Madeira

2 Wochen Urlaub September/Oktober 2016

Allgemeines zu unserer Reise

Eine der schönsten Aufgaben des Jahres ist es für mich, sich Gedanken über ein Reiseziel zu machen und dann mit der Planung zu beginnen. Als Septemberurlaub hatte ich mir als Ziel die Azoren überlegt. Ich besorgte mir Reisebücher und Karten über dieses für uns neue Reiseziel. Nun kam es aber doch anders, da ich aus beruflichen Gründen meinen Urlaub um zwei Wochen nach hinten verschieben musste. War es auf den Azoren Ende September, Anfang Oktober vielleicht schon zu kalt und zu stürmisch? Ich wusste es nicht, hatte auch durch den neuen Job wenig Zeit mich um die Azoren zu kümmern. Vielleicht war es doch besser ein uns schon bekanntes Reiseziel anzusteuern, von dem wir wussten, dass es auch Anfang Oktober noch angenehm warm ist. Warum also nicht Madeira? Dort waren wir nun schon dreimal und es hatte uns jedesmal super gefallen. Ein bisschen Sommerverlängerung tut unseren Knochen sicher ganz gut. Das waren meine Gedanken zur Madeiraplanung.

An- und Abflug:

Wir buchten die Flüge bei Air Berlin. Die letzten Male flogen wir mit Condor. Da aber Condor nur Donnerstags von München aus Funchal ansteuert und Air Berlin nur Samstags, wählte ich diesmal Air Berlin. Es passte zeitlich besser. Eine Alternative zu diesen beiden Fluglinien habe ich nicht entdeckt, zumindest keine Airline, die nonstop fliegt.

Unterkunft:

Die Unterkunft habe ich direkt bei der Vermieterin gebucht, bei der wir auch 2011 buchten und zwar wohnten wir in der Ocean Views Villa in Cruz, oberhalb von Porto da Cruz, auf der Nordostseite der Insel gelegen.

Mietwagen:

Den Mietwagen hatten wir für den letzten Madeiraaufenthalt bei Sixt gebucht und waren zufrieden mit dem Auto und dem Vermieter. Diesmal buchten wir deshalb auch bei Sixt, waren aber gar nicht zufrieden, dazu später.

Flughafentransfer:

Den buchten wir, wie in den letzten Jahren auch, bei Bavaria-Transfer. Auch diesmal waren wir mit diesem Anbieter sehr zufrieden. Der Fahrer war pünktlich und hatte einen angenehmen Fahrstil.

Aneise nach Madeira

Samstag, der 24.9.2016

Heute war Abreisetag. Nach dem Frühstück hatten wir noch gemütlich Zeit bis uns der Fahrer von Bavaria Transfer von der Haustür abholte. Wir packten unsere restlichen sieben Sachen, zogen nicht benötigte Stecker aus den Dosen, schlossen Fenster, Manfred programmierte den Fischfutterautomaten. Kurz und gut wir machten das Haus reisefertig.

Wie verabredet, stand Punkt 10:20 Uhr unser Transfer vor der Tür. Diesmal leisteten wir uns den Luxus einer Exklusivabholung, da man dann nicht von irgendwelchen trödelnden Reisenden abhängig war, die auch noch abgeholt werden mussten. Nach exakt einer Stunde erreichten wir den Flughafen München, Terminal 1, Bereich A. Als wir zur Tür hereinkamen, erwartete uns schon eine große Schlange am Gepäck-Drop-Off der Air Berlin. Die Schlange bewegte sich sehr flott voran und schon bald waren wir unser Gepäck los. Leider habe ich vergessen die Zeit zu stoppen. Weiter ging es mit dem Sicherheits-Check, auch dieser erfolgte zügig.

Wir schmausten im Wartebereich noch Muffin bzw. Apfelstrudel und gegen 12:30 Uhr bewegten wir uns langsam zum Gate A11. Um 12:45 Uhr sollte geboardet werden und um 13:20 Uhr war Abflug angesagt. Wir warteten und warteten, aber auch um 13:15 Uhr hörten wir noch keine Durchsage. Um 13:25 Uhr sagte man uns, dass sich das Borden um 10 Minuten verzögern würde. Mit einer Verspätung von 45 Minuten flogen wir schließlich los. Der Pilot sagte durch, dass die Maschine zu spät aus Malaga angekommen wäre.

Air Berlin hatte mir vor kurzem angeboten, dass ich Manfred und mir einen freien Nebenplatz ersteigern könne in einer Dreierreihe. Mindestbetrag wären 45 Euro. Das testete ich mal. Einen Tag vor Abflug, noch vor dem Online-Check-In erhielt ich den Zuschlag. Ob das wirklich klappen würde? Ich war skeptisch. Abgebucht waren die 45 Euro bereits von unserem Konto. Die Maschine füllte und füllte sich, es strömten immer mehr Leute herein, aber unser Mittelplatz blieb tatsächlich leer. Das war super, denn so konnte man die sehr knapp bemessene Beinfreiheit in dieser Maschine gut ertragen, vor allem Manfred, der seine Beine nicht geradeaus stellen konnte, so gering fiel der Platz zum Vordermann aus.

Manfred überließ mir freundlicherweise den Fensterplatz. Wir saßen in der Reihe 23 auf der rechten Seite. Die rechte Seite hatte den Vorteil, dass wir nicht in der Sonne saßen und dass wir beim Anflug auf unser Ziel, die Insel Madeira sahen. Die linke Seite hätte den Vorteil gehabt, dass wir die Alpen gesehen hätten. Gut, das waren Luxusprobleme. Speisen und Getränke mussten seit der Service-Umstellung vom 1.9.16, alle käuflich erworben werden. Es gab nicht mal mehr Wasser gratis. Wäre nicht weiter schlimm gewesen, wenn die Crew nicht so entsetzlich langsam gewesen wäre. Nach einer Stunde Service erreichten sie schließlich unseren Platz. Wir leisteten uns zum Anstoßen auf die Reise Piccolos.

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Warten auf den Abflug und danach: "Auf Madeira!"

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Gegen 17 Uhr Westeuropäischer Sommerzeit (eine Stunde Zeitversatz zur MESZ) landeten wir nach 4 Stunden Flugzeit auf der schönen Insel Madeira.

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Landeanflug auf Madeira

Bei Sixt ergatterten wir unseren Leihwagen bei einer freundlichen, aber sehr, sehr hektischen Dame. Gestern wurde ich von Sixt noch angemailt, Online schon unsere Daten einzugeben (Führerscheinnummer...), heute wurden die ganzen Daten von der hektischen Dame noch einmal eingetippt. Was sollte dann die sinnlose und zeitraubende Online-Eingabe im Voraus? Arbeitsbeschaffung? Sie steckte Manfreds Kreditkarte ins Gerät, Gerät funktionierte nicht, Karte wieder rausgerissen, wieder reingesteckt, ging nicht, wieder rausgerissen, reingesteckt. Ich fürchtete schon, dass die Karte gleich kaputt brechen würde. Beim x-ten Versuch klappte es endlich mit der Karte. Im Schnelldurchlauf beschrieb sie uns, wo wir unseren Wagen finden würden. Die Suche stellte sich als ziemlich schwierig heraus, aber irgendwie fanden wir die Karre. Zuerst bei den Toiletten ein Stockwerk mit dem Aufzug hinauf, über eine Brücke und dort am Ende mit einem Aufzug auf Etage -4. Auf Platz 28 stand unser Auto. Der Tank war halb voll.

Wir fuhren nach Machico zum Supermarkt Continente und kauften erstmal die wichtigsten Nahrungsmittel für die nächsten Frühstücke in unserer Ferienwohnung ein.

Auf der Fahrt zu unserer Villa schaffte es unser kleiner Peugeot 108 Automatik nur durch Eingreifen in die Automatik den Berg hinauf. Er hatte Probleme automatisch in den ersten Gang zu schalten. Die Wohnung, die wir gegen 19 Uhr erreichten, war wunderschön und riesig für uns beide. Letztes mal bewohnten wir die ähnlich aufgebaute Nachbarwohnung mit unserer Tochter und unserem Schwiegersohn.

Nach dem Auspacken fuhren wir in den Ort Porto da Cruz hinunter und schmausten im Restaurante Praça do Engenho direkt am Meer. Manfred aß Lachs ich Espada mit Banane. Der Blick von hier ist so traumhaft, dass das Essen selber gar nicht so wichtig gewesen wäre. Jetzt waren wir im Urlaub angekommen!

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Blick vom Restaurante Praça do Engenho auf die Promenade und das Meer

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Espada mit Banane und Lachssteak

Um zu sehen, was sich in den letzten 5 Jahren im Ort verändert hatte, drehten wir eine Runde um den Felsen herum, am Schwimmbad vorbei. Den Rest des Abends ließen wir bei einem Gläschen Rotwein mit Blick auf Porto da Cruz ausklingen.

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Porto da Cruz und unsere Villa in Cruz

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Unsere Wohnung

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Wetter:
Schön, ca. 22°C, man brauchte keine Jacke (Frau auch nicht).



2. Tag - --->

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