganzeige
Bei Lissabon verlassen wir das Festland Flugzeuganzeige
   
Flug über die Nachbarinsel Santos Ankunft in Funchal
Flug über die Nachbarinsel Santos Ankunft in Funchal
 

Unsere Koffer waren alle da – Gott sei dank – mit denen wir zu Sixt rollten. Der Mann am Schalter winkte Manfred gleich zu sich heran, die Abwicklung verlief rasch. Einen Spaziergang durch den Airport machend, Fahrstuhl rauf - wandern - Fahrstuhl runter, entdeckten wir sogleich unseren Skoda Fabia Automatic. Ein bisschen knapp für unser Gepäck, brachten wir aber doch alles unter. Einmal verfuhren wir uns und gegen 20 Uhr erreichten wir unsere Villa in Cruz. Über einen Safe mit Zahlencode, der sich neben der Haustür befindet, erhielten wir unseren Haustürschlüssel.

Die Villa war riesig. Im Erdgeschoss befand sich das große Wohn-Esszimmer mit Küche und Toilette, oben 3 Schlafzimmer und zwei Bäder und im Keller einen Waschmaschinenraum und Gartenmöbel. Zur Begrüßung stand eine Flasche Wasser und eine Flasche Wein für uns bereit - wie nett!

 

20110922_Lage_Villa_Bela_Vista auf einer größeren Karte anzeigen
 
Villa Bela Vista Villa Bela Vista
Ankunft in unserer Villa
 
Manfred und ich gingen noch nach nebenan in die Adega Bar, tranken ein Coral Bier bei den netten Wirtsleuten, die sehr gut Englisch sprachen, da sie lange Zeit in Südafrika lebten. Unsere Kinder relaxten im Haus. Wir brachten Wasser, Bier und O-Saft mit. Gegen 22 Uhr fielen wir alle müde ins Bett.
 
 
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