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Südtirol - Naturns im Vinschgau
 
3. Mai bis 10. Mai 2008 / Teil 1 von 4
 
Samstag, 3. Mai 2008
 

Nach einem guten Frühstück mit Semmeln bzw. Brezen von unserem Bäcker, starteten wir um 9:25 Uhr nach Südtirol. Diesmal wählten wir Naturns, weil uns die Umgebung zum Wandern sehr gut gefällt. Wie wir auf die Unterkunft Fallrohrhof kamen, kann ich gar nicht mehr mit Gewissheit sagen. Ich glaube, dass ich sie zum erstenmal letztes Jahr im Prospekt des Tourismusbüros Naturns entdeckte, auf der Suche nach Apartments. Zuhause schaute ich daraufhin noch mal genauer im Internet und mailte die Wirtin an. Auf unseren gewählten Zeitraum hin, erhielten wir zuerst eine Absage, da ich die Woche mit dem 1. Maifeiertag wählte. Da wir aber flexibel sind, fragte ich für eine Woche später und erhielt eine Zusage. Übrigens finde ich bei Unterkunftsbeschreibungen im Internet besonders die genauen Daten interessant, wie Lageplan der Zimmer, Ausstattung, Anreiseplan usw. Man weiß dann genau, was man noch mitbringen und ob man sich vorher die Route aus dem Internet ausdrucken muss usw.

 
Anreise Augsburg - Naturns
 
Manfred, der Fahrer wählte die Route über Garmisch, Reutte, den Reschenpass und durch das Vinschgau nach Naturns. Die Strecke ist gemütlich, es nervten keine Baustellen und die Reschenbaustelle umfuhren wir, indem wir hinter Pfunds nach St. Moritz abzweigten, und ein kurzes Stück über die Schweiz zum Reschen hinauf fuhren. Diese Route ist meistens autoleer und bedeutet nicht mal einen Umweg.
 
Hinter dem Reschenpass
Hinter dem Reschen auf italienischer Seite
 

Nach 5 Stunden Fahrt erreichten wir schließlich unser Ziel den Fallrohrhof, wo uns die Wirtin Frau Schwienbacher sehr freundlich empfing.

 
Fallrohrhof
Fallrohrhof
 
Wir erhielten ein schönes Apartment, bestehend aus Wohn und Schlafzimmer und Bad. Das Haus ist umgeben von Apfelbäumen und unsere Blick vom Balkon fiel auf die vielen Apfelbäume und im Hintergrund auf den schneebedeckten Ortler.
 
Blick vom Balkon
Blick von unserem Balkon
 

Zu meiner Begeisterung hörte man ununterbrochen eine unermüdliche Nachtigall singen. Nachdem wir uns ein wenig erfrischt hatten mit Kaffee und Keksen, erkundeten wir ein wenig die Umgebung ums Haus herum und fuhren anschließend zum Abendessen nach Naturns zu Pizzeria Hofer. In einem neuen Discount Laden gegenüber Hofer besorgten wir uns noch nötige Dinge, die wir in der Wohnung noch vermissten, wie Spülmittel, Müllbeutel... Mehr gab es in dem Laden auch nicht.

Im Hofer erkannte uns die Besitzerin gleich wieder. Es gab zu meiner Freude Spargelpizza, die ich natürlich wählte, sie war sehr saftig. Manfred aß Pizza Diavola mit scharfer Salami. Dazu tranken wir St. Michels Trunk aus Eppan.

 
Pizzeria Hofer
Bei Pizzeria Hofer: Pizza Diavola und Pizza mit frischen Spargeln
 

Danach aßen wir noch ein leckeres Eis in Naturns. Zurück in unserer Pension schauten wir uns eine mitgebrachte DVD an, dann fielen wir müde ins Bett. Es war hier sehr leise, man hörte weder Außen- noch Innengeräusche. Am Schluss der Reise fanden wir beide, dass das Mitbringen von DVDs total überflüssig war. Wir schauten nicht mal TV, das hätte bei schlechtem Wetter natürlich anders kommen können.

 
 
Sonntag, 4. Mai 2008
 

Gegen 8:15 Uhr marschierten wir ausgeschlafen zum Frühstücksbüfett. Man sitzt hier in einem modern eingerichteten hellen Raum mit Blick auf die Apfelbäume, den Parkplatz und den Spielplatz. Es gab Säfte, Müsli, Wurst, Käse, Südtiroler Speck, Joghurt, diverse Brot- und Marmeladensorten, Schokoladenkuchen... Die große Tochter bediente uns heute am Sonntag, da sie nicht zur Schule musste. Sie war sehr aufmerksam, schaute immer wieder in die Kaffeekannen, ob sie noch gefüllt waren und brachte uns auf Wunsch ein Frühstücksei.

 
Frühstücksraum
Frühstücksraum im Fallrohrhof (Wir saßen am links stehenden Tisch am Fenster)
 
Für heute planten wir als Startpunkt Katharinaberg im Schnalstal. Von hier aus starteten wir den Meraner Höhenweg.
 
Übersicht Wanderungen
Wanderung Nummer 1
 

Der Parkplatz war sehr voll, aber hier parkten hauptsächlich Einheimische, schließlich war Sonntag und vor der Kirche spielte eine Kapelle für die herausströmenden Kirchenbesucher.

 
Start Katharinaberg im Schnalstal
Startpunkt in Katharinaberg
 
Unser Weg führte zuerst steil einen Weg im Ort empor, dann auf einer Teerstraße entlang, schließlich auf eine Wiese und einen Pfad, mal im Wald, mal außerhalb.
 
Blick zurück auf Katharinaberg
Blick zurück auf Katharinaberg
 

Nach dem Perfl ging es eine Schlucht hinab und am anderen Ufer des Bächleins wieder bergauf. Der Weg führte eigentlich immer bergauf, bergab in einer Höhe von 1200 Metern bis 1500 Metern am Hang entlang. Zuerst lag das Schnalstal in unserem Blickfeld, schließlich das Vinschgau. Wir passierten die Höfe Kopfron und Innerunterstell, der heute Ruhetag hatte. Schließlich bogen wir zum Lint ab, den wir nach 2 Stunden Gehzeit erreichten und uns stärkten. Den erklärten wir auch zu unserem Umkehrpunkt.

 
Umkehrpunkt Lint
Und wieder beim Essen und zwar im Linthof (Apfelstrudel mit Cappuccino)
 

Zurück nahmen wir einen kleinen Abstecher über den 1710 Meter hoch gelegenen Dickhof, was sich als lohnenswerte Variante erwies. Nach weiteren 2 1/4 Stunden erreichten wir unser Auto in Katharinaberg. Das war gerade die richtige Einlaufrunde für den ersten Tag und wunderschön!

Gesamtgehzeit: 4 1/4 Stunden,
Höhendifferenz: 1245 - 1710 Meter,
Wetter: Sonnig mit Temperaturen zwischen 12° und 20°C am Berg (Im Tal war es bestimmt wärmer).

Nachmittags surften wir mit freiem ADSL-Zugang im Internet herum. Abends aßen wir wieder in der Pizzeria Hofer, natürlich bestellte ich wieder die Spargelpizza, Manfred variierte und aß Hauspizza. Auch das Eis ließen wir uns auf dem Rückweg nicht entgehen. In der Hausbar kaufte Manfred uns einen Hauswein aus eigenem Anbau (3 Euro der Liter) mit dem wir auf unserem Balkon beim Gesang der Nachtigall den Abend ausklingen ließen.

 
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